07 Mai 2018 | Geschichte

Vor 50 Jahren

6. Mai 1968

Schule für Caprivi-Zipfel

Kapstadt (SAPA). – Mit der zügigen Entwicklung des östlichen Caprivi-Zipfels ist auch die weiße Bevölkerung angewachsen, und sieben Kinder sind bereits im Einschulungsalter. Wie der Vizeminister für Finanzen S. L. Muller vor dem Volksrat bekanntgab, wird die Exekutive von Transvaal Mittel erhalten um Schulen in Katima Mulilo zu errichten zu unterhalten und zu kontrollieren. Da sich die Zahl der schulpflichtigen Kinder bald verdoppeln werde, sei es nur gerecht, wenn Katima Mulilo eine Grundschule bekäme. Ein Grundstück steht bereits zur Verfügung. Ebenso sind nach Muller Mittel zum Schulbau und für die Einrichtung vorhanden. Die Erziehungsbehörde von Transvaal wird sich um die Lehrer kümmern und Sorge um die Verwaltung der Schule tragen.

Der Caprivi=Zipfel gehört zwar zu Südwestafrika, wird aber vom Ministerium für Bantuverwaltung und –entwicklung in Pretoria verwaltet. Bereits 1957 war der Errichtung einer Grundschule in Katima Mulilo zugestimmt worden, doch müssen die Kinder bis zum heutigen Tag in Internate in der Republik geschickt werden. In Anbetracht der weiten Strecken können sie nur die großen Ferien daheim verbringen.

6. Mai 1968

Hereros nach Ovamboland

Okakarara (AZ). – Auf einer Versammlung der Herero-Häuptlinge die Ende April in Okakarara stattgefunden hat, baten die Hereros Hauptbantukommissar Eaton, eine Reise nach Ovamboland zu arrangieren, damit sie sich mit den dortigen Entwicklungen vertraut machen können. Ähnliche Entwicklungen sind für das Hereroland vorgesehen. Bekanntlich stellen die Ovambos mit 270000 Menschen die größte Nation Südwestafrikas dar. Demgegenüber gibt es nur 40000 Hereros in Südwestafrika.

Während der Hereroversammlung, die drei Tage dauerte, stellte Hauptbantukommissar Eaton den künftigen Kommissar für das Hereroland, J. M. Vircueil, vor. Der Hererokommissar stammt aus Vryburg, Kapprovinz. Wie Hauptbantukommissar Eaton der AZ erklärte, ist die Reise der Hereros nach Ovamboland genehmigt. Die entsprechenden Vorbereitungen sind bereits angelaufen. Hererohäuptling Hosea Kutako, der Häuptling im Aminuisreservat ist, hat an der Zusammenkunft in Okakarara nicht teilgenommen und auch keinen Vertreter entsandt. Er wird demzufolge auch nicht an der Ovambolandreise teilnehmen.

6. Mai 1968

Öl an der Kapküste

Kapstadt (AZ). – Dieser Tage wurden die ersten Öllachen, die von der leckgeschlagenen „Esso Essen“ auf dem Meer an der Kapküste hinterlassen wurden, am Strand zwischen Platboom und Olifantsbos in der Nähe von Cape Point erwartet. Keine toten Fische oder andere Seetiere wurden bisher beobachtet.

Heute treffen aus den USA 300 Tonnen eines chemischen Mittels zur Bekämpfung der Ölverseuchung in Kapstadt ein. Dieses Mittel soll Öl auflösen. Ein Experte der Herstellerfirma wird am Freitag in Kapstadt erwartet, um die Anwendung des Mittels zu überwachen. Am Dienstag trafen zwei Techniker aus der Bundesrepublik Deutschland in Kapstadt ein, um den Schaden an dem Tanker, der etwa 43 Meilen von Kapstadt entfernt liegt, zu inspizieren. Die Lecks in den Öltanks sind provisorisch repariert worden. Die „Esso Essen“ hat schätzungsweise 200 bis 400 Tonnen Öl verloren.

6. Mai 1968

Schlangen gehören nicht ins Reisegepäck

Johannesburg (SAPA). – Wenn die Schlangen, die im Wrack der Unglücksboeing „Pretoria“ sich im Reisegepäck eines Passagiers befunden haben, so war ihr Transport im Flugzeug unzulässig. Dies erklärte ein Sprecher der südafrikanischen Luftfahrtgesellschaft SAL in Johannesburg. Der Sprecher sagte wörtlich: „Das bei Flügen mitgeführte Gepäck im Rahmen der Freigrenze hat sich auf persönliche Artikel zu beschränken. Schlangen können nicht als persönliches Freigepäck betrachtet werden.“

Die Schlangen haben sich, so wird vermutet, im Reisegepäck eines Passagiers, der an Reptilien besonders interessiert ist, des jugoslawischen Professors Dr. Radovanovic, befunden.

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