31 Januar 2017 | Natur & Umwelt

Wasserverlust gehört eingedämmt

Frankreich hilft bei Studie des Omatako-Kanals sowie Wasserleitungen

Das Landwirtschaftsministerium hat den namibischen Wasserversorger NamWater damit beauftragt, zusammen mit Repräsentanten einer französischen Entwicklungsfirma die namibischen Hauptwasserwege und alle Landleitungen zu überprüfen und ein Gesamtkonzept der Sanierung aller Leitungen zu erstellen.

Von Frank Steffen

Windhoek

Am Ende des vergangenen Jahres hatte Präsident Hage Geingob im Anschluss zu seinem Besuch in New York, wo er amerikanische Investoren nach Namibia einlud, dieselbe Initiative in Frankreich wiederholt. Dabei war er von einigen seiner Minister begleitet worden, worunter der Umweltminister, Pohamba Shifeta, sowie Finanzminister Calle Schlettwein und Landwirtschaftsminister John Mutorwa (AZ berichtete).

Infolge eines ersten Gesprächs in Paris, bei dem die französische Botschafterin, Jacqueline Bassa-Mazzoni, als Initiatorin gedient hatte, traf sich Mutorwa diesmal zusammen mit seinem Team in Windhoek mit einer französischen Delegation, unter der Leitung von Bassa-Mazzoni. Die Botschafterin brachte einige Vertreter der Firma Altereo mit, angeführt von Geschäftsführer Christian Laplaud. Die französische Entwicklungsgesellschaft Altereo wickelt ihre Geschäfte in Form von Zweckgesellschaften ab, wobei prinzipiell das Kürzel „G2C“ Teil des Firmennamens wird. Weltweit nimmt sie am Entwicklungsgeschehen teil, wobei die Schwerpunkte auf Ingenieursentwicklungen, öffentliche Dienstleistungen, Verwaltung, Information und Kommunikation fallen. Dementsprechend weist Laplaud darauf hin, dass „die Untersuchung des Omatako-Kanals, sowie alle weiteren Wasserwege und Rohrleitungen, welcher Art auch immer, in unseren Arbeitsbereich passt. Dies ist unser Fachgebiet, weswegen wir bereits am Wochenende einen Prinzipien-Plan vorlegen werden.“ Er erklärte ferner – und wurde dabei wortreich von der Botschafterin unterstützt –, dass Frankreich auf alle Fälle helfen wolle, denn Erfahrungen hätten bewiesen, dass die meisten Wasserleitungen aufgrund eines Mangels an Unterhalt, mindestens 30% des Wassers verlieren, welches am Ursprungsort angepumpt wird. „Das ist nicht nur in Namibia so, sondern überall. Hier ist das Problem allerdings schon einiges größer geworden, weswegen G2C-Ingénierie sämtliche Leitungen, ob über- oder unterhalb der Oberfläche, untersucht und einen umgreifenden Instandhaltungsplan entwerfen wird“, meinte Laplaud, wonach Bassa-Mazzoni darauf hinwies, dass die Studie ohne Weiteres in zusätzlicher Finanzhilfe ausarten könne. „Wenn dieses Projekt ordentlich verwaltet wird, werden wir weitere Unterstützung zur praktischen Ausführung unserer Pläne erhalten, denn die beiden Finanzminister Michel Sapin und Calle Schlettwein hatten diese Initiative abgesegnet. Bei erfolgreichem Abschluss wird Namibia in den Genuss unseres ‚Geografischen Informations-Systems' (GIS) kommen“, schloss Bassa-Mazzoni ihr Argument. Der Landwirtschaftsminister, John Mutorwa, zeigte sich erfreut über die Initiative, wies aber darauf hin, dass NamWater in letzter Instanz entschließen würde, welche Hilfe beansprucht würde, und welche Ansätze Priorität genießen würden. Dr. Vaino Shivute, Geschäftsführer der NamWater, bestätigte indes diese Vorgehensweise. Die drei wichtigsten Wasserleitungen seien a) die Rohrleitung von der Okahandja-Kläranlage, unweit des Von-Bach-Dammes, nach Windhoek, b) der Omatako-Kanal, in welchem Wasser aus den alten Berg-Aukas- und Kombat-Minen zum Omatako-Damm fließt, und c) die Wasserleitung vom Naute-Damm nach Keetmanshoop. Trotzdem sollen alle Wasserleitungen begutachtet werden.

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