02 September 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-09-02

ADMINISTRATION ZAHLT 50 000 RAND

Windhoek - Die südwestafrikanische Administration und die Schweizer Konsulentenfirma Motor Columbus haben sich am Dienstag in Windhoek dahingehend geeinigt, dass die Administration der Motor Columbus eine Summe von 50 000 Rand auszahlt. Die Schweizer Konsulentenfirma hatte eine Forderung in Höhe von 400 000 Rand, an die Administration gestellt, nachdem diese ihrerseits einen Vertrag im Zusammenhang mit dem Kunene-Projekt vorzeitig aufgekündigt hatte. Die SWA Administration stellte eine Schadenersatzforderung in Höhe von 800 000 Rand an die Firma Motor Columbus. Die Schlichtungsverhandlungen fanden am Dienstag in Windhoek unter dem Vorsitz von Professor W. G. Sutton statt.

GOLDMEDAILLE FÜR WINDHOEKER KLÄRANLAGE

Windhoek - Die für die Entwicklung der Wasserkläranlagen in Windhoek verantwortlichen Wissenschaftler und Ingenieure sind von der Wissenschaftlichen und Technischen Gesellschaft Südafrikas mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden. Diese Medaille wurde bisher nur zweimal vergeben: 1968 wurde das Herzchirurgenteam des Groote-Schuur-Krankenhauses in Kapstadt und 1969 das Rettungsteam der West-Driefontein-Mine damit ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird nicht in jedem Jahr vergeben, sondern nur wenn wissenschaftliche oder technische Leistungen die Vergabe dieser Goldmedaille rechtfertigen.

Windhoek ist die erste Stadt in der Welt, die ihr Trinkwasser direkt aus den gereinigten Abwässern zurückgewinnt. Die Kläranlage wurde Anfang 1969 von Ministerpräsident B. J. Vorster offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Sie ist die Frucht einer engen Zusammenarbeit des nationalen Instituts für Wasserforschung des südafrikanischen Forschungsrates für Wissenschaft und Industrie mit der Windhoeker Stadtverwaltung, Konsulentingenieuren und der Stiftung für Polioforschung.

KONFERENZ DER AFRIKA-STAATEN

Addis Abeba — In der Hauptstadt Äthiopiens wurde am Dienstag die Konferenz der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) eröffnet, die vier Tage dauern soll. Es nehmen daran Delegierte aus 41 Staaten teil. Mauritius ist nicht vertreten. Anwesend sind 13 Staatsoberhäupter, drei Vizepräsidenten und vier Ministerpräsidenten. Präsident ist das Staatsoberhaupt von Kamerun, Ahmadou Ahidjo, der die Versammlung eröffnete. Es sprachen der Konferenzpräsident, der Generalsekretär der UNO, U Thant, Kaiser Haile Selassie und der nigerianische Regierungschef General Gowon. Alle brachten ihre bekannten Anschuldigungen gegen die „rassistischen und reaktionären“ Staaten im südlichen Afrika vor.

CHOLERA BREITET SICH AUS

Genf - Die Zahl der Cholera-Erkrankungen and ist nach Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf überall in der Welt weiter angestiegen. Zum ersten Mal in der Geschichte seien Fälle von Seuchenausbrüchen südlich der Sahara registriert worden. In Guinea allein forderte die Cholera bisher das Leben von mindestens 60 Personen. Die Zahl der Cholera-Infizierten in Guinea wurde von zwei kürzlich aus diesem westafrikanischen Staat zurückgekehrten Gesundheitsbeamten der Organisation auf 2 000 veranschlagt, obwohl Meldungen dieser Art wiederholt von der guineischen Nachrichtenagentur, Conakry, dementiert worden sind. Die Regierung Guineas erwägt zurzeit aufgrund dieser Meldungen ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation.

Die meisten der Nachbarstaaten Guineas haben inzwischen umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Sierra Leone hält seine Grenzen mit Guinea Seit zwei Tagen geschlossen. Seit Dienstag lassen sich Tausende von Einwohnern gegen die Cholera impfen. Auch das ghanaische Gesundheitsministerium hat größere Sendungen von Impfstoffen angefordert.

MEDAILLEN FÜR SPORTLICHE LEISTUNGEN

Kapstadt - Die Einführung des gemischtrassigen Sports werde die Feinde Südafrikas auf keinen Fall beschwichtigen, weil es ihnen nicht um den Sport, sondern um die Kontrolle Südafrikas gehe. Das erklärte der Minister für Sport und Entspannung, F. W. Waring, am Dienstag am Volksrat.

Mit Interesse habe er die Resolution des internationalen Leichtathletikbundes zur Kenntnis genommen, nach der Südafrika während der nächsten zwei Jahre an keinerlei internationalen Wettkämpfen mehr teilnehmen kann. Diese Resolution habe nicht einmal auf der Tagesordnung für diese Konferenz in Stockholm gestanden. Deshalb waren sich Abgeordneten dessen gar nicht bewusst, dass eine derart wichtige Angelegenheit auf sie zukommen würde.

AUSSENMINISTER MULLER RÜGT DIE UNO

Kapstadt - Die Vereinten Nationen haben vor drei bis vier Jahren unter dem Druck der rücksichtslosen Mehrheit einen gefährlichen und schlüpfrigen Kurs eingeschlagen. Unter dem Deckmantel der Besorgnis über die politischen Rechte und die Wohlfahrt der eingeborenen Volker Südwestafrikas haben die Initiatoren dieser Aktion eine Kampagne zur Unterstützung des Terrors und der Subversion in diesem Land gestartet. Das erklärte der südafrikanische Außenminister Dr. Hilgard Muller am Dienstag im Volksrat.

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