18 September 2015 | Geschichte

Vor 50 Jahren

20. September 1965 Ovambos schrieben an Dr. Verwoerd Pretoria (AZ). Ministerpräsident Dr. H. F. Verwoerd hat eine schriftliche Petition von etwa 145 Lehrern, Geistlichen und Krankenpflegern des Ukuanjama-Stammes im Ovamboland erhalten, in der sie um die Genehmigung bitten, Vertreter dieser Gruppe in die Republik zu entsenden, um dort verschiedene Orte zu besuchen. Hierdurch wollen sie in die Lage versetzt werden, ihre Stammesangehörigen über Dinge zu unterrichten, die für sie von Vorteil sein können. Der Ministerpräsident hat dem Gesuch stattgegeben. Die Besuchsreise kann stattfinden, und der Minister für Bantuverwaltung und -entwicklung ist beauftragt worden, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Weitere Einzelheiten sollen den Absendern durch den Generalkommissar für die Eingeborenen für Südwestafrika, Dr. Olivier, mitgeteilt werden. Dieses Gesuch ist eine Folge des Besuches von Häuptlingen aus Südwestafrika in der Republik. Diese Erklärung wurde heute von der Kanzlei des Ministerpräsidenten zur Veröffentlichung freigegeben. 20. September 1965 Oppositionsführer im Dunkeln Lous Trichardt (SAPA). Bei einer Kundgebung des Oppositionsführers Sir de Villiers Graaff am Sonntagabend in der Höheren Schule der Stadt fiel die gesamte elektrische Anlage aus. In voller Dunkelheit wurde vom Rednerpult bekanntgegeben, daß außerhalb des Gebäudes sich ein Kurzschluß ereignet habe, der nicht sofort repariert werden könne. In seiner Rede betonte der Oppositionsführer, daß in Südafrika trotz der Apartheids-Politik, die Nichtweißen allmählich in die Wirtschaft des Landes integriert werden. Sogar in Regierungsdiensten, die früher nur Weißen vorbehalten waren, könnten jetzt auch Nichtweiße angestellt werden. Seiner Ansicht nach existiere die Apartheid nur in der Theorie. 20. September 1965 28 Pfund Zyankali gestohlen Johannesburg (SAPA). Am Mittwoch wurde in einer Johannesburger Firma ein Paket gestohlen, in dem sich 28 Pfund Zyankali befinden. Nach Aussagen des Direktors der Firma ist die Menge des Giftes ausreichend, um 100 000 Menschen zu töten. Die Firma richtete ein ernsthafte Warnung an die Bevölkerung, in der es heißt: „Eine Kostprobe dieses Giftes reicht aus, um einen Menschen innerhalb von vier Minuten zu töten. In diesen vier Minuten erleidet man furchtbare Schmerzen, da das Gift die Muskeln des Menschen allmählich lähmt.“ Der Stadtingenieur von Johannesburg, B. L. Loffell, versicherte, daß für die Bevölkerung keinerlei Gefahr bestehe, falls das Paket in einen der Wasserspeicher der Stadt geworfen werde. Das Gift sei dann so stark verdünnt, daß es bei etwaigem Genuß kaum merkbare Folgen hinterlasse. Der Aufruf der Polizei, das Paket zurückzugeben, ist bisher ohne Erfolg geblieben. Das Paket befand sich auf dem Weg zu einer Verchromungs- uns Versilberungsanstalt. Neben dem Paket wurde außerdem das Fahrrad eines Botenjungen in der Durbanstreet gestohlen. Ein Sprecher der Empfängerfirma sagte, daß die Folgen nicht auszudenken wären, wenn ein ahnungsloses Kind das Paket finde würde. Auch wenn jemand das Paket öffnen und die giftigen Dämpfe einatmen würde, könnte das ernsthafte Folgen haben.

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