19 September 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

18. September 1969

ORNITHOLOGENBESUCH

Windhoek - Im Anschluß an den z.Z. tagenden III. Panafrikanischen Ornithologen-Kongreß in Pretoriuskop/Krüger-National-Park findet vom 21.9. bis 1.10. 1969 eine ornithologische Exkursion durch Südwestafrika statt. Die Exkursion wird auf Anregung und nach Vorschlägen der Ornithologischen Arbeitsgruppe der SWA Wissenschaftlichen Gesellschaft vom Reisebüro Kahn durchgeführt und von H. von Schwind, Swakopmund, und H. Kolberg, Windhoek, als Fachkennern unserer Vogelwelt, begleitet.

Die Studienreise der Ornithologen führt von Windhoek zum Hardapdamm, zur Naukluft, nach Walvis Bay und Swakopmund, wo die Teilnehmer an der Exkursion von der Ornithologischen Arbeitsgruppe zu einem geselligen Beisammensein eingeladen werden. Die Weiterfahrt der Exkursion führt über Etemba zum Waterberg und zurück nach Windhoek, womit dann in der Kürze der Zeit die interessantesten Punkte unseres Südwester Vogellebens im Binnenland und an der Küste unseren Gasten gezeigt werden konnten.

SYMPOSIUM ÜBER DAS DEZIMALLSYSTEM

Pretoria - Delegierte aus allen Teilen Südwestafrikas werden am 24. September in Windhoek an einem Symposium über die Dezimalisierung teilnehmen. Beamte des südafrikanischen allgemeinen Warentestbüros werden im Zahmen dieser Veranstaltung Referate Ober die Umsteigung auf das Zehnersystem halten. In den größeren Zentren der Republik sind derartige Symposien bereits durchgeführt worden. Diese sind in erster Linie auf die Unterrichtung des Handels, der Industrie, der Öffentlichen Behörden und anderer Organisationen eingestellt.

Organisationen in Südwestafrika, die Delegierte zu diesem Symposium entsenden möchten, können mit dem ortsansässigen Vertreter des Warentestbüros, Maas (Tel. 8802), in Verbindung treten.

BEKANNTER MODESCHÖPFER BESUCHT SÜDAFRIKA

Johannesburg - Der weltbekannte Modeschöpfer Marc Bohan aus dem Pariser Hause „Christian Dior“ wird November dieses Jahres zu einem Vorführbesuch in Johannesburg eintreffen. In Bohans Begleitung werden sich 14 führende Modevorführerinnen befinden, die dem südafrikanischen Publikum Wintermoden für die Saison I970 präsentieren werden. Auf dem Premierenabend am 14. November werden die Gattin des Staatspräsidenten, Frau. J. J. Fouché, sowie andere Persönlichkeiten auf dem Gebiete der Mode zugegen sein.

STREIKS ERSCHÜTTERN FRANKREICH UND ITALIEN

Paris - Obwohl ein Ende des Streiks der Lokomotivführer Frankreichs in Aussicht steht, hat sich die Streiklage nicht gebessert, sondern eher noch verschärft. Von zwölf Linien der „Metro“ (Pariser Untergrundbahn) sind zwei ganz außer Betrieb, und auf zehn weiteren wird nur unregelmäßig gefahren. Die 32 000 streikenden Lokomotivführer erreichten, dass sie täglich von 30 Minuten bis zu drei Stunden weniger arbeiten müssen. In der Nationalversammlung verurteilte Ministerpräsident Jacques Chaban-Delmas die Unruhe in der Industrie, die aus politischen Gründen provoziert werde. Die Regierung werde die Interessen der Nation gegen „jedes Abenteuer“ verteidigen. Sie sei jederzeit zu Besprechungen über legitime Forderungen bereit. Wenn gewisse Leute jedoch aus diesen Forderungen Kapital schlagen und die demokratisch gewählten Behörden bedrohen wollen, dann werde die Regierung wissen, was sie zu tun habe.

DIE SORGEN DER VEREINTEN NATIONEN

New York - Das Tagesordnungs-Komitee der UNO-Generalversammlung empfahl gestern eine Debatte der Weltorganisation über Südafrikas Apartheid-Politik. Die britisch-irische Frage wurde dagegen ausgeklammert. Südafrikas UNO-Botschafter, Matthys I. Botha, erhob in diesem Stadium keine Einwände. Er erklärte vor Pressevertretern, er werde zu einem späteren Zeitpunkt gegen die Apartheidsdebatte opponieren, da die Einmischung in innere Angelegenheiten eines Mitgliedstaates eine Verletzung der Charta der Vereinten Nationen darstelle. Politische Beobachter meinen jedoch, dass die Generalversammlung über die Einwände des südafrikanischen UNO-Botschafters hinweggehen werde.

Zu weiteren Tagesordnungspunkten der Sitzungsperiode der Generalversammlung gehört der traditionelle Antrag, Rotchina in die Vereinten Nationen aufzunehmen. Der nationalchinesische Delegierte erklärte in diesem Zusammenhang, eine Aufnahme Rotchinas Milne nur von einer Zweidrittel-Mehrheit der Generalversammlung beschlossen werden. Ferner wurde der Generalversammlung vom Tagesordnungs-Komitee empfohlen, die rhodesische Frage zu diskutieren.

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