17 November 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

1970-11-17

KEIN WASSER ZUR JAHRHUNDERTWENDE?

Pretoria — Bei dem gegenwärtigen Wachstum Südafrikas muss innerhalb der nächsten 30 Jahre mit einem täglichen Wasserdefizit von 19,8 Milliarden Litern gerechnet werden, erklärte Professor S. P. du Toit Viljoen, der Vorsitzende der Wasserwirtschaftskommission der südafrikanischen Regierung, auf einer internationalen Wassernutzungskonferenz in Pretoria. Nach seiner Auffassung werde die Entsalzung des Meerwassers die vorhandenen Wasserquellen des Landes am zweckmäßigsten ergänzen. Zur Jahrhundertwende werde der tägliche Wasserbedarf auf allen Sektoren 75,25 Milliarden Liter betragen. Selbst bei verbesserten Methoden der Wasserkonservierung werde noch ein Defizit von 6,8 Prozent vorhanden sein. Diese fehlende Wassermenge werde durch die Meerwasserentsalzung, die Wiederbenutzung von Abwässern, eine zweckmäßigere Verwendung des Wassers in der Berieselungslandwirtschaft sowie eine umsichtige Entwicklung, Planung und Verwendung von neuen Wasserquellen ergänzt werden.

LOUWTJIE BARNARDS HEIRATSPLÄNE

Kapstadt — Die ehemalige Frau des weltberühmten südafrikanischen Herztransplantationspioniers, Prof. Chris Barnard, wird im Februar nächsten Jahres wieder heiraten. „Ich werde an meinem nächsten Geburtstag, dem 13. Februar 1971, einen neuen Ehebund schließen“, erklärte Louwtjie Barnard in Kapstadt. Über die Identität ihres zweiten Ehepartners sagte sie allerdings nichts Näheres aus. Sie deutete noch an, dass es sich um einen deutschen Baron handele, der im Dezember Südafrika besuchen werde. Sie hat ihn bei einem Besuch in der Bundesrepublik Deutschland kennengelernt.

ABKOMMEN DDR - SAMBIA

Berlin - Ein Regierungsabkommen „über die weitere Entwicklung des Handels, der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit und der kulturellen Beziehungen“ ist zwischen der DDR und Sambia unterzeichnet worden. Nach einer Meldung der Ostberliner Nachrichtenagentur ADN unterschrieben DDR-Postminister Rudolph Schulze und der sambische Handelsminister Humphrey Mulemba das Abkommen in Lusaka. Beide Länder unterhalten Beziehungen auf der Ebene einer Wirtschafts- und Handelsmission.

REGIERUNGSKRISEN IM NAHEN OSTEN

Beirut/Kairo – Der frühere Verteidigungsminister in Syrien, General Hafez Assad, hat am Freitag den Präsidenten Noureddin Atassi und sein Kabinett abgesetzt und sich selber zum neuen Beherrscher Syriens ernannt, wobei er sich auf die Armee stützen kann. Dabei kam es zu Unruhen in Damaskus, woran sich Studenten beteiligten. Ein Mann wurde getötet und 35 Personen wurden verletzt. Der Gouverneur von Südsyrien trat aus Protest gegen den Staatsstreich Assads zurück. Einige der von Assad verhafteten Politiker sind inzwischen wieder freigelassen worden, jedoch nicht der frühere Präsident und der Ministerpräsident. General Assad will die Guerillas, die auf syrischem Boden stehen, starken, aber unter Kontrolle halten. Der gestürzten Regierung wird vorgeworfen, „eine katastrophale Politik“ betrieben zu haben, als sie den Panzerangriff gegen Jordanien zur Unterstützung der dortigen Guerillas anordnete, der jedoch ohne Deckung der Luftwaffe befohlen wurde, so dass die Panzertruppen zum Teil geschlagen wurden und sich zurückziehen mussten.

ÜBER 100 000 TODESOPFER IN PAKISTAN?

Dacca — Nach offiziellen Angaben ist die Zahl der Todesopfer in den während des vergangenen Freitags von einem Zyklon heimgesuchten und einer anschließend folgenden, etwa sechs Meter hohen Flutwelle überschwemmten Gebieten im östlichen Pakistan, wobei vier im Gangesdelta gelegene Inseln am schwersten in Mitleidenschaft gezogen wurden, in der Nacht zum heutigen Dienstag nicht nennenswert gestiegen. Insgesamt seien bisher rund 16 000 Menschen dem Unwetter zum Opfer gefallen. In krassem Gegensatz hierzu stehen dagegen die Angaben der örtlichen Nachrichtenagentur, die die Zahl der Katastrophenopfer mit rund 160 000 Toten bezifferte. Die Agentur beruft sich dabei auf unabhängige Nachrichtenquellen und verwies in diesem Zusammenhang auf die Insel Bhola, die im Zentrum des Zyklonkorridors liegt — also der ganzen Wucht des Unwetters ausgeliefert war.

IM NAMEN DES FUSSBALLS

London — Falls der Fußball jemals als olympische Disziplin ausgelassen werden sollte, werde eine Fußball-Weltmeisterschaft für Amateure eingerichtet. Das schreibt Sir Stanley Rous, der Präsident des Internationalen Fußballverbandes (FIFA), in den neuesten Mitteilungen dieser Organisation.

Trotz der Opposition verschiedener Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegen die fortgesetzte Beibehaltung des Fußballes im olympischen Programm glaubt Sir Stanley Rous nicht, dass diese Sportart „verbannt“ werde. Ebenso ist er davon überzeugt, dass die Entscheidungsrunde nicht auf acht Ländermannschaften reduziert werde. Bisher haben die 16 Sieger der Qualifikationsrunden an den Olympischen Spielen teilgenommen.

Nach den Worten Sir Stanley Rous sei der Fußball immer noch der beliebteste Sport in der Welt und erfreue sich besonders in den Entwicklungsländern einer zunehmenden Popularität.

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