24 Mai 2021 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1971-05-24

DOCH GEFAHR FÜR DEUTSCHE SCHULEN?

Kapstadt — Die Deutsche Schule Philippi-VIakte am Kap musste am 11. Dezember 1970 den Unterricht einstellen. Maßgebend hierfür war die Beendigung der bundesdeutschen Finanzhilfe. Der Schulvorstand hat soeben ein 60-seitiges Memorandum herausgegeben, dem er mehrere Anlagen beigefügt hat. Das Memorandum befasst sich mit der Schließung der Schule und weist die Beanstandungen des Bundesverwaltungsamtes - Zentralstelle für das Auslandsschulwesen - zurück. In einem Begleitbrief zu dem Memorandum heißt es: „Für uns wird nichts mehr dabei herauskommen. Wir meinten aber, dass wir nicht schweigen dürften.“ Von besonderem Interesse sind Abschriften von Schreiben des Bundesverwaltungsamtes - Zentralstelle für das Auslandsschulwesen - sowie der Deutschen Botschaft Pretoria. Das Schreiben der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen war an die Deutsche Schule Philippi-VIakte gerichtet, während das Schreiben der Botschaft an alle Vorstände der Deutschen Schulvereine in der Republik Südafrika ging.

KATASTROPHEN UND UNFÄLLE

Belgrad - 75 Passagiere - darunter 73 britische Touristen kamen gestern bei dem Absturz eines jugoslawischen Verkehrsflugzeugs des sowjetischen Typs TU-134 in der Nähe des Rijeka-Flughafens im Nordwesten Jugoslawiens ums Leben. Augenzeugenberichten zufolge soll die Maschine zu kurz eingeflogen sein, dabei kurz vor der Landebahn mit einem Erdhügel kollidiert und anschließend in Flammen aufgegangen sein. Die einzigen Überlebenden des Absturzes, der als die verheerendste Katastrophe in der Geschichte der jugoslawischen Luftfahrt bezeichnet wird, sind ein Passagier und vier Besatzungsmitglieder. Unter den Verunglückten sollen sich nach Angaben der örtlichen Nachrichtenagentur zehn britische Kleinkinder befunden haben.

SCHWERES ERDBEBEN IN DER TÜRKEI

Istanbul — Mindestens 700 Todesopfer hat bisher eine Serie verheerender Erdbeben gefordert, die seit der vergangenen Woche die östliche Türkei heimsucht und dabei erheblichen Sachschaden anrichtete. Am schwersten von den Beben betroffen wurde die osttürkische Provinz Bingol, wo die Katastrophe bisher das Leben von rund 700 Menschen gefordert hat. Durch mehrere schwere Erdstöße, die am Sonntag die Provinzhauptstadt von Bingol heimsuchten, wurden etwa 90 Prozent der Wohnungen in Trümmer gelegt. Die Provinzhauptstadt Bingol hat eine 17 000kopfige Bevölkerung. Allein 700 weitere Personen sind mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

BESCHRÄNKUNGEN STRATEGISCHER WAFFEN

Washington/Moskau - In einer gleichzeitig in Washington und. Moskau im Rundfunk und Fernsehen verlesenen Botschaft teilten Präsident Nixon und Präsident Podgorny mit, dass die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion Verhandlungen über die Beschränkung der antiballistischen Abwehrraketen aufnehmen wollen. Die beiden Regierungen sind auch übereingekommen, gewisse Maßnahmen zu treffen, um die Herstellung offensiver, strategischer Waffen zu begrenzen. Dies sollte die Grundlage für eine Begrenzung aller strategischen Waffen bilden. Mit dieser Ankündigung scheint der tote Punkt in den SALT (Strategic Arms Limitation Talks)-Gesprächen überwunden zu sein.

KEIN TRUPPENABZUG AUS EUROPA

Washington - Der Senat hat den Antrag des demokratischen Senatsfahrers Mike Mansfield, die Zahl der amerikanischen Truppen in Europa um die Hälfte herabzusetzen, mit 61 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Ein etwas abgeschwächter Antrag wurde mit 7 gegen 24 Stimmen abgelehnt. Dadurch kann Präsident Nixon sein Versprechen einhalten, dass er die 300 000 Mann starken amerikanischen Streitkräfte in Europa, die dort auf Grund des NATO-Abkommens stehen, nicht reduzieren werde, Mansfield fand Unterstützung bei Senatoren, die zwar nicht für den Truppenabzug sind, sondern eine größere Kostenbeteiligung anderer NATO-Staaten und der Bundesrepublik befürworten. Mit 58 gegen 7 Stimmen hat der Senat gleichzeitig den Bau von zivilen Überschallflugzeugen abgelehnt.

GRENZZWISCHENFALL

Lusaka - Wie hier bekannt wird, sollen etwa 90 Mann, die angeblich aus Angola kamen, die halbmilitärische Polizeistation Kanongesha im Grenzgebiet von Sambia, Angola und Kongo angegriffen haben. Ein sambischer Polizist wurde getötet. Die Angreifer, von denen vier getötet wurden, schossen auch auf einen Autobus, wobei vier Passagiere getötet und elf schwer verletzt wurden. Kaunda bezeichnete die Angreifer als „Terroristen“, doch konnte er keine weiteren Angaben machen.

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