01 Juli 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970 – 06 – 30

Teil 2

ERHÖHUNG DER FRACHTSÄTZE

London — Die Frachtsätze im Schiffsverkehr zwischen Europa und dem südlichen Afrika werden ab 1. Oktober um nahezu 121/2 Prozent erhöht werden, heißt es in einer Erklärung der Süd- und Südostafrikanischen Frachtkonferenz. Die Konferenz schließt alle Schifffahrtslinien ein, die zwischen Europa und dem südlichen Afrika verkehren. Die Erhöhung war infolge steigender Betriebskosten notwendig geworden. Sie erfasst alle Transports zwischen europäischen Hafen und den Hafen von Walvis Bay bis Beira, einschließlich Mauritius.

PULVERFASS NORDIRLAND

Belfast — Der neue britische Innenminister Reginald Maudling ist heute in Belfast eingetroffen, wo er unter starken militärischen Schutz steht. Er wird mit Premierminister James Chichester-Clark sowie mit dem Kommandanten der britischen Truppen, Sir Ian Freeland, zusammentreffen, um die kritische Lage zu besprechen, die infolge der neuen Unruhen entstanden ist. Vor allem muss entschieden werden, ob den Protestanten ihre traditionellen Umzüge gestattet werden sollen, die am 13. Juli ihren Höhepunkt erreichen werden. Den Katholiken, die ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, sind die Oster-Umzüge erlaubt worden, was unter den Protestanten Proteste hervorrief. Während der Unruhen der letzten Tage sind sechs Personen getötet und über 200 verletzt worden. Die britische Regierung hat Truppenverstärkungen entsandt; es befinden sich jetzt 11 000 Mann in Nordirland.

KABINETT BERÄT WAFFENLIEFERUNGEN

London/Den Haag – Die neue britische Regierung hat am Montag über einen eventuellen Widerruf des Waffenembargos gegen Südafrika beraten. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei der Reaktion der afro-asiatischen Nationen auf einen solchen Schritt geschenkt. Während der Kabinettssitzung wurde außerhalb Whitehalls gegen Waffenlieferungen an Südafrika demonstriert.

Der südafrikanische Außenminister Dr. Hilgard Muller, der sich zurzeit zu einem privaten Besuch in der britischen Hauptstadt befindet, wird morgen mit seinem neuen Amtskollegen Sir Alec Douglas-Home zusammentreffen. Bei dieser Gelegenheit werden das Waffenembargo sowie andere Aspekte der britisch-südafrikanischen Beziehungen zur Sprache kommen. Die kommenden Entwicklungen werden besonders in Afrika und Asien unter die Lupe genommen.

Sir Alec Douglas-Home hatte bereits während des kürzlichen Wahlkampfes angedeutet, dass eine konservative Regierung das Simonstown-Abkommen von 1955 in jeder Beziehung honorieren wolle. In der Praxis bedeutet das Waffenlieferungen an Südafrika zur Verteidigung der Seeroute um das Kap, die von großen Öltankern auf dem Wege vom Persischen Golf nach Europa befahren wird.

Das britische Waffenembargo wurde 1964 von Harold Wilsons Labour-Regierung eingeführt. Der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte seinerzeit sämtliche Mitgliedstaaten der UNO aufgefordert, alle Waffenlieferungen an die Republik einzustellen. Die konservative Regierung macht jedoch einen Unterschied zwischen Waffen für die Außenverteidigung und solchen die im Inland zur Unterdrückung der Bevölkerung verwendet werden können.

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