25 Juni 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-06-25

DAS FEST DER ZEHNTAUSEND

Ondangwa – Die Ovambokavango- und die Finnische Mission feiern vom 9. bis zum 11. Juli in Omandongo, etwa 25 Kilometer östlich von Ondangwa den 100. Geburtstag der ersten Missionsstation -n Ovamboland. Zu diesem Fest werden etwa 10 000 Ovambos sowie über 100 Besucher aus dem Ausland sowie aus und Südwestafrika erwartet. Die Hauptfeierlichkeiten finden am Nachmittag des 10. Juli, eingeleitet durch einen Gottesdienst von Bischof Auala, statt. 72 Besucher aus Finnland sind bereits im Ovamboland eingetroffen, um an der Hundertjahr-Feier teilzunehmen. Die Ovambo-Kavango-Kirche ist die größte im Norden Südwestafrikas.



ALEXANDER DUBCEK DEMISSIONIERT

Prag/Kopenhagen – Alexander Dubcek ist als Botschafter der Tschechoslowakei in der Türkei am Mittwoch demissioniert worden. Das war sein letztes offizielles Amt, nachdem er 1968 bereits als Ministerpräsident und später auch von der kommunistischen Partei seines Landes suspendiert worden war. Sein endgültiger Ausschluss aus der Partei wird voraussichtlich innerhalb der nächsten Tage angekündigt werden.

Inzwischen wird aus Kopenhagen gemeldet, dass der tschechische Botschafter in Dänemark, Anton Vasek (52), um politisches Asyl für sich, seine Frau und seine beiden Töchter gebeten habe. Nach Angaben der dänischen Polizei war Vasek nach Prag zurückberufen worden. Er war im tschechoslowakischen Außenministerium tätig, als Alexander Dubcek an der Macht war. Er soll mit Dubcek gut befreundet gewesen sein.



US-SOLDTATEN SOLLEN BLEIBEN

Konstanz – Die Mehrheit der Bevölkerung der Bundesrepublik wünscht nach dem Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach, dass die US-Truppen in Europa bleiben. Aus dem Ergebnis der Repräsentativumfrage geht hervor, dass 47 Prozent der Befragten einen Abzug der US-Truppen aus Europa bedauern, 24 Prozent dagegen begrüßen würden. 29 Prozent waren unentschieden. Die Frage hatte gelautet: „Wenn Sie morgen in der Zeitung lesen würden, die Amerikaner ziehen ihre Truppen aus Europa zurück: Würden Sie das begrüßen oder bedauern?” Auf die Frage, ob die Sicherheit der Bundesrepublik auch nach einem Abzug der amerikanischen Streitkräfte gewährleistet sei oder nicht, meinten 46 Prozent, sie sei nicht mehr gewährleistet. 33 Prozent, waren in diesem Fall unentschieden, an die 21 Prozent vertraten die Ansicht, dass die militärische Sicherheit der Bundesrepublik durch einen eventuellen Abzug nicht gefährdet werde.



FRIEDENSVORSCHLÄGE ABGEWIESEN

Beirut/Haifa – In Beirut und Haifa wurde ein amerikanischer Friedensplan bekannt, der heute vom amerikanischen Außenminister mitgeteilt werden soll. Der Plan sieht einen dreimonatigen Waffenstillstand und die Schaffung einer breiten entmilitarisierten Zone vor. Während des Waffenstillstandes sollen „indirekte Friedensverhandlungen” geführt werden. Bevor diese beginnen konnten, müsse Israel seine Truppen aus den besetzten Gebieten zurückziehen. Ausgenommen seien die Golan-Höhen, weil Syrien eine Resolution des Sicherheitsrates, die zum Frieden im Nahen Osten aufforderte, nicht angenommen habe. Die palästinischen Guerillas haben den Plan, bevor er öffentlich bekannt wurde, bereits verworfen, obwohl er Kompensationen für die Flüchtlinge vorsieht.



KAMPF MIT TERRORISTEN

Lourenço Marques – Wie vom portugiesischen Hauptquartier mitgeteilt wird, sind kürzlich im nördlichen Mosambik zwei Stützpunkte der Terroristen, „Beira” und „Temba”, und ein Ausbildungslager für Terroristen ausgehoben worden. „Beira”, eine wichtige Kommandostelle, wurde vollkommen zerstört. In einer anderen Aktion gelang es, den Stützpunkt „Limpopo” und zwei weitere Stellungen zu besetzen. Eine dritte Aktion ist noch im Gange. Den Portugiesen fielen große Mengen an Waffen, Munition und Ausrüstungen in die Hände. Die Verluste der Terroristen waren bedeutend; auf portugiesischer Seite wurden nur zwei Soldaten verwundet.



„UNDICHTE STELLEN”

Bonn – Die Frage, wie die „Bild”-Zeitung Teile des „Bahr-Papiers” über die deutsch-sowjetischen Gespräche zum Gewaltverzicht erhalten hat, bleibt ungeklärt. Bundesaußen­minister Walter Scheel gab vor dem Bundestag zu, dass es „undichte Stellen” gegeben habe. „Sie sind schwer herauszufinden”, fügte er hinzu. Scheel meinte, „Kollegen der Opposition, die van uns unterrichtet worden sind, können es nicht sein”. Die Veröffentlichung solcher zwangsläufig unvollständigen Unterlagen ergäbe im Übrigen ein verzerrtes Bild.



„RA 2” SCHON IN „ZWEITER HALBZEIT”

Hamburg – Das Papyrus-Boot „Ra 2”, mit dem der norwegische Forscher Thor Heyerdahl und seine siebenköpfige internationale Besatzung den Atlantischen Ozean zwischen Marokko und den Westindischen Inseln zu überqueren versuchen, hat jetzt über die Hälfte der Strecke zurückgelegt und macht gute Fahrt. Am 15. Juni, vier Wochen nach dem Start, befand sich die „Ra 2”, wie dpa von Frau Yvonne Heyerdahl erfuhr, auf der Position 18 Grad 47 Minuten Nord und 33 Grad 22 Minuten West. In den letzten Tagen schaffte die „Ra 2” täglich zwischen 70 und 81 Seemeilen (130 bis 150 Kilometer). Die Stimmung der Besatzung sei ausgezeichnet.



KURZ BERICHTET

Phnom Penh – Wie einer in Tokio abgehörten Nachrichtensendung Radio Phnom Penhs entnommen werden kann, soll der Internationale Flughafen der kambodschanischen Hauptstadt in der Nacht zum heutigen Donnerstag von bisher nicht identifizierten kommunistischen Einheiten beschossen worden sein. Internationale Fluggesellschaften, die Phnom Penh regelmäßig anfliegen, haben ihre Tätigkeit einstweilen eingestellt.

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