30 Januar 2020 | Lokales

Weniger Milch aus Mariental

Hardap-Wasserkrise verschärft Situation von O&L-Superfarm

Nicht nur kommerzielle Farmer des Hardap-Bewässerungsschemas stehen vor einer beispiellosen Krise. Auch die namibische Milchfarm-Industrie, darunter die !Ameib-Superfarm von Namibia Dairies bei Mariental, befinden sich in einer Notlage. Die Milchproduktion ist gesunken.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Mariental



Die andauernde und beständige Dürre in Namibia hat die gesamte Molkerei-Industrie stark betroffen – darunter auch die !Ameib-Superfarm von Namibia Dairies, ein Tochterunternehmen der Ohlthaver & List-Gruppe (O&L). „Das hat dazu geführt, dass sich die Branche in einer schwierigen Lage befindet“, teilte Roux-Che Locke, Pressesprecherin von Ohlthaver & List, jetzt mit.

Locke reagierte damit auf eine AZ-Nachfrage, nachdem der staatliche Wasserversorger NamWater die Wasserversorgung aus dem Hardap-Damm für die dortigen Farmer zu Wochenbeginn endgültig eingestellt hatte (AZ berichtete). „Obwohl Namibia Dairies seit dem vergangenen Jahr verschiedene vorübergehende Maßnahmen ergriffen hat, wurde die aktuelle Situation weiter verschärft, nachdem die Wasserversorgung des Hardap-Bewässerungsschemas, einschließlich der !Aimab-Superfarm, am Montag eingestellt wurde“, teilte Locke mit.

Aktuell liege der Wasserverbrauch der Superfarm bei durchschnittlich 300 Kubikmeter am Tag, was hauptsächlich Trinkwasser für die 2000 Rinder auf der Farm beinhalte. „Früher waren 3000 Rinder auf der Farm und 1500 davon wurden gemolken. Nun werden nur noch 1000 Rinder gemolken. Die Milchproduktion ist im Dezember 2019 (im Vergleich zum Vorjahr) um 13 Prozent gesunken“, so Locke. Allerdings gebe es ähnliche Statistiken bei anderen Molkereien, die Namibia mit Rohmilch beliefern. „Es haben auch schon eine Reihe von Molkereien die Produktion vollständig einstellen müssen“, so Locke.

Für diese Ziffer macht die Sprecherin die schlechten Niederschläge der letzten Jahre verantwortlich. Die verheerende Dürre habe zu ungünstigen Weidebedingungen, einer Verringerung der Herdengröße und einer gesunkenen Verfügbarkeit von Tierfutter geführt. „Es muss aber beachtet werden, dass die Trockenheit seit 2013 anhält. Der Rückgang der Anzahl Rinder und Milchproduktion ist daher nicht nur eine Folge der schweren Dürre über die vergangenen sechs Monate, sondern vielmehr eine Entwicklung über einen längeren Zeitraum“, fügte sie hinzu.

Im Falle der !Ameib-Superfarm gibt es aber eine weitere mögliche Krise, die sich infolge der Einstellung der Wasserversorgung aus dem Hardap-Damm ergeben könnte. Sollte die Luzerne der dortigen Farmer über drei Wochen nicht bewässert werden und somit eingehen, könnte auch die !Ameib-Milchfarm beeinflusst werden, denn: „Luzerne bleibt eine wichtige Nahrungsquelle für die Rinder. Wenn es dort keine Luzerne mehr gibt, müsste die Superfarm diese (teuer, die Red.) aus Südafrika importieren.“

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