18 Oktober 2021 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1971-10-18

ERSTE ZEUGENAUSSAGE

Windhoek - Der erste Zeuge in dem Mordprozess gegen Alfons Mayavero Shoko (38) und seinen 25-jährigen Bruder Max im Windhoeker Obergericht war Dr. R. P. Theron aus Rundu. Den Gebrüdern Shako wird vorgeworfen, dass sie den 60-jährigen Masaiye Maveta im Januar dieses Jahres zu Tode geprügelt hatten. Alfons Shoko ist Mitglied der Exekutive Kavangos und verantwortlich für Justiz. Außerdem wird ihnen zum Vorwurf gemacht, den Sohn des verstorbenen Maveta verprügelt zu haben.

Auf eine Frage des Verteidigers, Advokat M.J. Kritzinger, SA, gab Dr. Theron zu, dass in Kavango der Gebrauch der Peitsche allgemein als Strafmittel üblich sei. Die Kavango haben sehr eigene Gebräuche und Symbolik bedeute ihnen mehr als den Weißen.

FARBIGE STIFTETEN FÜR GRENZFONDS

Windhoek - Heute ging von dem Farbigenpersonal der Firma Swiss Cleaners eine Spende in Halle von zwölf Rand für den AZ-Grenzfonds ein. Dies ist soweit bekannt die zweite Spende von Nichtweißen für den Grenzfonds.

ASYLGEWÄHRUNG

Zürich - Insgesamt 20 führende Schweizer Autoren -und Schriftsteller haben sich am Wochenende in einer Proklamation dafür eingesetzt, dass die Schweiz dem „Hippie-Philosophen“ und einstigen Psychologie-Dozenten Dr. Timothy Leary - von der Harvard-Universität abgesetzt und wegen illegalen Rauschgiftbesetzes zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt, seitdem flüchtig und unterdessen in der Schweiz verhaftet - Asyl gewähren soll. Leary war im Juni von der Schweizer Polizei verhaftet worden, jedoch gegen Kautionhinterlegung wieder auf freien Fuß gelassen worden. Der durch seine Experimente mit Halluzinogene und anderen Drogen bekannt gewordene Gelehrte hatte bereits kurz nach seiner Verhaftung um Asyl ersucht, mit der Begründung, dass man ihn in den USA aufgrund seiner Opposition zum amerikanischen Vietnam-Engagement verfolge.

ÜBER 40 TOTE BEI ERDBEBEN IN PERU

Lima - Tod und Verwüstung verursachte am Wochenende ein schweres Erdbeben im nordöstlichen Peru, bei dem nach regierungsamtlichen Angaben bisher über 40 Personen ums Leben gekommen sind. Am verheerendsten von der Naturkatastrophe betroffen wurde die entlegene Aimaraes-Provinz, besonders ihre an den südlichen Ausläufern und Hängen der Anden gelegenen Dörfer, deren rund 15 000 Einwohner zurzeit gänzlich von der Außenwelt isoliert sind. Die Rettungsarbeiten von Militäreinheiten konzentrieren sich zurzeit auf den Touristenort Cuzco, wo den Einheiten die einzige noch intakte Landebahn zur Verfügung steht. Die Katastrophengebiete sind nur auf dem Luftwege zu erreichen.

BLUTIGES WOCHENENDE IN NORDIRLAND

Belfast - Über das Wochenende sind in Nordirland während verschiedenen Aktionen der irischen Terroristen drei britische Soldaten getötet. worden. Damit steigt die Zahl der Armeeverluste in diesem Jahr auf 28. Außerdem wurden zwei Polizeioffiziere getötet and ein dritter wurde durch Maschinengewehrteuer verwundet.

NEUE WÄHRUNGSVERHANDLUNGEN

Paris - Konkrete Maßnahmen zur Lösung der Weltwährungskrise sollen auf einer dreitägigen Konferenz von Vertretern der Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der westlichen Welt vorbereitet werden, damit auf einer Zusammenkunft der Finanzminister der zehn führenden Industrienationen des Westens Mitte November die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden können. An der Pariser Konferenz nehmen teil: die USA, Großbritannien, Kanada, Japan, Schweden, die Schweiz und fünf EWG-Staaten. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, Mittel und Wege zu suchen, damit der amerikanische Importzollaufschlag wieder aufgehoben wird.

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