19 Juni 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-06-19

STAATSKRANKENHAUS IM CAPRIVI-ZIPFEL

Katima Mulilo – Die Entwicklung des Caprivi-Zipfels schreite im Gegensatz zu anderen Teilen Afrikas, in denen Unruhe herrsche, systematisch im Interesse seiner Bevölkerung fort. Die Bewohner dieses Landstriches können in Ruhe and Frieden leben, erklärte der Minister für Bantu-Verwaltung und Entwicklung, M: C. Botha, am Donnerstag in Katima Mulilo anlässlich der offiziellen Eröffnung eines neuen Staatskrankenhauses für den Caprivi-Zipfel. Die Baukosten dieses Hospitals betrugen nahezu 1,25 Mio. Rand.

Der Minister betonte, dass man selbstverständlich Sicherheitsvorkehrungen treffen müsste. Es wäre dumm, dies nicht zu tun. Er dankte denen, die die Grenzen des Landes bewachen. Botha erinnerte an seinen Besuch vor zwei Jahren in Katima Mulilo. Seinerzeit habe er einen Überblick über das Entwicklungsprogramm für den Caprivi-Zipfel gegeben. Damals habe er die Mitteilung machen können, dass sich das Krankenhaus in einem fortgeschrittenen Planungsstadium befinde. „Heute können Sie das Krankenhaus vor sich sehen. Da der Minister für das Gesundheitswesen persönlich anwesend ist, möchte ich nicht mehr sagen. Das Krankenhaus hat einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht“, fügte Botha hinzu.

EIN DICHTER SCHLOSS DIE AUGEN

Johannesburg -Einer der größten südafrikanischen Dichter und Denker, N. P. van Wyk Louw, ist in der Nacht zum Donnerstag in seiner Wohnung in Johannesburg gestorben. Professor Dr. van Wyk Louw wurde am 11. Juni 1906 in Sutherland in der Kapprovinz geboren. An der Universität Kapstadt erwarb er den Magistergrad und wurde dort zunächst Dozent. Im Jahre1948 verlieh die holländische Universität Utrecht van Wyk Louw den Doktorhut für seinen Beitrag zur südafrikanischen Literatur. Fünf Jahre zuvor hatte die südafrikanische Akademie für Literatur und Kunst van Wyk Louw mit dem Hertzog-Preis ausgezeichnet. Seit 1948 war er Professor für Afrikaans und Holländisch an der Universität Witwatersrand.

In einer Würdigung des verstorbenen N.P. van Wyk Louw sagte der ebenfalls bekannte südafrikanische Dichter und Schriftsteller Uys Krige, die modern afrikaanse Literatur wäre ohne van Wyk Louw undenkbar. Er habe den Kurs der afrikaansen Dichtung geändert und in die Weltliteratur hineingetragen.

DER MACHTKAMPF IN JORDANIEN

Kairo/Jerusalem — Der Machtkampf in Jordanien ist in ägyptischer Sicht für ein Ausdruck eines sehr Kampfes um die Macht im Königreich der Haschemiten. In Kairo glaubt niemand daran, dass die palästinischen Organisationen König Hussein absetzen und selber die Führung Jordaniens übernehmen wolle. Arabische Diplomaten meinen, dass sich die Palästinenser mit einem Sturz Husseins selbst der „revolutionären Freiheit“ berauben und, sich mit der Verantwortung für ein sehr schwaches Staatsgebilde belasten würden. Auch die Differenzen zwischen den Guerillas und großen Teilen der jordanischen Bevölkerung wurden dadurch eher verschärft werden. Außerdem, so heißt es, würde eine „offizielle“ Übernahme Jordaniens (durch die Guerillas den Palästinensern einen eigenen Staat werden gebe —wodurch ihre Ansprache auf Israel geschwächt würden.

NIXON WÜNSCHT ABSCHAFFUNG DER WEHRPFLICHT

Washington - Die Wehrpflicht abzuschaffen und stattdessen ein Freiwilligenheer zu unterhalten, empfahl Präsident Nixon dem US-Kongress in einer Sonderbotschaft. Die Zahl der jährlich zu den Streitkräften einberufenen Wehrdienstpflichtigen soll nach den Plänen Nixons noch von der angestrebten Abschaffung der Wehrpflicht durch ein neues Programm stark reduziert werden, das jungen Leuten beiderlei Geschlechts stärkere Anreize bietet, sich freiwillig als Berufssoldat bzw. Hilfskraft zu den Streitkräften zu meiden.

„Mit der Abschaffung der Wehrpflicht werden wir der Welt unsere bleibende Verpflichtung gegenüber dem Ideal der größtmöglichen, Freiheit für den einzelnen demonstrieren sowie die Überlegenheit einer Gesellschaft, die auf dem Glauben an die Würde des Menschen beruht, aber eine Gesellschaft, die sich auf das Supremat des Staates gründet.“ Die allgemeine Wehrpflicht besteht in den Vereinigten Staaten seit 1940. Sie erlischt nach der derzeitig gütigen gesetzlichen Regelung am 1. Juli 1971.

KOMMUNISTISCHER VORMARSCH IN KAMBODSCHA?

Phnom Penh — Die die kambodschanische 'Hauptstadt und Saigon verbindende und strategisch wichtige „Route Eins“ ist nach Mitteilung ausländischer Pressekorrespondenten am Donnerstag von Vietkong-Guerillas vermint und zum Teil gesprengt worden. Die Landstraße, die als. eine der Hauptverbindungsrouten Phnom Penhs mit der Außenwelt gilt, ist für Versorgungsfahrzeuge somit unpassierbar geworden; Durch den Abbruch dieser Verbindung ist die kambodschanische Hauptstadt gleichzeitig von Kompong Som, dem ehemaligen Sihanoukville und wichtigsten Ölhafen Kambodschas abgeschnitten. Nahrungsmittelpreise

Sind aufgrund der neuesten Ereignisse um nahezu 50 Prozent angestiegen. Auch hat such unter den Einwohnern Phnom Penhs eine gesteigerte Nervosität bemerkbar gemacht, zumal politische Beobachter verschiedentlich. die Meinung geäußert haben, dass die kambodschanische Hauptstadt demnächst direkt von den Kommunisten angegriffen werden solle.

MOSKAU WARTET AUF ANTWORT

Moskau — Die parlamentarischen Auseinandersetzungen in Bonn um das Gewaltverzichtsabkommen mit der Sowjetunion sind in der sowjetischen Presse der letzten Tage nur indirekt kommentiert worden. Aus der Berichterstattung über die außerparlamentarischen Proteste und über den angeblich von der CDUJCSU „angeheizten“ Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik klang die unausgesprochene Frage durch, ob die Regierung Brandt in der Lege sein werde, ihre außenpolitischen Pläne auch nur annähernd zu verwirklichen. Dazu gehört aus sowjetischer Sicht vorrangig das Gewaltverzichtsabkommen.

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