03 September 2019 | Natur & Umwelt

Wahnsinn und Täuschung

Nach der Genfer Konferenz über Artenschutz (CITES: Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora), abgehalten vom 17. bis 28. August 2019, droht Umweltminister Pohamba Shifeta mit Ausstieg aus dem globalen Schutzverband. Und das zu Recht! Zu behaupten, die anderen Cites-Staaten handelten nur auf politisierter, emotionaler Grundlage, wäre Schönfärberei. In der Frage nämlich, wie Namibia und die SADC-Staaten Botswana, Sambia, Simbabwe, Angola und Südafrika die aus ihrer umhegten Nashorn- und Elefantenpopulation anfallenden Produkte wie Nasenhörner und Elfenbein verwerten bzw. nicht absetzen sollen, folgen die SADC-Gegner einem Mix aus ökologischer Gefühlsduselei, Arroganz sowie Wahn und Selbsttäuschung. Ein Höhepunkt dieses Wahns war vor einigen Jahren der auf mittelalterliche Weise abgefackelte Elfenbeinhaufen in Kenia.

Wollte die Regierung Kenias damit eurozentrische Bambistreichler beeindrucken? Andere Vorteile aus dem Feuerwerk sind nicht bekannt. Eine Abnahme an Wilderei schon gar nicht.

Auf den Punkt gebracht: Die Mehrzahl der Cites-Mitglieder verwehrt den SADC-Staaten die Nutzung ihrer Dickhäuter, obwohl sich die Elefanten-Population zum Beispiel in Botswana seit 1970 zehnfach auf 130 000 Tiere und in Namibia ab 1995 von 7500 auf 24000 vermehrt hat. Die Cites-Ignoranz führt zudem zur Blindheit vor zunehmenden Mensch-Tier-Konflikten sowie Unkenntnis der Hege- und ökologischen Erfordernisse der hochempfindlichen ariden Savannen und Wüsten, wo die Dickhäuter vorkommen. Haben sich die Artenschützer einmal in den riesigen Arealen am Chobe in Botswana oder in Teilen des Etoscha-Parks umgesehen, wo Gelände, Baumbestand und Weide zwangsläufig durch die übergroße Elefantenpopulation verwüstet sind?

In der Hege und Nutzung seines Wildbestands muss Namibia souverän, reell und im Geiste seiner Verfassung handeln.

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