03 Dezember 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

2. Dezember 1969

RADIO OVAMBO

Windhoek - Ansager Abed Shiimi ya Shiimi war einer der ersten, deren Stimme gestern über Radio Ovambo, den neuen UKW-Dienst der südafrikanischen Rundfunkgesellschaft, zu hören war. Radio Ovambo mit Sendungen in Kuanyama und Ndonga ist täglich, auf Ultrakurzwelle van 5.00 bis um 9.00 Uhr und von 17.00 Uhr bis um 22.00 Uhr zu hören. Gleichzeitig wurde gestern mit dem Radio Herero und Radio Damara/Kama zu hören. Die neunstündige Sendezeit auf einem weiteren UKW-Kanal teilen sich Radio Herero und Radio Damara/Nama zu gleichen Teilen. Radio Ovambo hat seine Studios im neuen Gebäude der südafrikanischen Rundfunkgesellschaft in Windhoek. Über Relaisstationen wird das Programm nach Ovamboland verbreitet. In der Umgebung von Oshakati wurde Radio Ovambo stark begrüßt und der Empfang gelobt.

UNO LEGALISIERT TERRORISMUS

New York - Die Generalversammlung der Vereinten Nationen empfahl dem Weltsicherheitsrat, „geeignete Maßnahmen“ gegen Südafrika zu unternehmen, um die Administration in Südwestafrika durch die Republik zu beenden. Die Generalversammlung stellte sich mit dieser Resolution hinter einen Vorschlag des Treuhandkomitees der Vereinten Nationen, der jüngst verabschiedet wurde. In der Versammlung stimmten 92 Länder für die Resolution und zwei dagegen. Zehn Mitglieder enthielten sich der Stimme. Hierzu gehörten: die USA, England und Frankreich.

In der Resolution wird Südafrika beschuldigt, die „nationale Einheit und territoriale Integrität“ Südwestafrikas zu zerstören.

Aus Kreisen, die dem derzeitigen Präsidenten des Sicherheitsrates Vernon J. Mwaanga, Sambia, nahestehen, wird erklärt, dass der neue Sicherheitspräsident die Sache sofort aufnehmen werde, um die Debatte über die Südwestafrika-Frage weiterzuführen.

LUFTGEFECHT ÜBER DEM SUEZKANAL

Tel Aviv - Ägyptische Stellungen entlang des Suez sahen sich am Mittwoch einem etwa 30 Minuten dauernden Luftangriff israelischer Kampfflugzeuge ausgesetzt. Diesem Angriff war ein Luftgefecht zwischen israelischen und ägyptischen Kampfflugzeugen über dem zentralen Sektor des Kanals vorausgegangen. Nach Angaben der Israelis seien dabei ein ägyptischer Jagdbomber und ein Düsenjäger vom Typ MiG 21 abgeschossen worden. Sämtliche israelische Maschinen seien sicher zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

MICHAEL COLLINS WURDE STAATSSEKRETÄR

Washington - Astronaut Michael Collins, der während der ersten Mondlandung die Apollo-11-Kapsel um den Erdtrabanten steuerte, ist am Wochenende von Präsident Richard Nixon zum Staatssekretar für öffentliche Angelegen ernannt worden. Collins, der künftig im amerikanischen. Außenministerium tätig sein wird, hatte kurz zuvor seinen Rücktritt aus der Astronautik erklärt. In Washington ließ der ehemalige Astronaut verlauten, dass er sich zur Aufgabe gestellt habe, das amerikanische Volk über die Prinzipien der US-Außenpolitik aufzuklären.

HARTER WAHLKAMPF IN LESOTHO

Maser - Bei den Wahlen am 7. Januar werden den 60 Kandidaten der regierenden Lesotho-Nationalpartei des Ministerpräsidenten Häuptling Leabua Jonathan 104 Kandidaten der Opposition gegenüberstehen. Es beteiligen sich an den Wahlen fünf Parteien und neun unabhängige Kandidaten Die Basutoland-Kongresspartei hat mit Ausnahme von einem Wahlkreis überall Anwärter aufgestellt. Die Marematlou-Freiheitspartei zieht mit 32 Kandidaten in den Wahlkampf, die Vereinigte Demokratische Partei mit drei und die Lesotho Kommunistische Partei mit einem Kandidaten. Im Mittelpunkt der Wahlkampagne stehen Themen wie Kommunismus, Kirche, Beziehungen mit Südafrika, öffentliche Dienste und verfassungsmäßige Stellung des Königs. In mehr als der Hälfte der Wahlkreise stehen sich drei Mann gegenüber, in einem Wahlkreis sogar fünf. Fünf der Unabhängigen sind „Rebellen“, die früher der Regierungspartei angehörten. Die Kommunistische Partei, die einzige anerkannte kommunistische Partei südlich der Sahara, wird mit ihrem Generalsekretär Jacob Kena in den Wahlkampf ziehen. Es bewerben sich auch drei Frauen um Parlamentssitze.

ANKLAGE WEGEN DIEBSTAHLS

Maseru - Der verhaftete Führer der oppositionellen Kongresspartei, Ntsu Mokhele, und zwölf Mitangeklagte erschienen am Donnerstag vor dem Magistratsgericht in Teyateyaneng in Lesotho, wo sie gegen eine Kaution von je fünf Rand bis zum 15. Dezember freigelassen wurden. Der Staatsanwalt hatte eine höhere Sicherstellung verlangt, doch entschied das Gericht für eine niedrigere Summe, weil der Staatsanwalt nicht erklärte, wie umfangreich die Anklage wegen Diebstahls ist.

RÜCKKEHR VON SIR HUMPHREY GIBBS

London -Der frühere britische Gouverneur von Rhodesien, der während fast vier Jahren einsam die britische Flagge in Rhodesien hochhielt, kehrt mit seiner Familie wieder auf seine Farm zurück, die dem heute 67-Jährigen schon seit vierzig Jahren gehört und die in den letzten zehn Jahren von seinem Sohn Timothy verwaltet wurde. Sir Humphrey will sich jeder politischen Tätigkeit enthalten und in Ruhe seinen Lebensabend genießen. Er war der erste Rhodesier von Geburt, der Gouverneur der Kronkolonie wurde.

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