07 August 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-08-07

PLÄNE FÜR RIESENPROJEKT FALLENGELASSEN

Windhoek — Auf seiner letzten Monatssitzung hat der Windhoeker Stadtrat beschlossen, gewisse städtische Grundstücke südlich des Ausspannplatzes, auf denen sich gegenwärtig die Feuerwehrstation sowie städtische Flatgebäude befinden, nicht an ein Privatunternehmen zu verkaufen, das dort einen Riesengebäudekomplex errichten wollte. Das Tenderangebot dieses Unternehmens das einzige, das dem Stadtrat eingereicht worden war — war unbefriedigend. Der Stadtrat hielt es im Hinblick auf die künftige Entwicklung der Landeshauptstadt und im Interesse der Stadt und der Steuerzahler für unangebracht, diese städtischen Grundstücke zu veräußern. Das Privatunternehmen, das dieses Riesenprojekt plante, hat gewisse Privatgrundstücke in diesem Block gekauft und plant nun ein kleineres Projekt

ADVOKAT GOLDBLATT VERLÄSST SWA

Windhoek - Advokat I. Goldblatt, QC, verlässt heute Windhoek, um sich in Israel niederzulassen. Goldblatt kam 1918 im Dienste der Administration zum ersten Mal nach Südwestafrika. Seinerzeit hatte sich durch die Kriegsjahre zurück. Im Jahre 1920 wurde das Obergericht Südwestafrikas eingerichtet. Gemeinsam mit Richter Gutsche kamen auch Advokat Goldblatt und zwei andere Kollegen wieder nach Südwestafrika. Seinerzeit hatten sich durch die Kriegsjahre eine groBe Zahl an Zivilverfahren aufgestaut. 1924 heiratete Goldblatt und wurde 10 Jahre später zum Queen's Counsellor ernannt. Ein Jahr später wurde er in das Amt des amtieren-den Richters berufen, dass er etwa 10 Monate bekleidete. Goldblatt und wurde 10 Jahre später zum Queen's Counsellor Südwestafrikas. Aus seiner Feder sind zwei Schriften erschienen: die eine behandelt das Verhältnis des Mandatsgebiets Südwestafrika zu den Vereinten Nationen, die zweite den „Konflikt zwischen den Vereinten Nationen und Sudafrika im Hinblick auf Südwestafrika “. Advokat Goldblatt wird sich bei seiner Tochter in Haifa niederlassen.

IMMER NOCH WARTELISTEN

Windhoek — Windhoeker Reisebüros zeigten sich über die Erwiderung auf den Leitartikel der AZ vom 18. Juni, betitelt „Unsere Wartelisten-Fluglinie“ nur zum Teil befriedigt. Es wurde begrüßt, dass SAL zu der Angelegenheit Stellung genommen hat. Es wurde jedoch festgestellt, dass die leidigen Wartelisten nach wie vor bestehen und dass Passagiere zum Flugplatz hinausfahren müssen, um festzustellen, dass sie nicht mehr mitkommen. Es wird in Frage gestellt, ob der Monat April wirklich repräsentativ für die Situation sei. Wenn die hauptsächlich in Anspruch genommenen Flüge nicht voll ausgelastet seien, so müsse mit dem Buchungssystem oder der Organisation etwas nicht stimmen.

FISCHKUTTER IN SEENOT

Walvis Bay — Der Fischkutter „Eros“ liegt seit Donnerstag hilflos vor Pelgrave Point an der südwestafrikanischen Küste, nachdem sich das ausgelegte Fischnetz mit einem Inhalt von etwa 100 Tonnen Pilchards in der Schraube des Kutters bei stürmischer See verfangen hatte. Der Kutter liegt etwa drei Meilen von der Küste entfernt. Am Donnerstag landete ein Hubschrauber mit einem Tiefseetaucher am Strand in der Nähe des Kutters. Wegen der ungestümen Dünung konnte der Taucher jedoch nichts unternehmen.

GHANA DROHT MIT AUSTRITT

Akkra - Auch Ghana überlegt sich, ob es dem Beispiel von Tansania, Kenia, Uganda und Sambia folgen und die Beziehungen zum Commonwealth abbrechen solle, wenn Großbritannien Waffen an Südafrika liefern würde. Außenminister Victor Owusu erklärte im Parlament, Ghana werde in Übereinstimmung mit den afrikanischen Schwesternationen im Commonwealth handeln. Man tonne auch den Ausschluss Großbritanniens aus dem Commonwealth erwägen.

Das britische Außenministerium weigerte sich, Auskunft über seine Konsultationen mit den Commonwealth-Ländern zu geben. Ein Sprecher gab nur zu, dass die Kontakte weltergehen. Eine Londoner Zeitung berichtete, Premierminister Edward Heath habe die Staatsoberhäupter der ostafrikanischen Staaten eingeladen nach London zu kommen, um sie persönlich über die geplanten Waffenlieferungen an Südafrika aufklären zu können. Der Sprecher des Foreign Office lehnte es ab, sich darüber zu äußern.

DROHENDE REGIERUNGSKRISE

Belfast — Entgegen der allgemeinen Forderung, strenger gegen die Ruhestörer vorzugehen, hat die Regierung des Premierministers Major James Chichester-Clark beschlossen, keine neuen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. In den letzten sechs Nächten ist es in Belfast ständig zu Zusammenstößen zwischen der Armee und Katholiken gekommen, und es ist noch kein Ende der Unruhen abzusehen. Auch in Londonderry kam es in den letzten zwei Tagen zu Zusammenstößen. Innerhalb der Regierungspartei besteht der rechte Flügel unter dem früheren Ministerpräsidenten William Craig darauf, dass Unruhestifter ohne Gerichtsverhandlung eingesperrt werden können. Craig begann eine Kampagne gegen Chichester-Clark und wird dabei vom militanten protestantischem Pfarrer Ian Paisley unterstützt.

DER TAG VON HIROSHIMA

Hiroshima — Die Stadt, auf die am 6. August vot 25 Jahren die erste Atombombe niederfiel, die etwa 70 000 Todesopfer forderte, gedachte des Tages mit Gebeten. Bürgermeister Setsuo Yamada Setzte auf die Tafel des Ehrenmals, das an der Stelle steht, über der in 600 Meter Höhe die Bombe explodierte, neue Namen von identifizierten Toten und neuen Opfern. Um 8.15 Uhr wurde eine Minute Schweigen eingehalten. Auch an anderen Orten fanden Gedenkfeiern statt.

Am gleichen Tag beendete Frankreich eine Serie von acht Atembombenversuchen mit der Explosion eines „Testsprengkörpers“ über dem Mururoa-Atoll im Pazifischen Ozean, heißt es in einer Mitteilung des französischen Verteidigungsministeriums.

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