24 Januar 2020 | Kultur & Unterhaltung

Was die Tattoos der Stars bedeuten

Die Stars machen es vor. Tätowierungen sind nach wie vor im Trend. In den Neunziger Jahren waren es Tribals (große, schwarze Muster), heute sind es meist kleine, versteckte Tattoos mit persönlicher Bedeutung, die unter die Haut gehen.

Miley Cirus` rechte Handoberfläche ziert der dünne Schriftzug „Freedom“ („Freiheit“). Den ließ sich die Musikerin letztes Jahr nach der Trennung von ihrem Ehemann Liam Hemsworth stechen. Es ist das Mantra eines neuen Lebensabschnittes, das sie daran erinnert, nicht zurück, sondern nach vorne zu schauen. Hinter Ariana Grandes linkem Ohr versteckt sich eine kleine Biene. Das Symbol der Stadt Manchester hat sich die Sängerin tätowieren lassen, nachdem dort 2017 bei einem Anschlag auf ihrem Konzert 23 Fans getötet wurden. Es soll den Opfern gedenken.

Eine tägliche Erinnerung an ihre Oma trägt die Sängerin Demi Lovato auf ihrem linken Unterarm. So hat sie sie immer bei sich. Hinter dem Schmetterling auf dem linken Oberarm von Popstar Shawn Mendes verbirgt sich keine große Bedeutung, aber eine Geschichte. Ein Fan zeichnete das Motiv, Mendes gefiel es, und bumm landete es auf ewig unter seiner Haut.

Und spätestens an diesem Punkt sollte man sich Gedanken machen, ob man wirklich ein Motiv für immer auf seinem Körper tragen möchte. Gefällt es einem gerade nur im Moment - so wie in diesem Fall bei Mendes, dann kann es sein, dass es einem in ein paar Jahren nicht mehr gefällt. Der Geschmack ändert sich, aber das Tattoo bleibt. Weglasern ist teuer, zudem bleiben dennoch sichtbare Spuren auf der Haut, die daran erinnern, was dort mal war.

Handelt es sich bei der Tätowierung um die Honorierung einer Person, sollte man abschätzen, ob man diese sein ganzes Leben lang auf Händen und in der eigenen Haut tragen wird bzw. will.

Das Bedürfnis, sich Motive mit persönlicher Bedeutung tätowieren zu lassen, damit man sie immer bei sich trägt, ist fast so alte wie die Menschheit. Die Tribals aus den Neunzigern sind bloß eine Adaption aus der indonesischen Kultur, die bis zu 5000 Jahre zurückgeht. Sie drückten ursprünglich aus, zu welchem Volk man gehört („Tribe“ bedeutet „Stamm“), demonstrierten eine Verbindung zu Freunden und Familie oder sollten Dämone vertreiben.

Später wurden zwar ihre Motive übernommen, die ursprüngliche Bedeutung ging aber verloren. Vielmehr verbindet jeder Tätowierte heute ein persönliches Ereignis mit seinem Schmuckstück, sei es auch nur die Erinnerung an den letzten Urlaub.

Die Seefahrer sollen übrigens den Tattootrend um 1840 von Übersee von ihren Reisen mitgebracht haben. Ihre Erinnerungen trugen sie als Anker oder Schiff auf der Haut.

Evelyn Rosar

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