08 Januar 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

7. Januar 1970

GOREANGAB ERHIELT KEINEN ZULAUF

Windhoek - Trotz der verhältnismäßig guten Regenniederschläge am Dienstag über der Landeshauptstadt Windhoek haben die beiden Talsperren Goreangab und Avis keinen Zulauf erhalten. Das Gammasrivier führte nach dem Regen Wasser. Ein Sandstaudamm in dem Lauf dieses Riviers hat vermutlich das Wasser gespeichert.

Der Regenniederschlag war sehr unterschiedlich. Nachstehende Messungen wurden der AZ gemeldet: Windhoek-West 14 bis 16 mm, Eros 11 bis 14 mm, Luxushügel und Umgebung bis zu 30 mm, Pionierspark 25 mm. Die Wetterstation auf der Hügelkette oberhalb des Van-der-Wath-Stadions hat 21,1 mm gemessen, während der Niederschlag beim Strijdom-Flugplatz 22,6 mm betrug.

VERKAUF VON WEISSMUSCHELN VERBOTEN

Walvis Bay - Der Verkauf von Weißmuscheln als Aas ist von der Administration verboten worden. Angler können über bis zu 50 Weißmuscheln am Tag entlang der Südwester Küste selbst ausgraben. Nicht gestattet ist das Ausgraben von Weißmuscheln in Wildschutzgebieten, wie z.B. Sandwich Hafen.

TIRADEN AUS LUSAKA

Lusaka - Auf der Konferenz der Außenminister der ost- und zentralafrikanischen Staaten, die am Montag in Lusaka eröffnet wurde, waren zunächst nur Tiraden gegen Südafrika, Portugal und Rhodesien zu hören. Der sambische Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten, Motto Nkama, der die Konferenz eröffnete; machte die Außenminister darauf aufmerksam, dass die weißen Regierungen im südlichen Afrika ihre Pläne, die „noch mehr Ungerechtigkeiten“ enthielten, abgeschlossen hätten und damit die friedliche Entwicklung noch schwieriger machten. Es sei daher größte Einigkeit unter den afrikanischen Staaten notwendig, um „den gemeinsamen Feind Afrikas“ zu bekämpfen. Die fortschreitende Unterdrückung der Mehrheit der Bevölkerung, in Südafrika und in den portugiesischen Gebieten hätten eine Zusammenballung gefährlicher Kräfte zur Folge, gegenüber denen Afrika nicht gleichgültig sein könne.

SUDANESISCHE ANSCHULDIGUNGEN

Kairo - Die Mittelöstliche Nachrichtenagentur veröffentlichte ein Interview des Präsidenten des sudanesischen Revolutionsrates, Generalmajor Jaafar Mohamed El-Nimeiry, worin dieser die USA, die Bundesrepublik und Israel anklagt, im südlichen Sudan ein zweites „Biafra“ anzetteln zu wollen. Seine Regierung sei im Besitz belastender Dokumente. Nimeiry äußerte sich nicht über Einzelheiten, sondern sagte nur, es handle sich um einen großen Umsturzplan. Die Regierung untersuche nun die Angelegenheit, um die Schuldigen festzustellen. Es werde im südlichen Sudan eine neue politische Organisation gegründet werden, und ab nächstem Juli trete ein Fünfjahresplan zur Entwicklung des Gebietes in Kraft.

TERRORISTENAUSBILDUNG IM FERNSEHEN

London - ein Dokumentarfilm über die Ausbildung schwarzafrikanischer Guerillas in Sambia wurde am Dienstag vom britischen Werbefernsehen gesendet. Ein Fernsehteam des Programms „World in Action“ hatte ein Ausbildungslager auf dem nördlichen Ufer des Sambesi vor etwa zwei Monaten besucht, um diesen Film über Terroristen, die Rhodesien infiltrieren sollen, zu drehen.

Zur Dokumentation der Zeit wurde ein Guerilla gefilmt, der sich eine Nachrichtensendung des südafrikanischen Rundfunks anhört. Ein Bericht über die Unterzeichnung eines Auftrags an den Yarrow Ship Yard zum Ban eines Vermessungsschiffes für die südafrikanische Marine wird gerade gelesen.

Aus dem relativ langen Dokumentarfilm ist ersichtlich, dass die Terroristen mit rotchinesischen automatischen Handfeuerwaffen vom Typ A.K. 47 ausgerüstet sind. Von ihnen heißt es, dass sie von den Vietkong bereits auf die Probe gestellt und für sehr zweckmassig befunden worden sind. Die Guerillas tragen in dem Dokumentarfilm Khaki oder Camouflage-Uniformen sowie Kampfstiefel. Alles erscheint in bester Verfassung. Die Stärke der Terroristen wurde unterschiedlich mit 500 bis 2000 Mann angegeben.

FRANZÖSISCHE WAFFEN FÜR LIBYEN

Paris - Von offizieller Seite wurde am Dienstag in Paris bestätigt, dass Verhandlungen mit Libyen über die Lieferung französischer Waffen stattfinden. Eine libysche Militärdelegation befinde sich in Paris und unterhandle mit dem Verteidigungsministerium, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Man wisse noch nicht, welche Art von Waffen Libyen wünsche. Das Stadium sei jedenfalls noch nicht erreicht, in dem Frankreich 50 „Mirage“-Düsenkampfflugzeuge liefern werde. Frankreich habe keine Waffen an Ägypten, Jordanien oder Syrien verkauft, die als in der „Frontlinie“ liegende Staaten betrachtet werden. Gegenüber Israel bestehe das totale Waffenembargo weiter. Libyen gehöre zu einer anderen Kategorie. Wie verlautet, sollen die Besprechungen sich auch mit libyschen Erdöllieferungen an Frankreich befassen.

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