12 November 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-11-12

TORRABAAI AB 1. DEZEMBER GEÖFFNET

Windhoek — Das Angler-Paradies Torrabaai öffnet am 1. Dezember 1970 wieder seine Pforten. Das Touristencamp steht Besuchern bis zum Ende der Schulferien zur Verfügung. Ein Beamter der Abteilung Naturschutz und Tourismus gibt in Torrabaai zu der üblichen Gebühr Zugangspermits aus. Die notwendigsten Lebensmittel, Trinkwasser und Benzin können an Ort und Stelle gekauft werden. Die Küstenstraße nach Torrabaai ist geschlossen. Besucher können Torrabaai nur über Welwitschia und Kamanjab erreichen.

TORE GESCHLOSSEN

Windhoek - Die Abteilung Naturschutz der Südwester Administration macht darauf aufmerksam, dass der Etoscha-Park seit dem 31. Oktober 1970 geschlossen ist. Noch täglich treffen zahlreiche Besucher vor allem auf Lindequist bei Namutoni ein und versuchen, Zugang zum Nationalpark zu erlangen. Im vergangenen Jahr war die Gegend um Namutoni bis zum 15. Dezember geöffnet. In diesem Jahr müssen die Tierliebhaber unverrichteter Dinge umkehren. Die Tore bleiben geschlossen.

DAS KREUZKAP

Windhoek — Ab 16. Dezember bis Ende Januar ist das Robbengebiet am Kreuzkap mittwochs and samstags für Besichtigungen frei. Zutrittsscheine sind an Ort und Stelle erhältlich. Das Mitnehmen von Hunden ist verboten.

HÄUTE- UND FELLE-AUKTION

Windhoek — Auf der Tenderauktion von Häuten und Fellen am 11. November in Windhoek machte sich in der Kategorie Ziegenfelle eine steigende Tendenz bemerkbar. Die Preise für Karakulfelle verzeichneten dagegen einen geringen Rückgang.

AUSSCHLUSSANTRAG ABGELEHNT

London - Ein Antrag der Sowjetunion, Südafrika vom Segeljachten-Wettrennen auszuschließen, wurde am Donnerstag auf dem Jahreskongress der Union einstimmig vom Vorstandskomitee abgelehnt. Die Ablehnung begründete der Vorsitzende des Komitees damit, dass die Union keineswegs beabsichtige, „Sport mit Politik verwechseln.”

UNABHÄNGIGKEITSTAG IN RHODESIEN

Salisbury - Premierminister Ian Smith sagte am Jahrestag der einseitigen Erklärung der Unabhängigkeit Rhodesiens vor fünf Jahren, er glaube, dass die schwarzen Afrikastaaten eines Tages Rhodesien akzeptieren würden. Er wurde darüber befragt, weil gegenwärtig eine Reihe von Afrikastaaten den Wunsch geäußert hatte, mit Südafrika ins Gespräch zu kommen. Dasselbe, meinte Smith, werde sich mit Rhodesien ereignen, Rhodesien sei auch ein Teil Afrikas, und die einzig vernünftige Lösung bestehe darin, zusammenzukommen und zu versuchen zusammen zu leben, gleichgültig, was man vom inneren Regime des andern halte. Das wichtigste in den nächsten fünf Jahren sei die Anerkennung Rhodesiens durch die Welt. Rhodesien habe Zeit, und es sei besser, so wenig wie möglich darüber zu sprechen. Am gleichen Tag stimmte das britische Oberhaus der Verlängerung der Sanktionen gegen Rhodesien mit 276 gegen 21 Stimmen zu.

BEISETZUNG DE GAULLES

Paris — Tausende von Parisern und Besuchern sammelten sich gestern am Waffenstillstandstag, der in Frankreich immer noch in Erinnerung an den 11. November 1918 gefeiert wird, in den Champs-Elysees, um der alljährlichen Zeremonie der Erneuerung des ewigen Feuers am Triumphbogen und dem Vorbeimarsch der Truppen beizuwohnen. Am selben Tag wurden die. Vorbereitungen zur Beisetzung von General de Gaulle getroffen, die heute im privaten Kreis um 16 Uhr (südafrikanische Zeit) in Colombey-les-deux-Eglises erfolgt. De Gaulle hatte schon vor 18 Jahren seinen Willen niedergelegt, dass kein Staatsbegräbnis stattfinden solle. Um Mittag wohnten jedoch etwa 80 Staatsoberhäupter und Regierungschefs, darunter Präsident Nixon and Präsident Podgorny, die aus Teilen der Welt in Paris zusammengeströmt waren, der feierliehen Trauermesse in der Kathedrale Notre Dame de Paris bei. Nach dem Wunsch de Gaulles wurden keine Reden gehalten.

Präsident Pompidou hatte de Gaulle in Colombey gestern die letzte Ehre erwiesen. Nur wenige Leute waren im Hause „La Boissiere“ zugelassen, wo de Gaulle in einem Eichensarg aufgebahrt war. Der Sarg war halb mit der französischen Flagge bedeckt. Am oberen Ende lag ein altes blaues „Kepi“ mit zwei Sternen, dem niedrigsten Generalsrang versehen, das de Gaulle getragen hatte, als er im Juni 1940 von London aus die Franzosen zum weiteren Widerstand aufrief. Obwohl die Beisetzung am Nachmittag privat sein soll, war Colombey schon heute Morgen von Besuchern überflutet. Neun Extrazüge aus Paris brachten weitere Trauergäste heran.

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