06 Januar 2021 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1971-01-06

NEUES BANKGEBÄUDE

Windhoek — Ein großes und modernes neues Bankgebäude wird in absehbarer Zeit an der Ostseite der Kaiserstrasse entstehen. Das bestätigte der Geschäftsführer der Volkskas in Windhoek, J. Beukes, heute Vormittag gegenüber der AZ. Das Gebäude, in dem die Volkskas sich zurzeit befindet, wird demnächst abgerissen werden.

Während der Bauarbeiten an dem neuen Gebäude wird die Volkskas in das einstmalige Acme Kino umziehen. Das Kino hat bekanntlich seine Pforten nach einer 20-jährigen Existenz am vergangenen Wochenende geschlossen.

Beukes sagte, der Kinosaal werde jetzt vorübergehend in eine Bankhalle umgebaut. Er konnte noch nicht angeben, wann die Bank in das Acme Kino umziehen wird.

NIXON ERHÖHT VERTEIDIGUNGSAUSGABEN

Washington — Um die Kernwaffenstrategie zu stärken und die Arbeitslosigkeit in der Raumkörperindustrie zu bekämpfen, hat das Weiße Haus empfohlen, in den Verteidigungsausgaben im nächsten Finanzjahr vier Milliarden Dollars mehr vorzusehen. Es sollen neue Bomber und Kernraketen entwickelt werden. Das Verteidigungsbudget sieht 75,5 Milliarden Dollars Gesamtausgabe vor.

„HINRICHTUNG STATT MORD“

Montreal — Gegen vier kürzlich in Montreal verhaftete Verdächtige, unter ihnen- ein ehemaliger Hochschullehrer, hat ein Gericht am Dienstag Anklage wegen Mord oder Beihilfe zur Ermordung des im Oktober des vergangenen Jahres entführten Arbeitsministers von Quebec, Pierre Laporte, erhoben, den kanadische Polizisten später erwürgt in einem Auto aufgefunden hatten. Im Laufe der am gestrigen Dienstag erfolgten Verlesung der Anklageschrift kam es zu mehrmaligen Unterbrechungen, als einer der Angeklagten, der 27 Jahre alte Taxifahrer Paul Rose, die Gerichtsbarkeit des Obersten Gerichtshofes in Montreal anzweifelte und dabei die banale Forderung stellte, dass das Wort Mord in der Anklageschrift durch „Exekution“ ersetzt werden müsste. Zwei Polizisten trugen den sich verzweifelt wehrenden Taxifahrer anschließend aus dem Gerichtssaal.

„ERSATZTEILE FÜR DEN MENSCHEN“

Moskau — In einem wissenschaftlich-medizinischen Artikel mit der Überschrift „Ersatzteile für den Menschen“ sprachen sich am Dienstag erstmalig zwei bekannte russische Chirurgen für eine internationale Kooperation auf dem Gebiete der Nierentransplantation aus. Die beiden Ärzte betonten in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit eines internationalen Austausches von Nierenspendern, der maßgeblich dazu beitragen könnte, die Erfolgsquote der Nierentransplantationen erheblich heraufzuschrauben.

SENEGAL BEKLAGT SICH ÜBER GUINEA

New York — Der senegalesische Botschafter Ibrahim Boy beklagte sich von neuem beim Sicherheitsrat über die Anschuldigungen Guineas, Senegal gestatte portugiesischen Truppen, auf seinem Boden einen Angriff gegen Guinea vorzubereiten. Missverständnisse dieser Art trügen nur dazu bei, den Interessen der Feinde Afrikas zu dienen. Übrigens habe sich Präsident Sekou Touré persönlich bei Präsident Senghor dafür bedankt, weil Senegal Guinea während des Angriffs von 22. November auf Conakry unterstützt habe. Senghor werde nicht versäumen, während der nächsten Konferenz der Senegal-Anrainerstaaten mit Sekou Touré über die Angelegenheit zu sprechen, um die Differenzen zu bereinigen.

GIEREK IN MOSKAU

Moskau — Der neue kommunistische Parteiführer Polens, Eduard Gierek, ist zu seinem ersten offiziellen Besuch seit seinem Amtsantritt am Dienstag in Moskau eingetroffen. Nach den Arbeiterunruhen in Polen löste Gierek den bisherigen Parteichef Gomulka ab. Während seines Moskauer Aufenthaltes wird er mit dem Parteisekretär Leonid Breschnew und anderen führende Funktionären über die gegenwärtige Lage in Polen Gespräche führen. In einer Meldung der Nachrichtenagentur PASS wurden keine Gründe für den Besuch Giereks im Kreml angegeben. Gierek wird von dem neuen polnischen Premier Piotr Jaroszewicz begleitet.

Der Besuch Giereks dauerte nur einen Tag. Unmittelbar nach seinen Verhandlungen in Moskau kehrte er nach Warschau zurück, um dort eine Sitzung des Zentralkomitees der Partei vorzubereiten.

WICHTIGES IN KÜRZE

Kuala Lumpur — Verschiedene, nunmehr schon eine Woche anhaltende Monsunstürme haben in Malaysia über die vergangenen Tage das Leben von mindestens 30 Menschen gefordert, während zurzeit mindestens 100 000 Einwohner obdachlos sind. Der Westen Malaysias ist nach verheerenden Überschwemmungen zum Katastrophengebiet erklärt worden.

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