29 Juni 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-06-29

PETITION AN DEN STAATSSEKRETÄR FÜR SWA

Swakopmund — Wie bereits angekündigt, ist der Administration eine Petition in Sachen Swakopmunder Meerwasser-Hallenschwimmbad zugegangen. Die Petition ist an den Staatssekretär von Südwestafrika gerichtet. Die Petition ist von zahlreichen Swakopmundern unterzeichnet. Weitere Listen mit Befürwortern eines Meerwasser-Schwimmbades liegen in Otjiwarongo, Karibib und Usakos aus. Diese Listen sind dem Staatssekretär für Südwestafrika ebenfalls zugegangen. Eine Abschrift der Petition ist an das Landesrats-Mitglied für Swakopmund W. A. Odendaal gerichtet. Die Befürworter des Meerwasser-Schwimmbades betonen, dass sie vor allem eine Verlängerung der Saison durch ein mit Seewasser gefülltes Hallenbad im Auge haben. Ein Süßwasser-Schwimmbad in Swakopmund würde keine Attraktion bedeuten und kaum zu einer Verlängerung der Saison beitragen, da sich in fast jedem mittleren Ort Südwestafrikas in Süßwasser-Schwimmbad befindet.

M- UND K-SEUCHE IM OWAMBOLAND

Windhoek — Im Ovamboland ist in der vergangenen Woche wieder Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. Blutabstriche sind bereits nach Pirbright in England zur Bestimmung der Virustypen geschickt worden. Zusätzliches Personal befindet sich im Ovamboland zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche und zur Verhinderung einer eventualen Verbreitung. In den nördlichen Bezirken Südwestafrikas werden keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen.

VOR DER EWG-KONFERENZ

Luxemburg — Der neue britische Minister für europäische Angelegenheiten, Anthony Barber, trifft heute, Montag, in Luxemburg ein, wo morgen die Gespräche über die Aufnahme Großbritanniens, Irlands, Dänemarks und Norwegens in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft beginnen. Die Einzelberatungen über Großbritanniens Beitritt werden am 21. Juli, die mit den übrigen Staaten am 21. und 22. Septem­ber in Brüssel folgen. Der EWG gehören bis jetzt die Bundesrepublik, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg an. Die jetzigen Verhandlungen wurden erst möglich, nachdem Frankreich seine Opposition gegen den Beitritt Großbritanniens aufgegeben hatte. Die EWG unterzeichnete heute zwei Präferenz-Handelsabkommen mit Israel und mit Spanien. Die Verhandlungen mit arabischen Staaten dauern noch an. Bis jetzt besteht nur eine Assoziierung mit dem Libanon.

KURZ BERICHTET

Belfast — In Belfast sind neue Unruhen ausgebrochen, als die 23-jährige katholische Parlamentsabgeordnete Bernadette Devlin ihre Gefängnisstrafe antreten musste. Die britische Regierung hat sofort 350 Mann Verstärkungen entsandt und will im Juli noch weitere 3 000 Mann schicken, um die 7 500 Mann zahlenden britischen Truppen zu verstärken, die verhindern sollen, dass der Kampf zwischen Katholiken und Protestanten weitergeht. Über das Wochenende sind fünf Personen getötet worden.

STRENGE VERKEHRSÜBERWACHUNG

Walvis Bay — Der allgemeine Verkehr an der Küste soll in Zukunft strenger überwacht werden. Zu diesem Zweck wurde ein koordinierender Ausschuss zur Anwendung der Verkehrsgesetzgebung unter dem Vorsitz des Walvis Bayer Bezirkskommandanten, Major J. J. Nel, gebildet. Dieses Gremium ist die direkte Folge der zunehmenden Verkehrsunfälle und Verstöße gegen die Verkehrsgesetze.

Vertreter der städtischen Verkehrspolizei Walvis Bays und Swakopmunds, der Verkehrspolizei der SWA Administration, der südafrikanischen Polizei und der Straßensicherheitsorganisation werden diesen Ausschuss bilden. Sie wollen positive Schritte zur Verhütung von Verkehrsunfällen und Ahndung von Verkehrssündern unternehmen.

Major Nel erklärte, die zuständigen Instanzen werden in Zukunft keine Gnade mit rücksichtslosen Auto- und Motorradfahrern haben, die die Verkehrsgesetze missachten. Die 30 km lange Küstenstrasse zwischen Walvis Bay und Swakopmund hat die höchste Verkehrsunfallsrate im ganzen südlichen Afrika.

ERDSTOSS IN WINDHOEK

Windhoek — Am Samstag erlebte Windhoek einen kurzen, kräftigen Erdstoß, der hauptsachlich in Windhoek-West spürbar war. Nach Angaben der Wetterwarte in Windhoek wurde der Erdstoß vom Seismographen mit 1,5 Richter-Maßeinheiten gemessen und ereignete sich genau um 18.28 Uhr. Die Dauer des Erdstoßes betrug eine Minute und 50 Sekunden. Das Erdbeben im Boland wurde mit sieben Richter-Maßeinheiten angegeben.

PERSONALAUSWEIS FÜR ALLE

Kapstadt - Ein Gesetzentwurf für die Einführung eines südafrikanischen Personalausweises, der an die Stelle der Identitätskarte treten soll, wurde in der vergangenen Woche im südafrikanischen Amtsblatt veröffentlicht. Dasselbe Amtsblatt enthält auch einen Gesetzentwurf für die Ausgabe von Personalausweisen in Südwestafrika. Dieses Dokument muss alle Angaben zu der Person sowie ein neues Passfoto enthalten. Der Personalausweis wird allen Bevölkerungsgruppen ausgereicht.

BISCHÖFLICHE SORGEN

London — Der anglikanische Bischof Trevor Huddleston, früherer Missionar in Südafrika und jetzt bei London tätig, ist Mit-Unterzeichner eines Briefes, der namens der „Freunde von Namibia“ einer kürzlich in England gegründeten Organisation, an die „Times“ gerichtet ist. Darin erklärt der anglikanische Bischof, dass die „Beendigung der südafrikanischen Besetzung Südwestafrikas“ sich schwieriger gestalten würde, wenn Englands neue konservative Regierung das Waffenembargo rückgängig mache. Welter heißt es in dem Brief, es werde oft übersehen, dass Südafrika nicht nur seinen 15 Millionen schwarzen Bewohnern die elementaren Menschenrechte versage, sondern auch das benachbarte Territorium „Namibia“ mit einer halben Million schwarzer Burger illegal besetze.

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