23 März 2021 | Vor 50 Jahren

Vor 50 Jahren

AUFLKÄRUNG DES GASTSTÄTTENGEWERBES

Windhoek - In Otjiwarongo wird im Laufe des heutigen Dienstags ein Vortrag über das Gaststättengewerbe für die Inhaber und Geschäftsführer von Beherbergungseinrichtungen des Nordens gehalten. Hotelinspektor M. Mutavdzic wird in diesem Rahmen unter anderem die Mindestbedingungen für Beherbergungseinrichtungen und die wichtigen Faktoren des Graduierungssystems erläutern. Ähnliche Vorträge sollen später in anderen Teilen des Landes gehalten werden.

CHOLERA FORDERT 300 TODESOPFER

Lagos - Einer Mitteilung des nigerianischen Gesundheitsministeriums zufolge haben Cholera-Ausbrüche in verschiedenen Teilen des Landes seit Dezember des vergangenen Jahres über 300 Menschenleben gefordert. Am verheerendsten betroffen seien die südöstlichen Gebiete Nigerias, wo gegenwärtig umfangreiche Impfkampagnen unter Leitung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt würden. Allein in der ersten Märzwoche seien 97 Menschen an den Folgen einer Cholera-Erkrankung gestorben.

POSTMINISTER VERSPRICHT MEHR TELEFONE

Kapstadt - Die Postverwaltung hofft, die wachsende Warteliste für Telefoneinrichtungen bis 1973 verkürzen and nachher alle Wünsche nach neuen Telefonen rasch erledigen zu können, erklärte der Post- und Telegrafenminister M. Viljoen am Dienstagvormittag im Volksrat. Der Minister, der das Budget der Postverwaltung vorlegte, sagte, dass im laufenden Finanzjahr etwa 85 600 Telefone eingerichtet werden könnten, so dass die Zahl der Telefone Ende dieses Jahres 1 600 000 betragen werde. 1971/72 sollen 100 000 neue Telefone in Betrieb genommen werden, so dass bis März 1972 1 700 000 Telefone zur Verfügung stünden. Solange die Wirtschaft Südafrikas ein gesundes Wachstum aufweise, der Lebensstandard und die Bevölkerungszahl zunähmen, werde auch die Nachfrage nach Post- und Fernmeldewesen-Dienstleistungen zunehmen. Bessere Dienstleistungen förderten die Nachfrage, und es werde deshalb immer eine Warteliste geben, die jedoch ab 1973 ständig stark verkürzt werde.

NEUE HOTELS FÜR WINDHOEK

Windhoek - Verschiedene Großunternehmen der Beherbergungsindustrie aus der Republik und dem Ausland interessieren sich für den Bau neuer Hotels in Windhoek. In diesem Zusammenhang sind zu nennen Artego, South African Breweries und Holiday Inns. Artego beabsichtigt, auf dem Gelände des Westfälischen Hofs ein Vier-Sterne-Hotel zu errichten, South African Breweries denken an den Bau eines großen Drei-Sterne-Hotels. Holiday Inns haben bereits mit der Stadt über den Ankauf eines Grundstücks für den Bau eines ihrer standardisierten, auf der ganzen Welt verbreiteten Hotels Verhandlungen geführt.

MILITÄRPUTSCH IN ARGENTINIEN

Buenos Aires - Präsident Roberto Levingston ist am Montag vom Oberbefehlshaber der argentinischen Armee, Alejandro Lanusse, gestürzt worden. Lanusse wurde dabei von den Oberbefehlshabern der Luftwaffe und der Marine unterstützt. Die drei werden eine Militärjunta bilden, da nicht beabsichtigt ist, einen neuen Präsidenten einzusetzen. Die Aktion erfolgte rasch und ohne Blutvergießen. Der abgesetzte Präsident war seit Juni 1970 im Amt. Er war von der Armee von seinem Posten als Militärattaché - er war selbst Armeegeneral - abberufen and als Präsident eingesetzt worden, nachdem die Armeeführer den Präsidenten Juan Carlos Ongania gestürzt hatten. Levingston hatte versucht, den Oberbefehlshaber der Armee abzusetzen, der ihm jedoch zuvorkam.

DAS NEUE KABINETT INDIRA GANDHIS

Neu-Delhi - Die Ministerpräsidentin Frau Indira Gandhi hat am Donnerstag ihr neues Kabinett mit 13 Mitgliedern zusammengestellt. Die wichtigsten Posten bleiben unverändert. Swaran Singh bleibt Außenminister, Y. P. Chavan führt das Finanzministerium, Jacjivan Rain das Verteidigungsministerium und Fakhruddin Ali Ahmed das Nahrungsmittel- und Landwirtschaftsministerium weiter. Fünf Minister sind neu ernannt worden. Frau Gandhi selbst behielt das wichtige Innenministerium und übernahm dazu die Ministerien für Planung, Atomenergie, Information und Rundfunk.

SÜDAFRIKA SUCHT MARINEKONSULENTEN

London - Der britische Außenminister, Sir Alec Douglas-Home, bestätigte am Montag im Parlament, dass eine südafrikanische Mission sich zurzeit in Britannien aufhalte, um Konsulenten für Marineeinrichtungen zu ernennen. Er widersetzte sich einem erneuten Druck seitens der Opposition, die Waffenlieferungen an Südafrika scharf einzuschränken. Sir Alec antwortete einem Mitglied der Labour-Opposition, das die Zusicherung der britischen Regierung verlangte, dass sie nur solche Waffen an Südafrika liefern werde, zu denen sie im Rahmen des Simonstown-Abkommens gesetzlich verpflichtet sei, mit einem klaren „Nein“.

KEIN GRUND ZUM PESSIMISMUS

Windhoek - Seit dem Zusammenbruch verschiedener Handelsunternehmen als angeblich direkte Folge der von der Regierung im Kampfe gegen die Inflation angeordneten Gegenmaßnahmen sei zuweilen davon die Rede, dass dem gesamten wirtschaftlichen Sektor ein allgemeiner Niedergang bedrohe. Dies äußerte am Samstag der Vorsitzende der Sakekamer, J. J. Pottas, auf der Jahreshauptversammlung. Ziehe man jedoch sämtliche Faktoren in Betracht, so entbehrten diese düsteren Prophezeiungen jeder Grundlage, und er, Pottas, sehe für die unmittelbare Zukunft keinen Anlass zur Besorgnis. Zweifelsohne würden die kürzlich angeordneten Beschränkungen in Bezug auf Ratenkäufe sich unter Umständen nachteilig auf den Auto- und Möbelhandel auswirken, doch dürfe den düsteren Perspektiven kein allzu großer Wert beigemessen werden.

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