17 März 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

DIE SCHWEIZ SCHLIESST KONSULAT

IN SALISBURY

Salisbury/New York - Wie hier bekannt wird, hat der schweizerische Bundesrat beschlossen, das Konsulat in Salisbury zu schließen. Der Vertreter des Konsulats, Kanzler Siegfried Brazerol, sagte, er habe noch keine offizielle Mitteilung erhalten. Der Beschluss sei für ihn überraschend, weil die Schweiz stets sehr zurückhaltend mit der Schließung konsularischer Vertretungen in anderen Ländern gewesen sei. Rhodesien sei nun allerdings „ein besonderer Fall”. Der akkreditierte Schweizer Konsul Gustav Brunner, der in der Schweiz ist, wird kurz nach Salisbury zurückkehren, um seine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen.

Infolge der Schließung des Schweizer Konsulats sind in Salisbury nur noch Südafrika, Portugal und Griechenland vertreten.



PIETER SMITH IM KRANKENHAUS

Kapstadt - Südafrikas am längsten überlebender Herztransplantationspatient, Pieter Smith, befindet sich seit dem vergangenen Dienstag zwecks Routineuntersuchungen im Groote-Schuur-Hospital. Bisher wurde jedoch kein offizielles Bulletin veröffentlicht. Dem Wortlaut verschiedener zuständiger Ärzte kann entnommen werden, dass der Zustand des Patienten keinen Anlass zur Besorgnis gebe und die Herausgabe eines Bulletins sich somit erübrige.

Wie jedoch aus später eingetroffenen Meldungen verlautet, soll Smith sich einer etwa fünfstündigen Operation zur Entfernung von Magengeschwüren unterzogen haben. Wie die Frau des Patienten, Zanetha Smith, vor Pressevertretern äußerte, habe es sich bei der Operation weder um einen Noteingriff noch um eine sogenannte offene Herzoperation gehandelt. Smith lebt nunmehr seit über 18 Monaten mit einem fremden Herzen und hat vor kurzem wieder seinen Beruf aufgenommen.



„ODYSSEY” UND „AQUARIUS”

Houston - „Odyssey” und „Aquarius” haben die drei Apollo-13-Astronauten, Jim Lovell (Missionskommandant), Thomas Mattingley und Fred Haise, ihre Raumschiffkombination getauft, mit der sie am 11. April zum Mond starten werden. „Odyssey” soll die Dienst- und Führungskapsel heißen, während die Mondlandefahre den Namen „Aquarius” erhalten hat. „Wir haben uns entschlossen, bei der Mythologie zu bleiben”, erklärten die Astronauten und zukünftigen Mondfahrer Reportern. Lovell und Haise werden sich dieses Mal auf die Mondoberfläche begeben, während Mattingley einsam den Erdtrabanten umkreisen wird.



VERHAFTUNGEN IN LESOTHO

Maseru - Nach einer Schießerei im Metsieng-Gebiet hat die Polizei zwei Personen verhaftet. Sieben Basothos schossen auf eine Polizei-Patrouille, wobei einer der später Verhafteten verletzt wurde. Neun Personen, die vor kurzem in die Ermordung eines Polizisten verwickelt waren, haben sich freiwillig der Polizei gestellt. Über das Wochenende wurden zwei Mitglieder der Kongresspartei verhaftet, die staatsfeindlicher Umtriebe bezichtigt werden. Beide waren während der letzten Wahlen Kandidaten der Kongresspartei. Der eine, Simon Fokotsane, besuchte 1964 Rotchina und war 1967 von Südafrika als unerwünschter Einwanderer bezeichnet worden. Ferner wurde der Direktor einer Schule in Mafeteng verhaftet, der ebenfalls gegen das Regime tätig war.



VERLUSTE DER REBELLEN IN MOSAMBIK

Lourenço Marques - Wie in einem militärischen Kommuniqué mitgeteilt wird, sind im letzten Monat in Nordmosambik 43 Rebellen getötet worden. Fünf portugiesische Soldaten sind gefallen. Angesichts der Meinungsverschiedenheiten innerhalb der „Befreiungsbewegung” laufen immer wieder Eingeborene zu den Portugiesen über. Im Februar haben sich 400 Anhänger der Frelimo ergeben.



SCHILLER BEI TITO

Belgrad - Bundeswirtschaftsminister Prof. Karl Schiller wurde am 5. März vom jugoslawischen Staats- und Parteichef Josip Broz Tito empfangen. Das Gespräch in der Residenz Titos im Belgrader Villenviertel Dedinje dauerte eineinviertel Stunde.

Über seine Unterredung sagte Schiller vor Journalisten, er habe bei ihm genau wie beim Regierungschef Mitja Ribicic Sympathie für die „friedlich-offensive” Ostpolitik der Bundesregierung gefunden. Er habe die Gelegenheit wahrgenommen, sie näher zu erläutern und dabei vor allem unterstrichen, dass diese Politik nicht das Ziel verfolge, mit einigen Ostländern zu verhandeln, um andere zu umgehen.



SOWJETISCHE MANÖVER IN

WEISSRUSSLAND

Moskau - Unter dem Oberbefehl des sowjetischen Verteidigungsministers Marschall Andrej Gretschko begannen am vergangenen Dienstag in Weißrussland großangelegte Manöver. Nach einem Bericht der Militärzeitung „Roter Stern” dienen die rein sowjetischen Übungen unter der Kennzeichnung „Dwina” „der Überprüfung und Vervollkommnung der kämpferischen Schulung sowie der operativen Ausbildung der Stäbe”.

Die Manöver - an denen alle Waffengattungen teilnehmen – erstrecken sich laut „Prawda” über ein gewaltiges Gebiet. Wie am Donnerstagabend bekannt wurde, sollen die Manöver erstmalig unter atomaren Gefechtsbedingungen stattgefunden haben, die dann von „der größten Panzerschlacht nach dem Zweiten Weltkrieg“ gefolgt worden seien. Die Panzermanöver fanden in der Nähe der polnischen Grenze statt.

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