06 November 2013 | Landwirtschaft

Wer trägt die Verluste?

Farmer sein heißt, Teil der Nahrungsmittelproduktion zu sein. Entweder werden Rinder, Schafe oder Ziegen für die Fleischproduktion gezüchtet oder Ackerbau betrieben. Nutznießer sollte die Bevölkerung des Landes sein sowie – wo möglich – ein Beitrag zum Export geleistet werden. Einige Farmer haben sich als zweites Standbein dem Tourismus verschrieben und betreiben eine Gästefarm und/oder Jagdfarm. Dies bedeutet in den meisten Fällen Arbeitsplatzbeschaffung und Ausbildung der Angestellten, und kommt durch Steuern und andere Abgaben auch dem Staat zugute. Farmen heißt, dass das Farmerehepaar sich u.a. als Züchter, Manager, Veterinärmediziner, Mechaniker, Elektriker und Weideexperte hervortun muss, um Erfolg zu haben. Zudem tragen sie eine Verantwortung für die Gesundheit und Ausbildung ihrer Angestellten und deren Familien, müssen manchmal als Berater und Schlichter für diese auftreten und haben eine eigene Familie, um die sie sich sorgen müssen. Der Verantwortungsbereich ist gewaltig. Eine Aufgabe, die Farmer nicht durchführen sollten, ist die Kriminalitätsbekämpfung. Stunden- , ja oft nächtelang an der Straße sitzen und fremde Fahrzeuge beobachten, verdächtigen Personen folgen, Straßensperren mit Reservepolizisten einrichten, Schlingen von Wilderern entfernen, illegale Schlachtplätze ausfindig machen und Spuren verfolgen ist eigentlich die Aufgabe der Polizei. Sie sollten schließlich der Freund und Helfer sein, aber weil kein Auto zur Verfügung steht, können sie nicht kommen oder haben andere Ausreden. So muss der Farmer die Arbeit der Polizei verrichten und diese zusätzlichen Kosten, neben den teils gewaltigen Verlusten durch die Viehdiebe und Wilderer, auch noch tragen. Werden die Kriminellen erwischt, müssen sie dem Farmer nichts zurückzahlen und für dessen Verluste aufkommen. Manch ein Kommunalfarmer wünscht sich deshalb die traditionellen Gesetze zurück, denn da musste der Dieb für jedes gestohlene Rind sechs dem Geschädigten zukommen lassen! Heutzutage erhält der Kriminelle Kaution und geht in vielen Fällen seiner illegalen Tätigkeit weiter nach oder erhält eine geringe Geldstrafe, die er mit dem nächsten Diebstahl von Vieh oder Wild wieder wettmachen möchte. Andere die eine Gefängnisstrafe erhalten sind für einige Zeit aus dem Verkehr gezogen, aber allem Anschein nach scheint auch dies kein Abschreckungsmittel zu sein, da sich die meisten Vieh- und Wilddiebstahlfälle über Monate und Jahre hinziehen. Der Farmer bleibt auf weiteren Kosten sitzen und muss zusätzlich Polizeiarbeit leisten, die ihn selbst in Schwierigkeiten bringen kann. Von Vergütung ist keine Rede. Es ist höchste Zeit, dass Polizei, Naturschutz und die Gerichte schneller und effizienter arbeiten, denn nicht nur die Farmer leiden unter der Kriminalität, sondern letztendlich die gesamte Wirtschaft und die Nahrungsmittelproduktion! Kriminelle sollen für Verluste aufkommen.

Gleiche Nachricht

 

MKS-Ausbruch in Ost-Kavango

vor 2 wochen - 08 Oktober 2020 | Landwirtschaft

Windhoek/Rundu (ste) - Das Ministerium für Landwirtschaft, Wasserbau und Landreform hat bekanntgegeben, dass innerhalb der nördlichen Veterinärzone ein Fall der Maul- und Klauenseuche (MKS)...

Landfrage darf nicht ignoriert werden

vor 2 wochen - 05 Oktober 2020 | Landwirtschaft

Von Jana-Mari Smith & Frank Steffen, Windhoek In seiner Nachbetrachtung der zweiten Nationalen Landkonferenz, stellt Pablo Gilolmo Lobo fest, dass „man trotz der Intensität und...

Geldgier trumpft scheinbar Tierleiden

vor 2 wochen - 02 Oktober 2020 | Landwirtschaft

Von Jana-Mari Smith & Frank Steffen, Windhoek Eine im vergangenen Monat ins Leben gerufene Petition gegen den anvisierten Export von Lebendvieh aus dem Nordkap über...

Landwirtschaftsminister macht sich ein Bild der Heuschreckenplage

vor 3 wochen - 01 Oktober 2020 | Landwirtschaft

Windhoek/Katima Mulilo (ste) - Etwas ungewohnt für diese Jahreszeit so früh nach dem Winter, wird die Sambesi-Region seit einer Woche von einer Heuschreckenplage in einer...

Katima-Schlachthof nimmt Betrieb auf

vor 3 wochen - 30 September 2020 | Landwirtschaft

Windhoek/Katima Mulilo (ste) - Im August 2017 beaufsichtigte der damalige Minister für Landwirtschaft, Wasserversorgung und Forstwirtschaft (MAWF), John Mutorwa, die Übernahme der Schlachthöfe in Katima...

Gnadenloser Brand im Hochfeld-Bezirk hat eine Woche lang gewütet...

vor 3 wochen - 29 September 2020 | Landwirtschaft

Gemäß der Facebook-Seite „Veldbrande in Namibia“ sind in der vergangenen Woche knapp 20000 Hektar Weideland in der Umgebung von Hochfeld außerhalb Okahandjas durch einen Großflächenbrand...

Weißmaisernte abgeschlossen

vor 4 wochen - 23 September 2020 | Landwirtschaft

Windhoek (sb) - Der Namibische Ackerbaurat (NAB) hat die Vermarktungsphase für Weißmais für beendet erklärt. Das gab der Namibische Landwirtschaftsverband (NAU) kürzlich bekannt. „Es wird...

Parlament ratifiziert Oranje-Kommission

vor 1 monat - 18 September 2020 | Landwirtschaft

Windhoek (bw) - Die Nationalversammlung hat diese Woche einen Antrag über das überarbeitete Abkommen der Oranjefluss-Kommission ratifiziert. Landwirtschaftsminister Calle Schletttwein erklärte, die Überarbeitung des Dokuments...

Keine Viehexporte per Seeweg

vor 1 monat - 14 September 2020 | Landwirtschaft

Windhoek (ste) - Der Staatsekretär des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasserbau und Landreform, Percy Misika, nahm am vergangenen Freitag Stellung zu Medienberichten, laut denen Lebendvieh aus...

Moderne Landwirtschaft

vor 1 monat - 03 September 2020 | Landwirtschaft

Von Frank SteffenWindhoek Der namibische Minister für Landwirtschaft, Wasserbau und Landreform, Calle Schlettwein, zeigte sich gestern erfreut über die Landwirtschaftskonferenz – die erste dieser Art...