27 August 2015 | Leserpost

Wer darf Namibier sein?

Betr.: Hürden im Registrierungslokal für Wähler Die namibische Wahlbehörde (ECN) verspricht ihren Bürgern freie, faire und glaubwürdige Wahlen in einer offenen, modernen und teilhabenden Weise („ in transparent, innovative and participatory manner“). Daraufhin begab sich ein Landesbürger zu einem der Registrierungsbüros seines Wohnortes für die kommende Lokal- und Regionalwahl. Erstaunt stellte er fest, dass seine namibische Identifikation (ID card) nach dem Wahlgesetz von 1992 (EAA Nr.24) nicht zugelassen ist. Vor einer Untersuchungskommission zur Klage bei der ACC hatte der Staat ihn bei seiner Identifikation als namibischen Mann (Namibian male) anerkannt, aber hier offenbar nicht. Wer ist nun „Namibier“? Seine Hinweise zu seiner Person bewirkten nichts; sie wurden alle freundlich, aber bestimmt abgewiesen und überhört. Es gilt offensichtlich: Um einem zu gehorchen, muss man ihm angehören! Es half dem Bürger nicht, dass er u.a. 20 Jahre Schulabsolventen berufliches Fachwissen vermittelt, eine Familie gegründet, Grundbesitz erworben, Oberschüler zur Abschlussprüfung in Fächern verholfen hatte, in denen Lehrern Wissen und Praxis mangelt, und 40 Jahre im Land ansässig ist. Von Erkundigungen der Verfassungsschützer, die sich bereits für SPYL-Mitglieder interessieren (Mitglieder der Parteijugend), ist ihm auch noch nichts bekannt. Andere Länder verpflichten ihre Landsleute nicht auf eine Staatsbürgerschaft, wie Deutschland bei den Türken, die in zwei Ländern wohnen und wählen können. Hat Deutschland deswegen wirtschaftlich gelitten in den Zeiten des Arbeitskräftemangels? Was für ein kleinstaatlicher Geist herrscht noch in Afrika? Soll das Demokratie sein, wo die stärkste Oppositionspartei es nach 25 Jahren gerade mal auf 5 % im Parlament gebracht hat? Wen wundert noch die Landflucht, wenn gewählte Stadt- und Landräte jahrzehntelang ihrer Aufgabe, ihrer Gemeinde zu dienen und sie zu entwickeln, nicht nachkommen (wollen)? Von fairen Wahlen kann nicht die Rede sein und glaubwürdig ist etwas Anderes, wenn Teilnahme eines Menschen, der eine Veränderung im lokalen Stadtrat sehen möchte, ausgeschlossen wird. Die Dame hinter dem Bürotisch sagte entschuldigend, sie muss sich nach dem Gesetz richten. Auf die Frage, woher denn das Gesetz komme, sagte sie: „Die Regierung.“ Und wer hat die Regierung gewählt? Ihre ehrliche Antwort war: „Wir.“ Bernd Seefeldt, Swakopmund Bernd Seefeldt, Swakopmund

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