02 Dezember 2015 |

Vor 50 Jahren

1. Dezember 1965 Neue Naturschutzgesetze in Vorbereitung Windhoek (AZ). Neue Wild- und Naturschutzgesetze für Südwestafrika befinden sich in der Vorbereitung. Die Grundlagen dazu bildet der umfangreiche Bericht der Wild- und Naturschutzkommission unter Vorsitz von Advokat S. Frank, MdV. Die Kommission hatte längere Reisen durch Südwest unternommen sowie zahlreiches Material gesammelt. Dieser Bericht ist inzwischen der Exekutive vorgelegt worden, die ihn grundsätzlich akzeptiert hat und beschloß, einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorbereiten zu lassen. Dieser muß anschließend vom Landesrat verabschiedet werden. Die wichtigsten Empfehlungen der Natur- und Wildschutzkommission sind: Die Farmer müssen die volle Weidekontrolle über ihren Landbesitz haben, um wirtschaftlich farmen zu können. Aus diesem Grunde sollte ihnen das Eigentumsrecht für Kudus, Springböcke und Gemsböcke, aber auch für anderes jagdbares Wild, wie Elands, Hartebeest, Duiker und Wildschweine zugesprochen werden, wenn die Farm eingezäunt ist. In manchen Fällen stellt das Wild eine wirtschaftliche Last dar. Deshalb sollte den Farmern die Möglichkeit gegeben werden, finanzielle Vorteile daraus ziehen zu können. Das Wild grast die Weide ab, trinkt an den vorhandenen Wasserstellen, macht Gebrauch von den Viehlecken und beschädigt die Einzäunung. Da das Wild ein Wertobjekt darstellt, soll sein besserer Schutz ganz von selbst erfolgen. Aus diesem Grunde sollten die Gebühren für Jagdscheine beträchtlich erhöht werden und den Farmern zufließen, auf deren Farm das Wild abgeschossen wird. Den Farmern soll ferner erlaubt werden, Wildfleisch und Biltong mit Erlaubnis zu verkaufen und ihre Jagdrechte zu verpachten. Weil Wild einen Wert repräsentiert, soll wesentlich strenger gegen Wilddiebstahl vorgegangen werden. Farmbesitzer haben fast ohne Ausnahme gefordert, daß Wilddiebstahl genauso streng wie Viehdiebstahl bestraft werden müsse. Um einer Ausrottung des Wildes vorzubeugen, soll das gegenwärtige System der Wildfleischschenkungen (ausgenommen gebratenes oder gekochtes Fleisch und Biltong) außerhalb der Jagdzeit verboten werden. 2. Dezember Pressekonferenz der Vietkong Washington (SAPA/AP). Am Mittwoch gaben die Führer der Vietkong eine Pressekonferenz in einem von ihnen kontrollierten Gebiet in Südvietnam. Zahlreichen Journalisten aus dem Ausland wurde dabei erzählt, da die USA - entgegen offiziellen Zahlen, die das Weiß Haus bekanntgab - in den vergangenen neun Monaten 8 081 Soldaten in Vietnam verloren haben. Alleine im November sollen 3 035 Amerikaner „außer Gefecht gesetzt worden sein“. Die Pressekonferenz der Guerillas wurde von Radio Hanoi ausgestrahlt. Ein Sprecher der „Befreiungsarmee für Südvietnam“ behauptete, daß es den Vietkong gelungen seiin den beiden letzten Monaten insgesamt 19 feindliche Bataillone zu vernichten. Eingeschlossen in dieser Zahl wären vier amerikanische Infanterie- und vier motorisierte Bataillone. Fast zur gleichen Zeit mußte sich in einer Frage- und Antwortstunde des Weißen Hauses in Washington auch U.S. Außenminister Dean Rusk mit der Vietnam-Krise befassen. Rusk erklärte, daß es die USA als nutzlos ansehen, ihre Bombardements auf Ziele in Nordvietnam einzustellen, da eine solche Entscheidung ohne ein positives Echo von Seiten der Vietkong hingenommen würde. Amerika würde Kritikern seiner Vietnampolitik keineswegs zustimmen, die das Einstellen der Angriffe auf Nordvietnam als einen entscheidenden Schritt zum Frieden ansehen. 2. Dezember Sendungen aus dem Busch Francistown (SAPA). Die BBC errichtet zur Zeit einen Sender im Busch bei Francistown in Betschuanaland, um Nachrichten und Kommentare nach Rhodesien senden zu können. Am Wochenende ist offiziell bestätigt worden, daß ein Flugzeug vom Typ „Argosy“ mit Teilen des Senders in Francistown aus Britannien eingetroffen sei. Techniker, die mit dem Aufbau des Senders beauftragt sind, befinden sich ebenfalls schon in Francistown. Sie sollen sofort mit der Arbeit beginnen. Der Sender wird etwa zehn Meilen von der rhodesischen Grenze aufgestellt und ist etwa 100 Meilen von Bulawayo entfernt. Es steht noch nicht fest, wann mit den Sendungen begonnen werden soll und in welchen Sprachen diese Übertragungen gesendet werden. Es wird angenommen, daß sowohl die Weißen als auch die Schwarzen erreicht werden sollen. Die Rundfunkgesellschaft Sambias hat inzwischen die Botschaft eines Funktionärs der verbotenen Zimbabwe African Peoples' Union an die Eingeborenen Rhodesiens gesendet, in der sie zum Streik aufgerufen wurden. Die Sendung der Botschaft war in Shona. 2. Dezember 1965 Sexualverbrechen bei Rehoboth Windhoek (AZ). Auf Farm Karagab im Rehobothdistrikt vergewaltigte ein Bantu am Montag ein fünfjähriges farbiges Mädchen. Der Sexualverbrecher wurde von der Polizei verhaftet. 2. Dezember 1965 Flugzeug ausgebrannt Windhoek (AZ). Das in Windhoek stationierte Flugzeug vom TypTripacer mit dem Kennzeichen ZS CEF ist in Südangola, nördlich der Gegend in der der Okavango in Südwester Gebiet einfließt, ausgebrannt. Der Flugzeugführer hatte Windhoek am vergangenen Samstag verlassen und hatte bei den Flugsicherheitsbehörden angegeben, er wolle in die Etoschapfanne fliegen und im Laufe der Woche zurückkehren. Das Flugzeug hatte kein Radio an Bord. Über Tsumeb ist der Flugzeugführer nach Südangola geflogen und außerhalb von Flugplätzen gelandet. Bei dem letzten Startversuch am Sonntagmittag ist das Fahrwerk des Flugzeuges beschädigt worden. Flugzeugführer und die zwei mußten in einem Negerkral verbleiben, während ein Eingeborener meilenweit laufen mußte, um die nächste Amtsstelle zu benachrichtigen. Während der Nacht zum Montag brannte das Flugzeug aus bisher nicht geklärter Ursache aus. Flugzeugführer und Passagiere wurden mit einem Flugzeug abgeholt und wieder nach Windhoek gebracht. Vor dem Flug nach Angola unterblieb die vorgeschriebene Zollabfertigung und die Vorlage eines Flugplanes. Die Insassen hatten sich jedoch kurz vor Antritt des „Fluges in die Etoschapfanne“ Visa für Angola beschafft.

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