08 Januar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

7. Januar 1969

SCHNELLGÜTERVERKEHR

Windhoek - Die südafrikanische Eisenbahn- und Hafengesellschaft wird einen täglichen Schnellgüterdienst zwischen Johannesburg und Windhoek einrichten. Das kündigte Eisenbahnbetriebsleiter W. J. Breed am Montag in Windhoek an. Dieser Dienst soll zunächst eine Probezeit von sechs Monaten durchstehen. Das Maß der Unterstützung, die die Öffentlichkeit diesem Schnellgüterdienst entgegenbringt, soll dann entscheiden, ob er eine ständige Einrichtung wird. Die Probezeit beginnt am 3. Februar.

Eisenbahnbetriebsleiter Breed konnte ferner mitteilen, dass eine Lieferzeit von vier Tagen nach der Güterannahme, falls diese nicht an einem Sonntag oder öffentlichen Feiertag erfolgte, garantiert wird.

Die normalen Tarife gelten auch für den Schnellgüterverkehr. Da jedoch die Lieferung für bestimmte Tage garantiert wird, werden zusätzliche Auflagen für diesen Dienst erhoben. Diese entsprechen jeweils der Tarifklasse, in die die betreffenden Gitter fallen:

Tarifklasse 1 bis 5: 25 Prozent,

Tarifklasse 6 bis 10: 33 1/3 Prozent,

Tarifklasse 11 bis 14: 50 Prozent.

Alle Frachtbriefe müssen klar und deutlich den Vermerk „Schnellgüter“ enthalten, wenn die Waren für diesen Sonderdienst berücksichtigt werden sollen.

GEHEIMNISVOLLE BEWEGUNGEN IN LOCH NESS

London - Das sagenumwobene Ungeheuer von Loch Ness regt sich wieder. Zwei Wissenschaftler der Birminghamer Universität haben mit einem neuen Gerät zur Unterwasserortung vor einigen Monaten in dem 200 Meter tiefen See „gewaltige Bewegungen“ festgestellt. Sie wollen mit Schallwellen ein Objekt entdeckt haben, das mehrere Meter lang ist und sich mit einer Geschwindigkeit von 15 Knoten per Minute bewegt hat.

In der neuen Nummer der Zeitschrift „New Scientist“ schildern Prof. Gordon Tucker und Hugh Braithwaite von der Universität Birmingham die Ergebnisse ihres Experimentes. Sie „fotografierten“ durch die Zusammensetzung von zurückgeworfenen Schallwellen das geheimnisvolle Objekt in den Tiefen von Loch Ness. Die überraschende Geschwindigkeit schließt nach ihrer Ansicht die Möglichkeit aus, dass ein lebloses Objekt durch Unterwasserströmungen bewegt wird. Es sei jedoch nach der Struktur des Echos lenkbar, dass mehrere große Einzelobjekte in den Tiefen des Sees schwimmen. Die beiden Wissenschaftler warnen jedoch davor, dass aus ihrem Experiment der Schluss gezogen wird, geheimnisvolle Ungeheuer seien unter Wasser entdeckt worden. Ihre Beobachtungen seien noch viel zu lückenhaft, um eine gültige Schlussfolgerung zuzulassen.

ZWISCHEN 1985 UND 1990 FLÜGE ZUM MARS

Paris - Ein phantastisches Zukunftsbild der Weltraum-Eroberung zeichnete Wernher von Braun in einem Interview des französischen staatlichen Rundfunks „France-Inter“. Er werde zu seinen Lebzeiten sicher noch erleben, so sagte von Braun, dass auf dem Mond ständige Stationen eingerichtet werden ähnlich den Forschungsstationen in der Arktis. Außerdem werde es mehrere ständige Stationen in einer Umlaufbahn um die Erde geben.

Der deutsch-amerikanische Forscher vertrat die Ansicht, dass um die Jahre 1985 bis 1990 der Mensch auch auf dem Mars Fuß fassen werde. ,,Wir können bereits bewohnbare Raumschiffe beschreiben, die den Menschen zu anderen Planeten fahren und ihm ermöglichen, eines Tages das Sonnensystem zu verlassen. Die Kosten des Transports von Mensch und Material im Weltraum würden später auf etwa den zehnten Teil der heutigen Aufwendungen sinken.

BRIAN COLE ERFOLGREICH

Bloemfontein - Am zehnten Tag der südafrikanischen Segelflugmeisterschaften in Bloemfontein gelang es dem Südwester Brian Cole den ersten Platz beim 100-Kilometer-Dreiecksflug zu belegen. Der Tag begann ereignislos. Allmählich kam jedoch Leben in die Segelfliegerei, als manche Piloten den vorgeschriebenen Kurs ein zweites Mal zurücklegten.

Ungünstige Wetterverhältnisse erschwerten dem zuständigen Ausschuss die Aufgabe, den Kurs für den Tag festzulegen. Erst gegen elf Uhr vormittags konnte der Dreieckskurs bestimmt werden. Zu dem Zeitpunkt waren die 23 Piloten von den herrschenden Wetterverhältnissen noch nicht sehr angetan.

Das Ergebnis im Einzelnen:

Brian Cole (SWA) 1:12 Stunden,

Boet Dommisse (Pretoria) 1:14 Stunden,

Heini Heiriss (Welkom) 1:17 Stunden.

HURRIKAN

Lourenço Marques - Ein Hurrikan traf die Inseln vor der Nordküste von Mosambik. 20 Personen werden vermisst. Mehrere Fischerboote kenterten oder wurden in die See getrieben. Ein mit zwölf Personen bemannter kleiner Frachter wurde auf die See hinausgetrieben, nachdem die Ankertaue des im Hafen von Fort San Sebastian liegenden Schiffes gerissen waren. Von dem Schiff und der Besatzung fehlt jede Spur.

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