10 August 2018 | Lokales

Waterfront droht Abriss

Lage der Platz-am-Meer-Entwicklung wird neu überprüft

Wurde die Swakopmunder Waterfront-Entwicklung und das Einkaufzentrum Platz am Meer ohne die erforderliche Genehmigung auf Staatsgrund gebaut? Diese Frage untersucht zurzeit ein Ministerialausschuss. Die Zukunft der 400-Millionen-N$-Investition liegt auf Messers Schneide.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund

Das ministerielle Komitee, das offenbar vom Büro des Premierministers beauftragt wurde, hat am vergangenen Samstag die Entwicklung Platz-am-Meer in Swakopmund besucht und sich einen Überblick verschafft. Denn Vorwürfe wurden laut, dass bis zu 90 Prozent dieser Neuentwicklung von Safari Investments, die ein Einkaufzentrum, mehrere Apartments und sonstige Vorzüge einschließt, ohne die erforderliche Genehmigung auf Staatsgrund errichtet worden sei. Dies haben indessen mehrere zuverlässige Quellen der AZ im Gespräch bestätigt.

„Die Diskrepanzen sind auf die Seeuferverordnung aus dem Jahr 1958 zurückzuführen“, erklärte eine dieser Quellen der AZ. Unter anderem werde der Stadt selbst vorgeworfen, dass sie die Hochwassermarke und somit die Stadtgrenze laut Karte, zu Gunsten der Entwicklung seewärts verschobenen habe. „Wenn wir uns frühere Karten anschauen, dann liegt die Hochwassermarke deutlich weiter landeinwärts als jetzt. Somit steht etwa 90 Prozent der Entwicklung theoretisch im Meer“, so die Quelle.

Dieser Vorwurf ist im Grunde nicht neu und sorgte wiederholt für Schlagzeilen, doch hat er jetzt, zwei Jahre nach der Eröffnung des Einkaufzentrums, frischen Rückenwind bekommen. Vor wenigen Monaten sei die Angelegenheit im Beisein mehrerer hochrangiger Politiker besprochen worden, verdeutlicht eine weitere Person im Gespräch mit der AZ. Unter anderen sollen Umweltminister Pohamba Shifeta, Fischereiminister Bernhard Esau sowie Finanzminister Calle Schlettwein an dem Treffen teilgenommen haben. „Zu dieser Gelegenheit wurden mögliche Strafmaßnahmen besprochen. Dem Entwickler droht entweder der komplette Abriss der Waterfront oder eine heftige Geldstrafe, eine weitere Alternative ist ein langfristiger Pachtvertrag“, behauptet dieser Zuträger.

Diesmal sollen Repräsentanten des Swakopmunder Stadtrats sowie das Management der Stadt an dem Treffen des vergangenen Samstags teilgenommen haben, behauptet eine dritte vertrauliche Quelle. Der Ministerialausschuss habe dabei beschlossen, dass ein technisches Komitee alle Unterlagen, die mit der Entwicklung zusammenhängen, auf ihre Rechtmäßigkeit hin geprüft werden sollen. „Ein weiterer Entschluss lautet, dass bis zum Abschluss dieser Untersuchung und einer endgültigen Lösung keine weitere Entwicklung an der Waterfront stattfinden darf“, so die Aussage. Das sei der Grund, warum der Bau des

Taxistandes bei der Waterfront vorerst gestoppt worden sei.

Eine Reaktion auf die Frage der AZ, ob die Hochwassermarke tatsächlich unrechtmäßig verschoben worden sei, blieb seitens Ailie Gebhardt, der Pressesprecherin der Stadt, bis Redaktionsschluss aus. Dirk Engelbrecht, der Anwalt von Safari Investments, war telefonisch nicht erreichbar.

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