14 Oktober 2021 | Glosse

Werden wir mit Gätschetts zu Apparatschicks?

Die Internet-Plattform WhatsApp für schnelle Botschaften und Austausch, für Bild- und sogar Tonübertragung macht süchtig. Als diese Konnektsch´n letzhin weltweit ca acht Stunden ausgefallen is, is da sommer globale Panik ausgebrochen, als wär der Tsunami auf´m Weg zu Deiner Haustür. Das Weiße Haus von Omupräsidente Biden (sprich „Baiden“) hatte sofort ´ne Krisensitzung einberufen, um mit seinen Ratsköppen „Was nu?“ zu bekakeln, als stünd `ne Invasion der Marsmenschen bevor. Noch nich mal ein Tag war vorüber, da sind die Whats-Äff-Süchtigen schon in Panik ausgebrochen.

Dabei war ansonsten alles beim Alten: Wer kein herkömmliches Telefon hatte, hat in der Whats-Affenkrise immer noch keins erhalten. Wer ´nen Computer hatte, hatte nach der Whats-Affenkrise immer noch einen und nich etwa zwei, es sei denn das Blechhirn wurde im Beutegeist der Umverteilung entwendet. Der Beutegeist hat aber nix mit der Whats-Affenkrise zu tun. Das Internet, das Radio, das Mobiltelefon, der angeschlagene Postweg sowie Kurier- und andere Botendienste waren alle noch da und niemand war von Hochwasser eingeschlossen oder durch Stromausfall behindert. Stromausfall eben nur wenn er und sie der bedonnerten Gnade von Eskom ausgeliefert sind - bekanntlich is das der Stromerzeuger und -versorger der Kaprepublik, an dem wir teilweise mos auch hängen. Ohne WhatsApp kannste sogar per pedes - voetsaam mit gespaltenem Briefstock ´ne Nachricht in der Nachbarschaft verteilen.

Die Frage bleibt nur, inwieferin begibt sich der Mensch in die totale Abhängikeit von Gätschetts und Internetprogrammen wie WhatsÄff, Twitter und was sonst noch? Dabei ham wir´s schon mit anderen Zeirtvernichtungsmaschinen zu tun wie Computer und Glotze. Wenn Du das Computer-Blechhirn auf allen möglichen Web-Seiten nur zum Surfen und Zeitvertreib benutzt, wird kostbare Zeit sommer schnell vertrieben. Für couch potatoe- Stubenhocker, selbstverständlich auch für neudeutsche Hockerinnen, is das ok. Jenseits der Gätschetts gibt´s aber noch ein Leben.



Batterien und Tote in einer Waagschale

Hier noch ´ne Folge der unendlichen Geschichte, Abschnitt Parlamentsdebatte, wo sich Omutengwa Venaani, Chef der Poosition, zitiert von New Era, Ende September zu Wort gemeldet hat.

Die Berliner Regierung habe einen gleichwertigen Betrag - gemeint sind die18,5 Miliarden Nam-Dollar des Versöhnungspakets - gerade im Zeichen der Corona-Pandemie zur Förderung der Kultur- und Kunstzene in Deutschland und noch einmal zur Herstellung von Elektro-Batterien bewilligt. Das Budget für das unsägliche Leiden der Nama und Herero könne nicht mit dem Budget für Batterien und Kulturförderung gleichgesetzt werden, protestiert Omutengwa Venaani. Das 18 Mrd-Paket lasse die Deutschen noch nich büßen (atone). - Wir sehen also, die Feilscherei um Totenpreise hochgerechnet von vor 117 Jahren is huka noch nich abgeschlossen. Von Versöhnungswillen zu schweigen. Entwicklungspaket, Wiedergutmachung, Reparation, Abfindung, Versöhnungsabkommen wollen immer wieder definiert werden und müssen sich allesamt in einem Bereich überschneiden, um einem Konsens näherzukommen. Die Lebensqualität des Empfängers soll sich bessern, soll gesteigert werden für Leib und Seele. Hier will noch stief Definierarbeit geleistet werden. Denn man to´.

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