10 Juni 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

ADMINISTRATOR BESUCHTE ALTERSHEIM

Windhoek — Administrator J. G. H. van der Wath stattete dem Potgieter-Altersheim in der Landeshauptstadt am Dienstag einen Besuch ab. Gemeinsam mit den Bewohnern des Altersheimes verbrachte er eine Teestunde. In einer kurzen Ansprache sagte er, es sei auch die Pflicht des Staates, für das Wohlergehen seiner betagten Menschen zu sorgen. Administrator van der Wath und seine Ehefrau besuchten auch die bettlägerigen Insassen des Altershelms.

ZUCHTHAUS FÜR ILLEGALEN DIAMANTENBESITZ

Windhoek — Gerichtspräsident F. H. Badenhorst verurteilte am Dienstag einen 33jahrigen Ovambo-Bergbauarbeiter der Consolidated Diamond Mines in Oranjemund zu insgesamt sechs Jahren Zuchthaus. Die Polizei hatte bei dem Angeklagten Diamanten im Werte von über 350 000 Rand sichergestellt. Drei Jahre der Zuchthausstrafe wurden auf Bewahrung ausgestellt.

In dieser und der nächsten Woche werden sich weitere sieben Owambos in Einzelverhören vor dem Windhoeker Obergericht ebenfalls wegen des illegalen Besitzes von Diamanten zu verantworten haben. Die acht Owambos hatten zusammen Diamanten mit einem Wert von über 600 000 Rand entwendet.

NEUN BESATZUNGSMITGLIEDER WERDEN VERMISST

London — Neun Besatzungsmitglieder des panamaischen Tankers „Thorland“ (31 275 BRT), an dessen Bord sich am Dienstagmorgen eine Explosion ereignete, werden seit dem Vorfall vermisst. Unter ihnen sollen sich neben einem südafrikanischen Seeoffizier auch andere südafrikanische Seeleute befinden. Zum Zeitpunkt der Explosion befand sich die „Thorland“ nur wenige Kilometer von der tansanischen Küste entfernt. Weitere 52 Besatzungsmitglieder konnten sich kurz vor der Explosion an Bord des in der Nahe befindlichen schwedischen Frachters „Bjornvragne“ retten.

INTERNATIONALE HILFSAKTION

Lima — Wie das geophysikalische Institut in Lima mitteilt, wird das Katastrophengebiet im zentral-nördlichen Peru nach wie vor von Beben kleineren Ausmaßes heimgesucht. Täglich registrierte man bis zu 25 Schockwellen dieser Art, durch die bisher keine nennenswerten Schäden angerichtet worden seien, die jedoch oftmals zu Panikausbrüchen unter den in diesen Gebieten lebenden Obdachlosen führen.

Seit gestern lauft die internationale Hilfsaktion auf vollen Touren. Wie ein Sprecher der amerikanischen Botschaft mitteilt, wird der Hubschrauberträger „Guam“, dessen Hub-schrauber eine Schlüsselrolle bei den Hilfsoperationen spielen werden, am Donnerstag in der Hafenstadt Chimbote eintreffen. In dem zu etwa 90 Prozent zerstörten Chimbote sind Militäreinheiten zurzeit mit dem Aufbau von etwa 500 Fertighäusern beschäftigt.

ERFOLGLOSER ATTENTAT AUF KÖNIG HUSSEIN

Amman – Auf König Hussein von Jordanien wurde am Dienstag ein Attentatsversuch unternommen, wobei der König nicht verletzt wurde. Die Tat erfolgte in Sweileh, 20 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Der König hatte sich mit einer Autokolonne dorthin begeben, wobei von unbekannter Seite das Feuer eröffnet wurde. Man weiß noch nicht, wer die Angreifer sind und ob jemand getötet oder verwundet wurde. Die Meldung, dass der Oberkommandierende, Generalmajor Nasser Ben Jamil, ein Onkel des Monarchen, getötet worden sei, wird dementiert. Seit Hussein 1953 den Thron bestieg, wurden schon verschiedene erfolglose Attentate auf sein Leben unternommen. Da er immer unverletzt blieb, erhielt er den Namen „Baraka“, das heißt „Gutglück“. Das letzte Mal war er in Gefahr, als israelische Raketen während des Sechstagekrieges auf seinen Palast gefeuert wurden.

„RA 2“ VIELLEICHT FRÜHER AM ZIEL

Hamburg — Die Fahrt des Papyrus-Bootes „Ra 2“, das den norwegischen Forscher Thor Heyerdahl und seine sieben Mann starke internationale Besatzung von West-afrika nach Westindien bringen soll, berechtigt zu kühnen Hoffnungen. Statt in siebzig Tagen, wie Heyerdahl vor dem Start von dem marokkanischen Hafen Safi zu den Westindischen Barbados-Inseln vorsichtig kalkulierte, kann die „Ra 2“ es schon in fünfzig Tagen schaffen. Zurzeit läuft sie durchschnittlich 3,4 Knoten oder 6,1 Kilometer in der Stunde, also rund 150 Kilometer am Tag. Eine verblüffende Leistung.

ZEITUNGSSTREIK

London — Mitten im Wahlkampf haben die britischen Zeitungen ihr Erscheinen eingestellt. Am Mittwoch kamen nur der kommunistische „Morning Star“ und die schottische Ausgabe einer Londoner Zeitung heraus. Es war Premierminister Wilson nicht gelungen, sich mit den Gewerkschaften des Druckereigewerbes zu einigen. Nach einer 13-stündigen Sitzung wurden die Verhandlungen abgebrochen und auf Donnerstag vertagt. An der neuen Sitzung werden alle Gewerkschaften des Druckereigewerbes teilnehmen. Mehr als 23 000 Arbeiter sind in Streik getreten. Die Gewerkschaften verlangen eine Lohnerhöhung um 25 Prozent. Die Verlegervereinigung hatte nur einen fünfprozentigen Bonus angeboten. Der Streik berührt zwanzig Zeitungen mit einer Auflage von 40 Millionen Exemplaren. Ein Gewerkschaftsführer erklärte, der Streik könne sich drei Wochen lang hinziehen. Das wurde sich auf einige Zeitungen, die ohnehin um ihren Bestand zu kämpfen hätten, katastrophal auswirken. Der letzte Zeitungsstreik fand im Jahre 1955 statt. In 26 Tagen entstand ein Verlust von drei Millionen Pfund Sterling.

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