10 Februar 2021 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1971-02-10

DER SWAKOP ERREICHT DAS MEER

Swakopmund — Gestern gegen 20 Uhr erreichte der Swakop das Meer. Der Swakop hat starken Zufluss aus dem Khan erhalten. Auch heute läuft der Fluss noch in ansehnlicher Breite. Der Omaruru fließt bereits seit mehreren Tagen in voller Breite in den Atlantik.

DER KONVENTIONELLE KRIEG WIRD VORBEREITET

Kapstadt - Rotchina und die Sowjetunion bauen ihre Bande zu afrikanischen Ländern wie Tansania und Sambia nicht aus wirtschaftlichen Gründen aus, sondern bereiten den Weg für einen späteren konventionellen Krieg gegen Südafrika vor, erklärte Verteidigungsminister P. W. Botha am Dienstag im Volksrat. Die Kommunisten seien sich dessen wohl bewusst, dass sie vorerst einmal Südafrikas Reichtum und strategische Lage unter ihrer Kontrolle haben müssten, ehe sie den afrikanischen Kontinent beherrschen könnten. In der Welt habe sich eine neue Situation entwickelt, die in dem unersättlichen Hunger der kommunistischen Länder nach der Weltbeherrschung ihren Niederschlag finde. Aus diesem Grunde konfrontierten sie die Welt immer wieder mit neuen Methoden in ihren Anschlägen.

EIN SÜDAFRIKANISCHES COMMONWEALTH

Leeds - Ein Commonwealth des südlichen Afrikas mit weißen und schwarzen Völkern in friedlicher Koexistenz wurde von Dr. Hendrik Luttig, dem südafrikanischen Botschafter in London, am Dienstag in Aussicht gestellt. Er betonte, dass die einzelnen Völker politisch unabhängig sein, aber voraussichtlich in wirtschaftlichen Angelegenheiten und Verteidigungsfragen eng zusammenarbeiten werden. Südafrika glaube, dass es dasselbe Recht wie jedes andere Land auf eine nationale Existenz habe, sehe aber auch ein, dass diese nur dann garantiert werden könne, wenn dieses Recht auch allen Bantuvölkern eingeräumt werde.

SCHWERES ERDBEBEN IN SÜDKALIFORNIEN

Los Angeles — Zwei kurz aufeinanderfolgende Erdbeben von der Stärke 6,7 Grad auf der internationalen Richter-Skala suchten in den frühen Morgenstunden des gestrigen Dienstags die kalifornische Metropole Los Angeles und Umgebung heim und richteten dabei erheblichen Schaden an. Nach bisherigen Zahlungen haben die beiden Erdstöße das Leben von mindestens 34 Menschen gefordert, während über 50 Verletzungen davontrugen.

APOLLO-14-ASTRONAUTEN SICHER GELANDET

Houston — Mit einer perfekten Punktlandung endete am Dienstagabend um 23.04 Uhr (SA-Zeit) der Flug der drei Apollo-14-Astronauten Alan Shepard, Stuart Roosa und Edgar Mitchell rund 1 470 Kilometer südlich von Samoa, nachdem die drei Hauptfallschirme rechtzeitig ausgeklinkt worden waren und die Kapsel sanft rund sechs Kilometer westlich des wartenden Bergungsschiffs „New Orleans“ im ruhigen Pazifik abgesetzt hatten. Unmittelbar danach begaben sich Rettungshubschrauber und Froschmänner zum Bergungsort der Kapsel, die mit einer Geschwindigkeit von rund 39 000 Stundenkilometern in die irdische Lufthülle eingetaucht war. Im Gegensatz zu früheren Wasserungen war die Apollo-Kapsel „Kitty Hawk“ diesmal nicht kopfüber in den Fluten gelandet. Wenig später hatten die ersten Froschmänner der Kapsel eine Art Manschette umgelegt, damit sie nicht sinken konnte. Ein Froschmann reichte den drei Astronauten daraufhin biologische Schutzanzüge. „Wir befinden uns in hervorragender Verfassung“, äußerte Kommandokapsel-Pilot Stuart Roosa, als er als erster an Bord eines Hubschraubers gehievt wurde.

„NERVENKRIEG“ UM BERLIN

Berlin — Die Botschafter der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Sowjetunion hielten ihre 14. Sitzung in der gegenwärtigen Serie von Gesprächen über Berlin-Probleme ab. Die Botschafter beschlossen, in zehn Tagen wieder zusammenzukommen. Die Sitzung dauerte drei Stunden. Man nimmt an, dass der Protest der Sowjetunion gegen die Anwesenheit bundesdeutscher Politiker in Westberlin besprochen wurde. Die Sowjetunion ist der Auffassung, dass westdeutsche Politiker keine Rechte in Westberlin hätten, das außerhalb der Autorität Bonns stehe. Die Westmächte protestierten bei der Sowjetunion wegen der Behinderung des Verkehrs von und nach Berlin. In einem Rundfunkinterview erklärte Außenminister Walter Scheel, dass die Bonner Politik um Berlin in eine „Phase des Nervenkrieges“ hineingezogen werde.

HÖHERE FLUGPREISE NACH EUROPA

Johannesburg - Ab 1. April treten weltweit neue internationale Flugtarife in Kraft. Die südafrikanische Luftfahrtgesellschaft SAL ist hiervon auch betroffen. In erster Linie verteuern sich die Flugkarten für Kurztrips nach Europa. Bisher galten für die 90-Tage-Tarife von 460 Rand zwischen Johannesburg und London keine zeitliche Minimum-Rückreisebeschränkung. In Zukunft darf die Rückreise erst nach 20 Tagen angetreten werden. Für Reisen von weniger als 20 Tagen, das heißt in erster Linie Geschäftsreisen, müssen ab 1. April 584 Rand gezahlt werden. Das sind 124 Rand mehr, als der jetzige 90-Tage-Tarif beträgt. Dies ist eine Preiserhöhung um 27 Prozent. Der 90-Tage-Tarif soll nur unbedeutend verändert werden. Der Normaltarif zwischen Johannesburg und London in der Economy-Klasse erhöht sich von 548 Rand auf 584 Rand.

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