31 Januar 2008 | Kommentar

Vorsicht vor Hökern

Die Regierung hat sich seit 1990 manches Konzept aufschwatzen lassen, das sie oft nur deshalb akzeptiert hat, weil sie dadurch etwas Südafrikanisches und vermeintlich Minderwertiges zu ersetzen meinte. Ein prominentes Beispiel ist das System der parasitär und zum Nachteil der Verbraucher zwischengeschalteten Elektrizitätsverteiler (REDs - Regional Electricity Distributor).
Jetzt schlägt das Kinderhilfswerk UNICEF dem Erziehungsministerium ein Konzept vor, an den Staatsschulen das System der Schulfonds abzuschaffen. Derzeit ergänzen Eltern die karge Staatszuteilung jeweils durch kontrollierte Eigenleistung, um das Niveau "ihrer" Schule nicht nur zu erhalten, sondern gezielt zu fördern. Als Ersatz für den Schulfonds schlägt UNICEF Auszahlungen aus dem ministeriellen "Education Development Fund" (EDF) vor. Damit würde nicht nur die unentbehrliche Mitverantwortung und Mitbestimmung der Eltern an den Schulen beschnitten, das Schulmanagement müsste Kräfte für die langwierige Abwicklung des Transfers der Mittel aufbringen. Natürlich sollte der EDF für bedürftige Schulen in den ärmsten Gemeinschaften angewandt werden, aber das heißt nicht, dass das bewährte System der Schulfonds an fortschrittlichen Schulen deshalb abgeschafft werden muss.

Auch Schulen müssen sich gegen blinde Planung und ausländische Schwätzer wehren.

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