22 September 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-09-22

SCHULEN UND SCHÜLERZAHLEN

Windhoek — Die Höhere Privatschule Windhoek (HPS) kritisiert in ihrer jüngsten Schülerzeitung, die rechtzeitig zum HPS-Basar am 23. September herausgekommen ist, dass die neue deutschsprachige Regierungsschule den Namen „Deutsche Schule Windhoek“ trägt. Dieser Name habe nach Mitteilung der HPS-Broschüre bereits zu vielen Irrtümern und Missverständnissen geführt, weil in der Öffentlichkeit bisher die HPS als die „Deutsche Schule“ angesehen wurde. Der Name „Deutsche Schule Windhoek“ habe postalische, verwaltungstechnische und andere Verwechslungen ausgelöst. In der Schulzeitung heißt es: „Es wäre aus rein technischen Gründen wünschenswert, wenn die „Deutsche Schule Windhoek“ — wie ursprünglich geplant — einen besonderen Eigennamen führen würde.“

Seitens der Erziehungsabteilung der Administration wurde in diesem Zusammenhang erklärt, es sei Sache des Schulkomitees, der betreffenden Schule Namensvorschläge zu machen, zu erörtern, zu beschließen und der Administration zur Genehmigung vorzulegen. Das Schulkomitee habe sich für „Deutsche Schule Windhoek“ entschlossen. Änderungsvorschläge liegen nicht vor. Von Seiten des Schulkomitees der „Deutschen Schule Windhoek“ wurde erklärt, dass eine Namensänderung nicht beabsichtigt sei. Die beiden offiziellen Namen „Deutsche Schule Windhoek“ und „Höhere Privatschule Windhoek“ geben keinen Anlass zu Verwechslungen. Die technischen Irrtümer und Missverständnisse hinsichtlich inoffizieller Bezeichnungen, wie sie in der HPS-Zeitschrift genannt werden, können sich auch ergeben, wenn die „Deutsche Schule Windhoek“ einen anderen Namen führt. Bei der Debatte über die Namensgebung wurden zahlreiche Vorschläge erwogen. Man hat sich jedoch für die Bezeichnung „Deutsche Schule Windhoek“ entschieden.

12 JAHRE ZUCHTHAUS FÜR COHEN

Kapstadt — Der Kapstädter Millionär und Immobilienmakler, Ronald Vivian Cohen (41), ist am Montag vor dem Obergericht in Kapstadt zu zwölf Jahren Zuchthaus wegen des Mordes an seiner 25-jährigen Frau Susan am 5. April dieses Jahres verurteilt worden. Ein Antrag auf Urteilsrevision wurde vom Gericht abgelehnt.

In der Begründung des Strafmaßes sagte Gerichtspräsident A. B. Beyers, er habe large über diesen Fall nachgedacht und habe nicht die Absieht, die Todesstrafe zu verhängen. Er habe in verschiedenen Fällen die Todesstrafe auferlegt, wenn das Gesetz es in der Vergangenheit erfordert habe. In diesem besonderen Falle sei die Todesstrafe jedoch nicht angemessen. Nach seiner Auffassung habe Cohen dem Gericht keinen genauen Bericht über den Vorfall an dem besagten Abend gegeben, an dem seine Frau erschlagen wurde. Aber die Tat spreche für sich. „Das Unmenschliche dieser Tat sagt mir als menschlichem Wesen, dass etwas vorgefallen rein muss, was diesen unglückseligen Mann völlig gebrochen hat“, sagte der Gerichtspräsident.

BEIDERSEITIGER AUFRUF ZUR WAFFENRUHE IN AMMAN

Amman - Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten diplomatischen Quellen verlautet, beabsichtige die jordanische Militärregierung, den Weltsicherheitsrat zur Beilegung des Konfliktes in Jordanien anzurufen. Eine jordanische Delegation soll am Montag beim UN-Generalsekretär U. Thant vorgesprochen haben. Über das Ergebnis der Unterredung liegen zurzeit jedoch keine näheren Einzelheiten vor.

Dagegen ist die in vielen politischen und militärischen Kreisen in Jordanien seit langem von König Hussein erwartete „Schlussabrechnung mit den Guerillas“ am Montagabend wiederum auf unbestimmte Zeit aufgeschoben worden, nachdem der Monarch seine Truppen offiziell zur Einstellung des Feuers aufgefordert hatte. Einen ähnlichen Erlass hat auch der Guerilla-Führer Yasser Arafat an seine Freischärler ergehen lassen. Das halboffizielle Abkommen gilt jedoch nur für den Raum der jordanischen Hauptstadt. Aufgrund der spärlichen Nachrichten ist es unbekannt, ob in Amman inzwischen Waffenruhe eingetreten ist: Ob die jordanische Armee ihre Säuberungsaktionen im Norden Jordaniens fortsetzen wird, ist ebenfalls unbekannt.

AUSSAGEN EINES AFRIKANISCHEN GEHEIMAGENTEN

Pretoria — Ein afrikanischer Geheimagent und ehemals in Russland ausgebildeter Terrorist berichtete am Montag vor dem Obergericht in Pretoria über seine Flucht aus Sambia, nachdem er ein Geständnis abgelegt hatte, dass er ein südafrikanischer Spion sei. Mit Kugelwunden in seinem Körper sei er fünf Tage lang ohne Nahrungsmittel im Busch umhergeirrt, ehe er eine Hütte fand und nach Livingstone ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Geheimagent machte Aussagen in dem Terroristenprozess gegen Benjamin Sello Ramotse. Der Richter hatte die Geheimhaltung der Identität des Zeugen angeordnet.

MONDPROBEN AN BORD DER SOWJETSONDE LUNA 16

Moskau - Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt ist es einer Nation gelungen, Gesteinsproben eines außerirdischen Weltkörpers mit Hilfe einer Raumsonde zur Erde zu schaffen. Die am vergangenen Sonntag weich auf der Oberfläche des Mondes gelandete sowjetische Mondsonde Luna 16 befindet sich seit Montagmorgen auf dem Rückweg zur Erde. Wie einer Meldung der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS entnommen werden kann, befinden sich einige aus der Oberfläche des Erdtrabanten herausgebohrte Gesteinsproben an Bord der zurückkehrenden Sonde.

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