13 Oktober 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-10-13

TOLLWUT BEI WINDHOEK

Windhoek — Das staatliche Veterinäramt in Südwestafrika hat darauf hingewiesen, dal3 Falle von Tollwut 15 Kilometer östlich und 18 Kilometer nördlich von Windhoek festgestellt wurden. In der Landeshauptstadt wurde im Juni dieses Jahres eine Impfkampagne gegen Tollwut durchgeführt. Es bestehen aber Zweifel darüber, ob seinerzeit alle ungeimpften Hunde erfallt wurden. Es sei deshalb ratsam, alle ungeimpften Hunde unverzüglich impfen zu lassen.

Ein Antrag kann an das staatliche Veterinäramt gerichtet werden. Ein Hund gilt als ungeimpft, wenn er älter als drei Monate und noch nie geimpft wurden ist, wenn er älter als 12 Monate ist und nur einmal zwischen dem dritten und sechsten Monat geimpft wurde oder wenn die Impfung in irgendeinem Alter über sechs Monate erfolgte, aber langer als drei Jahre zurück liegt.

DIE LÖSUNG ERFORDERT OPFER

Windhoek — Eine Lösung für das Rassenproblem in Südafrika sei, dass die Nichtweißen in ihre eigenen Heimatgebiete zurückzogen. Deshalb müssten diese Gebiete vorentwickelt werden, damit sie wirtschaftlich lebensfähig seien. Das erklärte Dirk Mudge, MdE, am Samstag auf einer Krügertagsfeier in Windhoek.

Bei den Arbeitgebern bestehe immer noch die Neigung, ihre nichtweißen Arbeitskräfte nicht einzuschränken. Aus diesem Grunde unter gewisse Schritte unternommen werden, um Reibungsflächen aus der Welt zu schaffen. Die einzige permanente Lösung sei eine Reduzierung der Zahl der Nichtweißen. „Was wird zur Reduzierung dieser Zahlen beigetragen?“, fragte Mudge. „Ist die Bereitschaft vorhanden, mit weniger Hauspersonal und notfalls ganz ohne Hauspersonal auszukommen? Sind die Geschäftsleute bereit, ihre nichtweißen Arbeitnehmer zu reduzieren?“

Mudge sagte, die Menschen seien heute nicht mehr so opferbereit wie ihre Vorfahren. Die Kinder wachsen in dieser Atmosphäre auf. Händearbeit sähen sie als „Kaffernarbeit“ an.

US-WAFFENHILFE FÜR ORDANIEN

Washington/Tel Aviv — Mit der Entsendung von Waffen und Munition nach Jordanien haben die Vereinigten Staaten aber das vergangene Wochenende ihre im Rahmen eines Entwicklungsprogramms für Jordanien geleistete

wiederaufgenommen. Mehrere amerikanische Militärtransporter sind am Montag und Dienstag mit umfangreichen Waffenlieferungen auf einem rund 60 Kilometer nordwestlich von Amman gelegenen jordanischen Militärstützpunkt gelandet. Mit den Sendungen soll das während des jordanischen Bargenkrieges verlorengegangene Kriegsmaterial der Armee ersetzt werden.

Auf einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Pressekonferenz machte der amerikanische Verteidigungsminister Melvin Laird am Montag darauf aufmerksam, dass die amerikanische Militärhilfe gänzlich im Rahmen der vom Kongress verabschiedeten und gebilligten Richtlinien erfolge, ohne dabei näher auf die Art des Kriegsmaterials einzugehen.

BELEUCHTUNGSWOCHE

Windhoek — Vom 12. bis 16. Oktober findet in der Republik und Südwestafrika eine Beleuchtungswoche statt, in der die Beleuchtungsanlagen der Kraftfahrzeuge kostenlos geprüft werden. Die Beleuchtungswoche wird vom südafrikanischen Straßensicherheitsrat und der Diesel-Electric-Organisation durchgeführt. Während der Beleuchtungswoche im vergangenen Jahr wurden bei fast 70 Prozent der überprüften Fahrzeuge Fehler festgestellt.

DAMPFER VOR DURBAN GESUNKEN

Durban — Der Versorgungsdampfer „Stephaniturm“ (499 BRT) ist am Montag 65 Meilen nordöstlich von Durban gesunken, nachdem der Dampfer am Vortage infolge eines heftigen Sturms gekentert war. Ein in der Nahe befindlicher griechischer Frachter konnte fünf der neun Besatzungsmitglieder der „Stephaniturm“ an Bord nehmen. Fünf weitere Besatzungsmitglieder werden vermisst.

UNO-AKTIONSPROGRAMM

New York — Die Generalversammlung der Vereinten Nationen nahm gestern ein Aktionsprogramm zur Beschleunigung der Gewährung der Unabhängigkeit an koloniale Volker an. Der fortgesetzte Kolonialismus wird darin als internationales Verbrechen bezeichnet. Sanktionen werden gegen Südafrika, Portugal und Rhodesien gefordert. UN-Mitglieder sollen ihre Hilfe an sogenannte afrikanische Befreiungsbewegungen verstärken. Vereinigten Staaten, England, Australien, Neuseeland und Südafrika stimmten gegen die Resolution. Das Aktionsprogramm wurde jedoch mit einer überwältigenden Mehrheit von 87 Stimmen bei 16 Enthaltungen angenommen.

Das Aktionsprogramm soll heute im Zuge der Feierlichkeiten aus Angab des 25. Geburtstages der UNO offiziell proklamiert werden. An der Jubiläumssitzung nehmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Regierungschefs teil. Man rechnet damit, dass westliche Delegierte an der Zeremonie zur Proklamierung des Aktionsprogramms nicht teilnehmen werden.

VERGELTUNG

Nairobi — Kenias Hafenarbeiter in Mombasa beschlossen, nicht mehr mit ihren Berufsgenossen aus Uganda zusammenzuarbeiten und auch keine Waren aus Uganda zu hantieren. Dies ist eine Vergeltungsmaßnahme gegen die Entlassung von kenianischen Arbeitern in Uganda.

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