09 September 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-09-09

WINDHOEKER AUSSTELLUNG ÖFFNET IHRE TORE

Windhoek - Zum ersten Mal in der Geschichte der Windhoeker Landwirtschafts- und Industriemesse gehört in diesem Jahr auch Rhodesien zu den Ausstellern. Der Ausstellungsverein hat den Vertretern der rhodesischen Wirtschaft ein größeres Areal in der Hausfleißhalle zur Verfügung gestellt. Dort zeigen sie die Produkte ihres Landes und werden bemüht sein, über die Windhoeker Landesausstellung mit der Südwester Wirtschaft ins Geschäft zu kommen. Nicht vertreten ist in diesem Jahr Angola. Über seine kurzfristige Absage an den Ausstellungsverein liegen keine näheren Einzelheiten vor. In den letzten Jahren hatte Angola immer einen recht attraktiven Stand mit seinen Landeserzeugnissen auf der Windhoeker Landesausstellung unterhalten. Für die diesjährige Messe hat das Nachbarland in der Nähe des Brauereipavillons zwar eine vorgefertigte Halle errichten lassen, wird nun aber keinen Gebrauch davon machen.

Bemerkenswert ist diesmal die sehr starke Beteiligung verschiedener Regierungsabteilungen. Auf dem Gelände zwischen dem Haupteingang und der großen Ausstellungshalle begrüßen den Messebesucher in diesem Jahr blankpolierte Kampffahrzeuge der südafrikanischen Wehrmacht. Eine ganze Auswahl größerer und kleinerer Typen stehen dort zur Besichtigung.


LIONS-BEZIRKSGOUVERNEUR IN SWA

Windhoek - Der Bezirksgouverneur von Lions International, Sam Kantor aus Kapstadt, trifft am heutigen Mittwoch zu seinem alljährlichen Besuch der in Südwestafrika ansässigen Lions Clubs in Windhoek ein. Während seines Aufenthalts in Südwestafrika wird Kantor in Begleitung seines stellvertretenden Bezirksgouverneurs M. Mutavdzic Swakopmund, Walvis Bay, Otjiwarongo, Otavi, Grootfontein und Tsumeb besuchen. Er unternimmt auch einen Abstecher in, den Etoscha-Nationalpark, bevor er am Dienstag wieder nach Kapstadt zurückkehrt.


JOURNALISTEN IN LUSAKA VERHAFTET

Lusaka - Sechzehn Journalisten wurden am Tage der Eröffnungskonferenz des Gipfeltreffens blockfreier Staaten in Lusaka von der Polizei verhaftet. Sie wurden jedoch am Dienstagabend wieder freigelassen. Fünf der Journalisten behielten ihre offizielle Akkreditierung zur Berichterstattung über die Gipfelkonferenz. Einer wurde umgehend deportiert und zwei weitere freigelassen. Sie mussten später Sambia wieder verlassen.

Bei den Journalisten handelt es sich in erster Linie um Korrespondenten internationaler Presseagenturen, die in Salisbury oder Südafrika stationiert sind. Unter den verhafteten Journalisten befand sich unter anderem auch Dr. Hans Reinhardt von der Deutschen Presseagentur (dpa) und der stellvertretende Chefredakteur der südafrikanischen Presseagentur (SAPA) Edwin Linington aus Johannesburg. Unmittelbar nach seiner Verhaftung soll Dr. Reinhardt einen Herzanfall erlitten haben und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.


NOCH KEINE PASSAGIERE FREIGELASSEN

Amman/Jerusalem - Die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) hat eine scharfe Attacke gegen die britische Regierung geritten, weil sie die 24-jährige palästinische Luftpiratin Leila- Khaled noch nicht freigelassen habe. Die Flugzeugentführung am Sonntag habe nicht über britischem Hoheitsgebiet stattgefunden. Nach Ansicht der Front hätte Britannien die Besatzung der El-Al-Maschine unter Mordanklage stellen sollen. Leila Khaled und ein Araber wollten am Sonntag ein israelisches Passagierflugzeug entführen. Der Araber wurde dabei erschossen.

Die Volksfront hat sich inzwischen bereit erklärt, die Passagiere einer Swiss-Air-Maschine freizulassen, sobald die drei arabischen Guerillas, die sich zurzeit in der Schweiz in Haft befinden, an einem vorher abgesprochenen Ort eintreffen. Ferner sei die Front bereit, das Schicksal der deutschen Geiseln in Erwägung zu ziehen, sobald sie von der deutschen Regierung eine Mitteilung über die Freilassung von drei Arabern erhielte, die im vergangenen Jahr eine EI-Al-Maschine auf dem Münchener Flughafen Riem überfallen haben. Die Bundesregierung hat bereits angedeutet, daß diese drei Guerillas entlassen werden, wenn die deutschen Geiseln ebenfalls freigelassen werden.


JOCHEN RINDT TÖDLICH VERUNGLÜCKT

Monza - Der 28-jährige österreichische Rennfahrer Jochen Rindt ist am Samstag bei einem Übungslauf auf der Rennstrecke in Monza tödlich verunglückt. In einer scharfen Kurve löste sich das rechte Vorderrad seines Lotus-72, sein Rennwagen geriet außer Kontrolle und raste von der Fahrbahn. Rindt wurde sofort mit einem Krankenwagen zu einem wartenden Hubschrauber gebracht. Auf dem Wege ins Krankenhaus erlag er jedoch seinen Verletzungen.

Der Unfall ereignete sich im Laufe der Vorbereitungen für den Monza-Grand-Prix für Formel-I-Rennwagen. Rindt lag an der Spitze der diesjährigen Formel-1-Rennfahrer und hätte fast mit Sicherheit den Meistertitel erworben.

Jochen Rindt wurde am 18. April 1942 in Mainz geboren und lebte jahrelang in Österreich. Seine Laufbahn als Rennfahrer begann 1962 auf einem Alfa Romeo. Vier Jahre später fuhr er Rennen in der Formel-1-Klasse. Am Schluss der letzten Saison belegte er den Mitten Platz in der Weltmeisterschaft. 1969 wurde er vom Lotus-Werk übernommen. In diesem Jahr hatte er schon 45 Punkte verbucht und lag mit 20 Punkten vor Jack Brabham aus Australien. Rindt hat die Grand-Prix-Rennen in Monaco, Holland, Frankreich, Britannien und der Bundesrepublik Deutschland in dieser Saison zu seinen Gunsten entschieden. Außerdem war er auch noch siegreich in zwei Formel-II-Grand-Prix-Rennen.

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