20 September 2021 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1971-09-20

MEHRRASSIGES GOLFTURNIER

Johannesburg - Drei südafrikanische nichtweiße Golfspieler — Papwa Sewgolum, Daddy Naidoo und Vinvent Tshabalala werden in diesem Jahr an dem offenen südafrikanischen Turnier im November teilnehmen. Außerdem sollen japanische und nationalchinesische Golfspieler ebenfalls dazu eingeladen werden.

SÜDWESTER ZEITUNGEN HELFEN

Windhoek — Auf Anregung verschiedener AZ-Leser hat der AZ-Grenzfonds Anzeigen für den Fonds in den drei anderen Südwester Zeitungen aufgegeben. Hierdurch soll die Breitenwirkung des Fonds vergrößert werden. „Die Suidwester“ und „Die Suidwes-Afrikaner“ haben wegen der guten Sache die Anzeigentarife erheblich ermäßigt. „The Windhoek Advertiser“ nimmt die Anzeige gratis auf.

KAPUUO WILL VORS WELTGERICHT

London — Clemens Kapuuo, Führer der Maharero-Hereros in Südwestafrika, hat eine Londoner Anwaltsfirma gebeten, die südafrikanische Regierung daran zu hindern, Bergbaukonzessionen an Unternehmer in Südwestafrika zu erteilen. Der Inhalt des Briefes wurde vom Afrika-Büro in London bekannt gegeben. Ehemaliger Direktor des Afrika-Büros ist Rev. Michael Scott, der gleichzeitig die Hereros vor den Vereinten Nationen vertritt. Michael Scott wurde aus Indien wegen kommunistischer Umtriebe ausgewiesen. Kapuuo erklärt in seinem Brief an die Londoner Anwaltsfirma, Südwestafrika sei abgesehen von seinen Bodenschätzen ein armes Land und werde seines Reichtums beraubt. Das Afrika-Büro erklärte, dass die Anwälte prüfen sollen, welche rechtlichen Möglichkeiten sich ergeben, um in englischen Gerichten Verfahren einzuleiten, die die Durchführung des Rechtsgutachtens des Internationalen Gerichtshofs sichern sollen. Kapuuo selbst erklärte in einem Gespräch mit der AZ, er wolle Klagen vor englischen und amerikanischen Gerichten und schließlich vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag einreichen, um die Gewährung von Bergbaurechten zu verhindern.

DIE VEREINTEN NATIONEN SIND BANKROTT

New York — Die Vereinten Nationen müssen sehr bald der Tatsache ins Gesicht sehen, dass die Organisation bankrott ist. Dies erklärte Generalsekretär U. Thant in seinem Jahresbericht. Während der zehn Jahre, die er das Amt des Generalsekretärs bekleidet habe, sei er tief besorgt über die finanzielle Situation der Organisation gewesen. Eingreifende Entscheidungen könnten jetzt nicht länger hinausgeschoben werden. Die Ausgaben überstiegen die Einnahmen, und die Kapitalreserven seien aufgebraucht. Gegenwärtige und vergangene Aktionen zur Erhaltung des Friedens blieben unbezahlt. Die Möglichkeiten, besondere Konten zu beleihen, seien fast erschöpft. Er sei gezwungen worden, Geld aus anderen Programmen zu entnehmen, um die wichtigsten Zahlungen zu leisten. Es sei nicht sicher, oh diese Gelder zurückgezahlt werden können. Es sei selbst schwierig gewesen, Gehälter zu zahlen. Die Mitglieder seien daher gebeten worden, ihre Beiträge im Voraus zu zahlen. „Vor diesem Hintergrund der Dringlichkeit und der Krise muss ich erneut an die Mitgliedregierungen appellieren, Mittel und Wege zu finden, die Finanzprobleme der Organisation zu lösen und dieser Frage Vorrang zu verleihen.“

FRELIMO-DELEGATION IN PEKING

Peking — Eine Delegation der sogenannten Befreiungsfront für Mosambik (Frelimo) unter Führung ihres Präsidenten Samora Moises ist am Donnerstag aus Nordkorea kommend zu einem offiziellen Besuch in Peking eingetroffen. Wie die amtliche Pekinger Nachrichtenagentur „Neues China“ hierzu anführte, sei die Delegation von führenden Parteifunktionären der „Chinese-African People’s Friendship Association“ empfangen worden.

SÜDAFRIKA WILL DABEI SEIN

New York - Südafrika will an der Südwestafrika-Sitzung des Weltsicherheitsrates, die am 27. September stattfinden soll, teilnehmen. Südafrika hat einen entsprechenden Antrag gestellt und will seine Gründe für die Ablehnung des Rechtsgutachtens vor dem Weltsicherheitsrat darlegen. Der Weltsicherheitsrat muss darüber entscheiden, ob er den südafrikanischen Antrag akzeptiert oder nicht. Südafrika beruft sich auf Artikel 37 der Charta der Vereinten Nationen. Demnach kann jedes Mitglied, das nicht Mitglied des Sicherheitsrates ist, eingeladen werden, an der Debatte ohne Stimmrecht teilzunehmen, wenn der Sicherheitsrat der Ansicht ist, dass die Interessen des Mitgliedstaates durch die Entscheidung berührt werden.

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