10 September 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-09-10

DIPLOMATISCHE BEZIEHUNGEN

Gaborone - Das Informationsdepartement teilte mit, dass die Regierung Botswanas in naher Zukunft diplomatische Beziehungen mit Jugoslawien aufzunehmen gedenke. Obwohl bisher keine offizielle Bestätigung vorliegt, verlautet aus gewöhnlich zuverlässiger Quelle, dass weder Jugoslawien noch Botswana Botschaften in den jeweiligen Hauptstädten der Länder einrichten werden. Eine Entsendung von Botschaftern sei zu einem späteren Zeitpunkt jedoch nicht ausgeschlossen.

FRÜHLINGSLAUF

Omaruru - Im Zusammenhang mit der 100-Jahr-Feier der Stadt Omaruru findet am Morgen des 10. Oktober ein großer Frühlingslauf über 5, 10 und 20 Kilometer statt. Es wird erwartet, dass etwa 300 Personen an dem Ereignis teilnehmen. Den Teilnehmern winken bronzene, silberne und goldene Medaillen. Teilnahmeformulare sind bei Schulrektor Slabbert bis zum 18. September erhältlich. Ein Appell richtet sich an alle Einwohner Omarurus, an dem Frühlingslauf teilzunehmen. Alle Personen, die die von ihnen gewählten Entfernungen durchstehen, erhalten eine Medaille.

SCHWERE STRASSENKÄMPFE IN AMMAN

Beirut - Nach Mitteilung ausländischer Pressekorrespondenten in Beirut seien in der Nacht zum Donnerstag erneut schwere Straßenkämpfe in Amman zwischen regulären jordanischen Armeestreitkräften und den in Opposition zur Regierung stehenden Guerillas ausgebrochen. Politische Beobachter bezeichnen die Engagements als die schwersten seit Monaten. Laut Mitteilung eines Sprechers der Guerillas sollen dabei mindestens 40 Terroristen ums Leben gekommen sein.

Augenzeugenberichten zufolge soll die jordanische Hauptstadt geradezu in „Flammen stehen“. Am häufigsten umkämpft sei das Diplomatenviertel Jebel Amman, das sich seit geraumer Zeit unter starkem Beschuss durch jordanische Regierungstruppen befindet. In dem Viertel halten sich gegenwärtig rund 127 Opfer einer am vergangenen Wochenende ausgeführten Flugzeugentführung auf, die inzwischen von ihren Entführern freigelassen worden sind, ihre Rückreise in den Westen jedoch noch nicht antreten konnten. Nahezu sämtliche aus Syrien und dem Libanon nach Jordanien hineinführende Verkehrsstraßen sind seit gestern Abend verstopft, seit zahlreiche Touristen und Geschäftsleute, die sich auf dem Wege nach Amman befanden, zur Rückkehr gezwungen wurden.

ERNEUTE KÄMPFE IN KAMBODSCHA

Phnom Penh - In der Mitte der Angkor-Wat-Ruinen sind am Mittwoch erneut Gefechte zwischen regulären kambodschanischen Streitkräften und kommunistischen Vietkong-Guerillas ausgebrochen. Die Guerillas wurden später durch das Eingreifen von rund 300 Nordvietnamesen zusätzlich verstärkt. Nach Angaben eines Militärsprechers in Phnom Penh betrugen die Verluste der Regierungstruppen 13 Gefallene. Wie ferner verlautet, gehe es den Regierungstruppen hauptsachlich um die Säuberung der so lebenswichtigen „Route Sechs“ in die Provinzhauptstadt Kompong Thom. Die Arbeiten würden jedoch durch zahlreiche von den Kommunisten gesprengte Brücken und andere Hindernisse erheblich aufgehalten. Die zu säubernde Landesstraße gilt als eine Hauptversorgungsroute.

ARABER ENTFÜHREN BRITISCHES FLUGZEUG

Gian Khaan - Über 300 Männer, Frauen und Kinder verbrachten eine Nacht voller Spannung in drei entführten Passagierflugzeugen in der jordanischen Wüste, ohne offenbar zu wissen, dass ihre arabischen Entführer ihre Exekution aufgeschoben haben. Seit länger als drei Tagen befinden sich ein Passagierflugzeug der Swissair und eines der Trans World Airlines mit 188 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord auf einem Rollfeld in der Nähe Ammans.

Am Mittwoch kam eine britische Passagiermaschine der BOAC hinzu, die von arabischen Kommandos auf einem Flug zwischen Bahrein und Beirut entführt wurde. Die Araber hoffen, auf diese Art und Weise ihre Verhandlungsposition für die Freilassung von Guerillas in verschiedenen europäischen Ländern sowie in Israel zu verstärken. An Bord der ersten entführten britischen Maschine befinden sich 103 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder.

GRIECHISCHE WIDERSTANDSBEWEGUNG VERANTWORTLICH

Athen - Für den Bombenanschlag auf dem Parkterrain der amerikanischen Botschaft in Athen, der am vor-vergangenen Mittwoch das Leben eines bisher nicht identifizierten, wahrscheinlich aus Schweden stammenden Ehepaares forderte, zeichnet nach Angaben ausländischer Pressevertreter in der griechischen Hauptstadt eine Widerstandsbewegung verantwortlich, die sich selbst die „Patriotische antidiktatorische Front“ nennt. Wie Zeitungsleute zu verstehen gaben, habe die Organisation sich in einer an die Pressevertreter gesandten Erklärung zu dem Attentat bekannt. Mit dem Anschlag sei „ein vernichtender Schlag gegen das Gehirn der griechischen Diktatur, nämlich die amerikanische Botschaft“, geplant gewesen. Gleichzeitig sei in der Note darauf hingewiesen worden, dass einzig die amerikanische Regierung für die fortgesetzte Herrschaft des diktatorischen Militärregimes in Griechenland verantwortlich zeichnet.

BERATUNGEN MIT DER SAL

Johannesburg - Am 19., 20. und 21. Oktober werden führende Persönlichkeiten der südafrikanischen Luftfahrtgesellschaft SAL zu einer Konferenz mit interessierten Organisationen und Verbänden nach Windhoek kommen, um Probleme des Flugverkehrs mit Südwestafrika zu besprechen. Dies ist das Ergebnis eines Besuchs des neuen Regionalgeschäftsführers von SAL für Südwestafrika, Gideon Labuschagne, in Johannesburg. Labuschagne erklärte nach seiner Rückkehr aus Johannesburg, dass sein Besuch sehr erfolgreich gewesen sei. Er habe der Geschäftsleitung von SAL die Probleme der Südwester dargelegt und sei auf großes Verständnis gestoßen. SAL sei bereit Windhoek zu helfen, soweit dies in den Kräften der Luftfahrtgesellschaft steht.

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