03 September 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-09-03

VORFÜHRUNG DER AMBULANZBRIGADE ST. JOHNS

Otjiwarongo - Die Ambulanzbrigade St. Johns gab kürzlich in Otjiwarongo einen Überblick ihrer Tätigkeit, mit dem gleichzeitig die alljährliche Inspektion verbunden war. Kommissar Laurens und verschiedene andere Vertreter der Hauptzentrale in Johannesburg führten die Inspektion durch.

Nach einer Erste-Hilfe-Vorführung, bei der auch zahlreiche Möglichkeiten der Improvisation durchgespielt wurden, demonstrierte die Brigade den Einsatz bei einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten auf dem Ausstellungsgelände.

In einer kurzen Abschlussansprache fand Bürgermeister Dr. P. D. Swart lobende Worte für die Arbeit der Ambulanzbrigade im Dienst der Gemeinschaft Otjiwarongos. Der Johanniterorden hatte der Brigade im Laufe dieses Jahres einen modern eingerichteten Krankenwagen gestiftet. Lions-Präsident Katsch übergab der Brigade ein komplettes Sauerstoffgerät als Spende des Otjiwarongoer Lions Clubs.

ZWEITER LIONS CLUB IN WINDHOEK

Windhoek – Ein zweiter Lions Club International ist in Windhoek ins Leben gerufen worden. Er firmiert unter dem Namen Lions Club „Alte Feste“ und verfügt über 15 Mitglieder. Sein erster Präsident ist Sakkie Buys mit George Sander als 1. Vizepräsidenten. Der neugegründete Lions Club trifft sich jeweils am ersten Dienstag eines Monats im Grand Hotel zum Abendessen. Im Oktober erhält der Club voraussichtlich seine offizielle Gründungsakte.

HAFENBOYKOTT SOLL FORTGESETZT WERDEN

Washington - In einem Schreiben an den Unterhausabgeordneten Benjamin Rosenthal bestätigte der amerikanische Verteidigungsminister Melvin Laird erneut, dass der auf drei Jahre angesetzte Boykott südafrikanischer Häfen durch amerikanische Kriegsschiffe nach wie vor eingehalten werde. Aus indochinesischen Gewässern zurückkehrende US-Kriegsschiffe würden auch in Zukunft ihren Treibstoff auf See an Bord nehmen, anstatt südafrikanische Häfen zu diesem Zweck anzulaufen. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Für die unmittelbare Zukunft sehe ich keinen Grund, weshalb amerikanische Kriegsschiffe südafrikanische Häfen anlaufen sollten, es sei denn, es handle sich um einen Notfall.“

In diesem Jahre habe bisher kein amerikanisches Kriegsschiff einen südafrikanischen Hafen angelaufen, wohingegen sich im Vorjahre zwei Notfälle ereignet hatten. Seinerzeit hatten je ein amerikanisches Kriegsschiff Port Elizabeth und Lüderitzbucht aufgesucht, um erkrankte Besatzungsmitglieder an Land abzusetzen.

Der Boykott war im Jahre 1967 durch die Johnson-Administration ins Leben gerufen worden, nachdem der amerikanische Flugzeugträger „Franklin Roosevelt“ im Kapstädter Hafen eingetroffen war und sein Kapitän beabsichtigt hatte, seine gemischtrassige Besatzung an Land zu lassen. Damals hatte die „Franklin Roosevelt“ nur Brennstoff an Bord genommen und war anschließend wieder ausgelaufen, ohne dass Besatzungsmitglieder das Schiff verlassen hatten.

BOMBENEXPLOSION IN ATHEN

Athen - Eine Bombenexplosion auf dem Parkterrain der amerikanischen Botschaft in Athen forderte am Mittwoch das Leben eines bisher nicht identifizierten, wahrscheinlich aus Schweden stammenden Ehepaares. Durch die Explosion wurden mehrere Autos wie auch das Botschaftsgebäude teilweise zerstört. Nach Angaben eines amerikanischen Botschaftsangestellten, soll sich die Explosion im Auto des Ehepaares ereignet haben. Die Athener Polizei hat inzwischen die Vermutung ausgesprochen, dass es sich bei den zwei ums Leben Gekommenen um Attentäter gehandelt habe, die den Sprengkörper in der amerikanischen Botschaft anbringen wollten.

Griechische Untergrundorganisationen und andere subversive Elemente in Opposition zum griechischen Regime hatten der amerikanischen Botschaft in jüngster Vergangenheit mehrmals mit Sprengstoffanschlägen gedroht, sollte die amerikanische Regierung ihre pro-griechische Politik nicht aufgeben.

TESTFLUG ABGEBROCHEN

Fairford - Der britische Prototyp des anglo-französischen Überschallverkehrsflugzeuges „Concorde“, das am Mittwoch erstmalig die Schallgrenze durchbrach, musste seinen Testflug wegen Ausfalls eines der vier Triebwerke vorzeitig abbrechen. Die Maschine landete jedoch sicher und wurde sofort von zahlreichen. Technikern und Ingenieuren umschwärmt. Wie später bekannt wurde, musste der Flug wegen Überhitzung eines der Triebwerke abgebrochen werden.

SOWJETISCHE MARINEMANÖVER

Washington - Im Laufe einer überraschend einberufenen Pressekonferenz gab US-Verteidigungsminister Melvin R. Laird bekannt, dass fünf sowjetische Marineeinheiten, darunter zwei Lenkraketenkreuzer, sich auf dem Wege zum Karibischen Meer befinden. Die Marineeinheiten kommen aus dem üblichen sowjetischen Operationsgebiet, der Barentssee, in der Nähe des Polarkreises. Damit halten die Sowjets zum dritten Mal seit dem Sommer 1969 Marinemanöver im Karibischen Meer ab. Bei früheren Manövern haben sich die sowjetischen Marineeinheiten bis auf 64 Kilometer der amerikanischen Küste genähert.

Laird erklärte weiter, dass die Vereinigten Staaten fortfahren, ihren Verpflichtungen gegenüber Israel nachzukommen. Israel erhalte auch nach dem Waffenstillstand die bereits vorbestellten Waffen aus den Vereinigten Staaten. Insbesondere wird Israel weitere Jagdbomber vom Typ Phantom erhalten.

Laird nahm weiterhin zu der Bombenexplosion im mathematischen Armeeinstitut der Universität von Wisconsin Stellung. In Zukunft werde man sich überlegen müssen, ob es ratsam sei, Forschungsstätten des Verteidigungsministeriums und der Regierung auf dem Gelände von Universitäten zu unterhalten.

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