24 September 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-09-24

GROSSE NACHFRAGE NACH UNTERKÜNFTEN

Windhoek — Für die Dauer des großen Wasserkarnevals am 31. Oktober ist die Nachfrage nach Unterbringungsmöglichkeiten im Touristenlager Hardap und in Mariental zurzeit größer als das Angebot. In dem Rastlager stehen nach Angaben der Abteilung Naturschutz und Fremdenverkehr über 550 Betten zur Verfügung. Außerdem sind Campingplätze sowie Standplätze für Wohnwagen vorhanden.

Die Abteilung Naturschutz und Fremdenverkehr weist darauf hin, dass alle Personen, die an dem Wochenende im Rastlager Hardap zelten wollen oder mit ihren eigenen Wohnwagen nach Hardap kommen, rechtzeitig Campingplätze oder Standplätze für Wohnwagen buchen müssen. Das ist notwendig, um den zuständigen Beamten eine Andeutung zu geben, wie viele Menschen zu dem Wasserkarneval zu erwarten sind.

Dieser Wasserkarneval findet am 31. Oktober im Rahmen des Wasserjahres 1970 auf dem Hardapstausee statt. Der Minister für das Wasserwesen, S. P. Botha, wird persönlich anwesend sein, um den Wasserkarneval zu eröffnen. Ein abwechslungsreiches Programm wird Laufe des Tages abgewickelt.

Aus einer Erklärung der Abteilung Naturschutz und Fremdenverkehr geht hervor, dass zusätzliche Zelte möglicherweise noch zur Verfügung gestellt werden sollen. In Mariental selbst sind sämtliche vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten bereits ausgebucht.

PECH FÜR GAMSBERG STERNWARTE

Windhoek — Morgen werden mit einem Hubschrauber in mehreren Flügen Geräte auf das Gamsberg-Plateau hinaufgeschafft. Mit letzteren soll festgestellt werden, ob der Plan des Max-Planck-Instituts für Astronomie, eine Großsternwarte auf dem Gamsberg zu bauen, durchgeführt werden kann. Vom Gamsberg aus sollen während der kommenden zwei Jahre meteorologische Messungen und astronomische Beobachtungen gemacht werden. Man will Unterlagen sammeln, ob sich der Gamsberg als Basis für die zweite Großsternwarte des Instituts, die sich auf der südlichen Halbkugel befinden soll, eignet. Leider kann nur ein Tell der Geräte und Instrumente auf den Gamsberg hinaufbefördert werden. Durch einen Brand auf einem Lkw während des Transports von Bloemfontein nach Windhoek wurden wertvolle Geräte zerstört, darunter die gesamte Elektronik des großen Teleskops.

JONATHAN BESUCHT GHANA UND NIGERIA

Maseru - Lesothos Ministerpräsident Leabua Jonathan fliegt am Freitag zwecks offizieller Besuche nach Ghana und Nigeria. Während seines Aufenthaltes in Ghana wird Jonathan der Amtseinführung des ghanaischen Präsidenten beiwohnen. Anschließend besucht er Nigeria und nimmt fort an den Feierlichkeiten zur Wiederkehr des zehnten Unabhängigkeitstages teil. Er wird rechtzeitig zu der Unabhängigkeitsfeier seines eigenen Landes am 4. Oktober nach Maseru zurückkehren.

DER JORDANISCHE BÜRGERKRIEG GEHT WEITER

Amman/Kairo/Moskau — Die jordanisch-palästinischen Friedensbemühungen unter dem Vermittlungsmandat einer aus Kairo entsandten Vier-Mann-Delegation unter Leitung des sudanesischen Präsidenten, Generalmajor Jaafar el Numairi, zeigten am Mittwoch mit der Entlassung vier prominenter Palästinenser und Mitglieder des Zentralkomitees der Palästinischen Befreiungsorganisation aus jordanischer Haft ihren ersten positiven Erfolg. Die Entlassung der vier Guerillaführer erfolgte nach einer vierstündigen Unterhaltung des Versöhnungskomitees mit dem jordanischen Monarchen, König Hussein. Wie hierzu aus inoffizieller Quelle in Erfahrung gebracht werden konnte, soll bei den Verhandlungen gleichzeitig ein Friedensabkommen zustande gekommen sein. Der Vorsitzende des Zentralkomitees und Chef der El Fatah, Yasser Arafat, soll das Abkommen jedoch zurückgewiesen und für ungültig erklärt haben. Seine Annullierung begründete der Befehlshaber der Palästinenser damit, dass es sich bei den vier Entlassenen um politische Häftlinge and keineswegs um Repräsentanten der palästinischen Befreiungsbewegung handle.

DIE BUNDESREPUBLIK DEMENTIERT

New York — Die. Bundesrepublik Deutschland hat am Mittwoch Waffenlieferungen an Südafrika sowie militärische Ausbildungshilfen dementiert. Botschafter Alexander Poker, der offizielle westdeutsche Beobachter bei den Vereinten Nationen betonte in einem Schreiben, dass die Bundesrepublik das Waffenembargo gegen Südafrika „gewissenhaft und konsequent“ eingehalten habe. Sein Schreiben, das als offizielles Dokument der Vereinten Nationen verbreitet wurde, ist die Reaktion auf eine Erklärung Ghanas vor dem Weltsicherheitsrat am 20. Juli dieses Jahres, dass die Bundesrepublik Deutschland ein „prominenter Bösewicht“ in der Verletzung des Waffenembargos sei.

TUPAMAROS STELLEN NEUE BEDINGUNGEN

Montevideo - Einer der beiden Ausländer, die von den Tupamares in Uruguay entführt wurden und zurzeit gefangen gehalten werden, ist erkrankt. Die Guerillas wollen ihn freilassen, wenn die Regierung der Veröffentlichung eines Manifestes der Tupamaros zustimmt. Der Erkrankte ist vermutlich der 65-jährige Claude Fly, ein Landwirtschaftsexperte der amerikanischen Behörde für internationale Entwicklung. Bei seiner Entführung am 7. August aus seinem Büro in der uruguayischen Hauptstadt litt er an Atembeschwerden. Der andere Geisel ist der 41-jährige brasilianische Konsul Dias Gomides, der sich seit dem 31. Juli in den Händen der Guerillas befindet.

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