11 März 2020 | Afrika

Weltstrafgericht schließt Fall von Ex-Rebellenführer Ugandas ab

Den Haag (dpa) - Nach gut drei Jahren schließt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag den Prozess gegen den früheren ugandischen Rebellenkommandeur Dominic Ongwen ab. Dem Ex-Kommandanten werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in 70 Fällen zur Last gelegt, die von 2002 bis 2004 im Norden Ugandas begangen wurden. Durch den Terror der „Lord's Resistance Army“ (LRA) wurden Zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben.
Die Anklage forderte am Dienstag in Den Haag, den früheren Kommandeur in allen Fällen zu verurteilen, wie aus einer Videoaufzeichnung der Anhörung hervorgeht.
Ongwen hatte bereits zum Auftakt des Prozesses im Dezember 2016 seine Unschuld beteuert und alle Vorwürfe zurückgewiesen. Der Terror der Miliz im Norden Ugandas dauerte bis 2005. Die Anklage ist eine Chronik unvorstellbarer Grausamkeiten: Mord, Folter, sexuelle Versklavung, erzwungene Schwangerschaften oder der Einsatz von Kindersoldaten.

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