14 September 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-09-14

TAG DER WEHRMACHT

Walvis Bay — In Walvis Bay findet am 19. September der Tag der Wehrmacht statt. In Walvis Bay, das staatsrechtlich zum Gebiet der Republik Südafrika gehört, befindet sich bekanntlich ein Wehrmachts-Ausbildungslager. Am Tag der Wehrmacht sollen sich vor allem die Eltern der Dienstpflichtigen von den Leistungen und der Tätigkeit ihrer diensttuenden Söhne überzeugen können. Der Tag der Wehrmacht findet von 14 bis 20 Uhr auf dem Gelände des Militärlagers statt. Zu den Veranstaltungen gehören eine Waffenausstellung, Waffendemonstrationen, Versorgung Verwundeter, Reparaturen von Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen, kriegsmäßiges Bewegen und Instellungbringen von Waffen usw. Der Tag der Wehrmacht schließt mit einem Braaivleis and leichter Musik ab.

Besucher werden gebeten, die Hauptstraße von Swakopmund nach Walvis Bay bis zur Abzweigung nach Rooikop und diese bis zur Abzweigung der alten Swakopmunder Straße zu benutzen. Von hier ab muss der beschilderten Straße nach Swartkoppies gefolgt werden. In Swartkoppies werden die Besucher von Verkehrsbeamten eingewiesen. Hier ist ausreichend Parkgelegenheit vorhanden.


BRAND IM DAAN-VILJOEN-PARK

Windhoek - Ein schwerer Grasbrand verwüstete am Samstagabend 2 000 Hektar Weidefläche im Daan-Viljoen-Park. Etwa 40 Mann, darunter Beamte der Abteilung Naturschutz and der Wehrmacht führten einen stundenlangen Kampf, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Für das Touristenlager bestand keine Gefahr. Wild ist nicht in den Flammen umgekommen. Zurzeit reicht die Weide für das Wild trotz des erheblichen Weideverlustes noch aus, so dass keine unmittelbare Gefahr für die Tiere des Parks besteht.


SIEBEN REKRUTEN TÖDLICH VERUNGLÜCKT

Johannesburg — Ein Frontalzusammenstoß auf der Nationalstraße zwischen Johannesburg und Bloemfontein forderte am Sonntagmorgen das Leben von neun Personen, darunter sieben Rekruten der südafrikanischen Armee und zwei portugiesische Lastkraftwagenfahrer. Drei weitere Rekruten erlitten schwere Verletzungen, befinden sich jedoch außer Lebensgefahr. Nach Angaben eines Armeesprechers seien sechs der ums Leben Gekommenen inzwischen identifiziert worden. Sämtliche der Betroffenen sollen einen Feuertod gestorben sein, nachdem die Wrackteile der beiden Fahrzeuge Feuer gefangen hatten und anschließend nahezu völlig ausbrannten.


SAL UND SABENA

Johannesburg — Die südafrikanische Luftfahrtgesellschaft SAL and die belgische Fluggesellschaft SABENA geben den Abschluss eines Abkommens über kommerzielle Zusammenarbeit bekannt. Die neue Übereinkunft tritt am 1. November 1970 in Kraft. Aufgrund des Abkommens wird sich die Zahl der Flüge zwischen Brüssel und Johannesburg von zwei auf drei pro Woche (in beiden Richtungen) erhöhen.


DIE ENTFÜHRTEN FLUGZEUGE WURDEN GESPRENGT

Al Khana – Die Volksfront zur Befreiung Palästinas hat die drei von ihr entführten Passagiermaschinen am Samstag in der jordanischen Wüste gesprengt. Der Schaden wird auf nahezu 35 Millionen Rand geschätzt. Die Maschinen gehörten den Luftfahrtgesellschaften Trans World Airlines, Swissair und der BOAC. Den etwa 300 Passagieren und Besatzungsmitgliedern dieser Maschinen ist nichts zugestoßen.

Über 250 Opfer der Flugzeugentführungen durch arabische Terroristen haben am Sonntag Jordanien auf dem Wege nach Zypern verlassen. Etwa 40 Geiseln werden jedoch von den Arabern noch in Haft gehalten. Die Terroristen verlangen die „bedingungslose Freigabe“ verschiedener arabischer Guerillas in Europa and Israel.

In einem Kommuniqué der Volksfront, das am Wochenende in Beirut veröffentlicht wurde, wurden keine Einzelheiten über die Bedingungen für die Freigabe der arabischen Guerillas bekanntgegeben. Diese sind den USA, Britannien, der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz and Israel unterbreitet worden.

Ein holländischer Ingenieur, der am Sonntag freigelassen wurde, sagte, dass der Gruppe von Geiseln eine Anzahl amerikanischer Juden angehören. Obwohl die Volksfront die Zahl der Geiseln mit 39 angab, erklärten die Luftfahrtgesellschaften, deren Maschinen entführt worden waren, insgesamt 47 ihrer Passagiere für vermisst.


UNO ZUNEHMEND UNFÄHIG

Washington - Eine von Präsident Nixon eingesetzte Kommission unter Vorsitz von Henry Cabot Lodge, einst US-Botschafter bei den Vereinten Nation während der Eisenhower-Ära, kam zu dem Schluss, dass die Vereinten Nationen zunehmend unfähig werden, ernste Probleme, die die Welt bedrohen, zu lösen. Die 50-köpfige Kommission erläutert das Verhalten der Mitgliedsländer, die sich nicht mehr zu ihrer Hauptaufgabe machen, den internationalen Frieden und die Sicherheit zu erhalten, sondern die die Vereinten Nationen zu einem Debattierklub und einer Propagandaplattform herabwürdigen. Dies sei die Hauptursache dafür, dass die Weltorganisation nicht die Hoffnungen, die in sie gesetzt worden seien, erfüllt habe.

Präsident Nixon hatte die Kommission im Juli dieses Jahres eingesetzt. Sie hatte den Auftrag, Vorschläge im Zusammenhang mit dem 25. Geburtstag der UNO im Oktober dieses Jahres sowie Empfehlungen für die US-Politik gegenüber der Weltorganisation zu machen.

In dem Bericht. der vom Weißen Haus veröffentlicht wurde, heißt es, die UNO habe zwar beträchtliche Erfolge zu verzeichnen, es fehlten ihr jedoch die Mittel und die Vitalität, um mit zahlreichen neu auftauchenden Weltproblemen fertig zu werden. „Zu viele Regierungen haben entweder nur Lippenbekenntnisse zu den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen abgegeben oder haben diese für ihre eigenen kleinlichen Vorteile and ihr enges Selbstinteresse benutzt“, heißt es in dem Bericht.

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