04 März 2021 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1971-03-04

SPIELKASINOS FÜR BOTSWANA

Gaborone — Wie Swasiland in Mbabane und Lesotho in Maseru will nun auch Botswana Spielkasinos einführen, um mehr BargeIdeinnahmen zu erhalten. Ein Gesetzentwurf wird im Laufe des Monats der Nationalversammlung vorgelegt werden. Durch die südafrikanische Amalgamated Hotels Ltd. sollen in Gaborone ein Hotel mit 120 Zimmern und ein Kasino gebaut werden, das 1972 betriebsbereit sein soll. Ein zweites Kasino ist später für Kasane vorgesehen. Mit Zustimmung des Industrie-, des Handels- und des Wasserministeriums wird ein Kasino-Kontrollrat ernannt, dessen Vorsitzender kein öffentlicher Beamter sein darf. Im Kasino soll niemand im Alter unter 18 Jahren spielen dürfen. Im ersten Jahr kostet die Lizenz 2 000 Rand, im zweiten Jahr 10 000 Rand, im dritten Jahr 30 000 Rand, und im vierten and in jedem folgenden Jahr wird die Gebühr 50 000 Rand betragen. Außerdem ist eine Lizenzabgabe an die Regierung zu zahlen, wenn die Nettospieleinnahmen im Jahr 300 000 Rand überschreiten. Je nach der Höhe wird die Regierung 30 bis 70 Prozent der Nettoeinnahmen erhalten. Die Kasino-Gesellschaft muss auch Steuern bezahlen.

„PRO NUTRO“-BIOCHEMIKER GESTORBEN

Zürich — In seinem Haus in Zürich ist am Mittwoch der bekannte Biochemiker Dr. Ernst Waldburger gestorben. Während 33 Jahren war er bei Hind Brothers und Co., Ltd. in Umbilo bei Durban als Chef der Forschung tätig gewesen. Er erfand die Formel für das „Wundergetreide” Pro Nutro, das auf der ganzen Welt berühmt und durch Entwicklungshilfen in Afrika bekannt wurde. Dr. Waldburger war eine international anerkannte Autorität im Kampf gegen die Unterernährung. Pro Nutro rettete viele Tausende von Menschen vor Unterernährung. Dr. Waldburger zog sich 1965 nach Zürich zurück, wo er bei seiner Mutter — er war nicht verheiratet — lebte. Ein Bruder, F. A. Waldburger ist in Umbogintwini, Natal, tätig.

BANTUSPRACHEN WERDEN AMTSSPRACHEN

Kapstadt — Das südafrikanische Parlament verabschiedete die zweite Lesung einer Verfassungsänderung, in gemeinsamer Sitzung des Senats und des Volksrates. Diese Änderung beschränkt das Recht eines jeden Bantuheimatgebietes auf die Anerkennung der betreffenden Bantusprache als offizielle Sprache neben Afrikaans und Englisch. Ministerpräsident B.T. Vorster erklärte dazu, das sei das unveräußerliche Recht eines jeden Bantuvolkes. Die Verfassungsänderung ermöglicht es dem Staatspräsidenten, eine Bantusprache zur Amtssprache eines Heimatgebietes durch Proklamation zu erheben. Dadurch erübrigt sich eine gesetzgebende Maßnahme des Parlaments. Die Opposition ist gegen die Verfassungsänderung.

ENDE DES POSTSTREIKS

London — Der Vorstand der britischen Postarbeiter-Gewerkschaft hat am Mittwoch beschlossen, den Streik, der schon die siebente Woche anhält, zu beendigen, sofern die Mitglieder in einer Abstimmung einverstanden sind. Die Gewerkschaftsführer und die Postdirektion trafen mit Arbeitsminister Robert Carr zusammen, um eine Einigungsformel zu finden. Einzelheiten über die Besprechungen wurden nicht bekannt, doch nimmt man an, dass die Gewerkschaft mit einer Lohnerhöhung von weniger als den zuerst geforderten 15 Prozent einverstanden ist. Es ist möglich, dass sie jetzt sogar eine Lohnerhöhung von weniger als 13 Prozent annimmt. Die Postverwaltung hatte nur acht und später neun Prozent geboten.

ZWEITER CHINESISCHER SATELLIT UMKREIST DIE ERDE

Washington — Nach Angaben eines Sprechers des US-Zivilschutz-Warnzentrums mit Sitz im Hauptquartier des nordamerikanischen Luftverteidigungskommandos (NORAD) habe Rotchina am Mittwochabend seinen zweiten Satelliten in eine elliptische Umlaufbahn um die Erde geschossen. Die Lancierung des Satelliten sei vom chinesischen Raketenstartplatz Shuang Cheng Tzu in der Nähe der sowjetischen Grenze erfolgt. Der Start selbst sei von einem Piloten des sich zurzeit in südostasiatischen Gewässern befindenden amerikanischen Flugzeugträgers „Kitty Hawk“ beobachtet worden. Bisher hat sich weder Peking noch die chinesische Nationalagentur zu dem Satellitenstart geäußert. Der Satellit soll die Erde stündlich einmal in einer elliptischen Umlaufbahn, deren erdnächster Punkt etwa 267 Kilometer über der Erdoberfläche liegt — umkreisen, wobei er mindestens einmal den amerikanischen Kontinent überflogen habe.

DIE RESOLUTION VON 1966 IST UNGÜLTIG

Den Haag — Die Aufhebung des Mandats über Südwestafrika durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahre 1966 erfolgte unter einer völligen Missachtung des Völkerrechts, erklärte Adv. D. P. de Villiers, SA, der Leiter der südafrikanischen Rechtsvertreter vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag am Mittwoch. Jetzt werden hinterher plötzlich verzweifelte Versuche unternommen, die Handlung eines politischen Organs in einem politischen Augenblick zu legalisieren.

Die Frage nach den Vollmächten der Generalversammlung der Vereinten Nationen ist einer der letzten Punkte, die in den mündlichen Einlassungen Südafrikas vor dem Gerichtshof behandelt werden. Im Anschluss daran wird Adv. de. Villiers die Argumente der südafrikanischen Rechtsvertreter zusammenfassen, ehe Adv. R. F. Botha, MdV, dann die Verwaltung Südwestafrikas durch die südafrikanische Regierung behandeln wird. Er wird sich vor allem auf die Vorwürfe der Unterdrückung, der Vernachlässigung der moralischen und materiellen Wohlfahrt sowie der Vorenthaltung des Selbstbestimmungsrechts konzentrieren. Verschiedene Rechtsvertreter anderer Regierungen hatten in diesem Zusammenhang Erklärungen voller Anschuldigungen gegen die südafrikanische Regierung vor dem Gerichtshof abgegeben.

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