06 August 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-08-06

„MARIA VAN RIEBEECK” IM MITTELMEER

Toulon — Südafrikas erstes in Frankreich gebautes Unterseeboot „Maria van Riebeeck“ ist in dem französischen Mittelmeerhafen Toulon zur Ausbildung seiner Besatzung eingetroffen. Das Unterseeboot wird sich voraussichtlich zwei bis drei Monate in Toulon aufhalten und an gemeinsamen Manövern mit der französischen Marine teilnehmen. Der Kommandant der „Maria van Riebeeck“, J. A. C. Weidemann aus Kapstadt, hat das Unterseeboot offiziell im vergangenen Monat übernommen. Das U-Boot wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres nach Südafrika auslaufen.

WAGHALSIGER BRILLIANTENDIEBSTAHL

Durban — Alle südafrikanischen Flughafen, Hafen und Zollkontrollstellen sind alarmiert worden. Sie sollen auf der Suche nach einem wagemutigen Juwelendieb sein, der am Mittwoch drei Brillantringe mit einem Wert von nahezu 19 000 Rand aus einem Juweliergeschäft in Durban entwendet hat. Vor etwa. einer Woche erschienen zwei Herren mit deutschem Akzent, der eine Anfang 40 und der andere schätzungsweise 28 Jahre alt, in diesem Geschäft und wollten teure Brillantringe besichtigen. Es wurden ihnen drei Ringe gezeigt, die mit 8 850 Rand, 5 500 Rand und mit 4 500 Rand ausgezeichnet waren. Die beiden Herren erklärten, dass sie nach Johannesburg müssten, jedoch wegen der Ringe, die sie in Deutschland verkaufen wollten, noch einmal mit dem Geschäft in Verbindung treten würden.

HAFTBEFEHL GEGEN BOBBY MOORE?

Bogota — Das Obergericht in Bogota (Kolumbien) wird innerhalb der nächsten zehn Tage zu entscheiden haben, ob es einen Haftbefehl gegen Bobby Moore, dem Spielführer der englischen Fußball-Nationalmannschaft, wegen des Diebstahls eines goldenen Armbands mit Smaragden erlassen soll. Der Wert des Armbandes wird mit 900 Rand beziffert.

Sachverständige zweifeln daran, dass man Moore zur Rückkehr nach Kolumbien zwingen kann, selbst wenn ein Haftbefehl gegen ihn erlassen würde. Es gibt noch zwei Alternativen: abzuwarten, ob Moore sich freiwillig in Kolumbien dem Gericht stellt, oder ein Verfahren gegen ihn in seiner Abwesenheit zu führen.

SÜDAFRIKAS KANUTEN SUSPENDIERT

Kopenhagen — Die internationale Kanuten- und Kajak-Föderation hat Südafrika auf unbestimmte Zeit aus ihrem Verband suspendiert. Das beschloss die Föderation nach. Ablauf ihres zweitägigen Kongresses in Kopenhagen auf Grund des Ausschlusses Südafrikas aus dem Internationalen Olympischen Komitee. Sobald Südafrika wieder Mitglied des IOK wird, soll es automatisch. wieder in die Föderation aufgenommen werden. Ursprünglich war der Ausschluss Südafrikas aus der Föderation angeregt worden. Der Kongress entschied sich jedoch für die Suspension. Diese tritt am Montag in Kraft, um den Südafrikanern die Teilnahme an einer Regatta in Spanien im Laufe dieser Woche noch zu ermöglichen.

ZUM THEMA LUFTPIRATERIE

New York - Gegen den 27-jährigen puerto-ricanischen Luftpiraten Rudolfo Rios, der am vergangenen Wochenende für die erste Entführung eines Jumbo Jets verantwortlich zeichnete, hat die FBI-Zweigstelle in New York einen Haftbefehl erlassen. Bei einer Verhaftung droht Rios eine Gefängnisstrafe bis zu 20 Jahren, unter Umständen aber auch der Tod. Rios halt sich zurzeit in Havanna auf, wo die Boeing 747 am vergangenen Sonntag gelandet war, nachdem Rios die Besatzung zur Kursänderung auf Kuba gezwungen hatte.

Wie ein Pan-Am-Sprecher am Montag mitteilte, sei es Rios trotz einer Überwachung durch eine elektronische Anlage zum Aufspüren von Metallgegenstanden gelungen, sich an Bord des Jumbo Jets zu begeben. Experten führen das Versagen der Anlage auf einen technischen Defekt zurück.

KENNEDY-SP[ROSS VOR GERICHT

Hyannis (Massachusetts) — Der 16-jährige Sohn des ermordeten Senators Robert Kennedy, Robert Kennedy Junior, wie auch sein Neffe, der 17-jährige Sohn des ehemaligen Botschafters in Paris, Sargent Shiver Junior, werden sich im Laufe des heutigen Tages wegen illegalen Rauschgiftbesitzes vor einem Jugendgericht in Hyannis verantworten müssen. Im Besitz der beiden Angeklagten hatten Gesetzeshüter am 10. Juli während einer Rauschgiftrazzia in der Umgebung des Sommerwohnsitzes der Kennedys kleinere Mengen Marihuana (Dagga) sicherstellen können. Der Vorfall ereignete sich während einer Party im Kennedy-Haus. Neben den beiden Kennedy-Neffen wurden weitere 24 Partyteilnehmer wegen illegalen Rauschgiftbesitzes angeklagt.

INTERNATIONALE SEEPOLIZEI

Durban — Eine internationale Seepolizei soll das Gebiet vor der südafrikanischen Küste in Schnellbooten patrouillieren und die Einhaltung der internationalen Konventionen über die Fischerei, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurden, kontrollieren. Dies gab ein Sprecher der Fischereiabteilung des Wirtschaftsministeriums in Durban bekannt. Die Fischereitätigkeit ist durch die Ratifizierung einer ausreichenden Anzahl von Ländern in Kraft getreten. Die zu kontrollierenden Küstengewässer erstrecken sich von Angola über Südwest und Südafrika bis nach Mosambik. Die Patrouillenboote sollen ein Überfischen der Gewässer verhindern und auf die Einhaltung der Fischereigewässer- und Hoheitsgrenzen achten. Ferner werden die Patrouillenboote ein Auge auf die eigenen Trawler und Fischereifahrzeuge werfen, die mit Genehmigung innerhalb der Fischereigewässer fischen.

„KONKRETE EMPFEHLUNGEN“

Nairobi — Die Konferenz der Außenminister von Tansania, Sambia Kenia und Uganda in Nairobi ist mit „konkreten Empfehlungen“ abgeschlossen worden. Genaueres wurde darüber nicht mitgeteilt. Es ist jedoch anzunehmen, dass die vier Staaten entschlossen sind, aus dem Commonwealth auszutreten, falls Großbritannien Waffenlieferungen an Südafrika ausführen würde. Tansania und Uganda haben schon vor der Konferenz ihren Entschluss bekanntgegeben. Kenias „East African Standard“ warnt dagegen vor einem übereilten Entschluss, bevor nicht alle Mittel erschöpft seien, Großbritannien von den Waffenlieferungen abzubringen:

In Daressalam mussten sich der britische Hochkommissar und seine Angestellten einschließen, als etwa 600 Studenten vor dem Hochkommissariatsgebäude demonstrierten. Als der Hochkommissar nicht mit den Studenten sprechen wollte, riefen diese: „Briten, geht nach Hause“ und „tötet“, „tötet“. Polizei stand in Bereitschaft, doch ereigneten sich weiter keine Zwischenfälle.

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