10 März 2021 | Vor 50 Jahren

Vor 50 Jahren

MALAWI ANERKENNT UGANDA

Zomba - Malawi hat am Dienstag die Militärregierung des Generals Idi Amin anerkannt. Präsident Banda erklärte im Parlament, dass seiner Ansicht nach kein Grund bestehe, die Regierung in Uganda nicht anzuerkennen. Der Putsch in Uganda unterscheide sich nicht von anderen Regierungswechseln in Afrika. Diejenigen, die seinerzeit das Regime in Biafra anerkannten (Banda spielte damit auf Sambia und Tansania an, die Ojokwu unterstützten und heute Amin nicht anerkennen wollen), hatten kein moralisches Recht, General Amin aIs neues Staatsoberhaupt von Uganda zurückzuweisen. Ugandas Militärregierung ist bis jetzt von der britischen Regierung und von Ghana anerkannt worden. Sambia und Tansania unterstützen den am 25. Januar abgesetzten Präsidenten Milton Obote.

ERDÖL-ULTIMATUM HEUTE ABGELAUFEN

Tripolis - In den Erdölverhandlungen in Tripolis läuft heute das Ultimatum Libyens und der drei anderen Ölexportierenden Länder (Irak, Saudi-Arabien und Algerien) ab. Diese Länder drohten, die Verhandlungen einzustellen, wenn die Erdölgesellschaften den neuen Preisen nicht zustimmten. Die Gesellschaften hatten am Sonntag einen Gegenantrag eingebracht und erwarten, dass Libyen heute darauf antworten wird. Libyen, das auch für die anderen Staaten verhandelt, verlangt eine Erhöhung des Abgabepreises um einen Dollar je Barrel. Sie verlangen auch eine fünfprozentige Erhöhung der Einkommensteuer und die Wiederinvestierung von je 25 Cent pro Barrel, was für die libysche Erdölforschung und die Herstellung neuer Projekte verwendet werden soll.

DROHUNGEN NICHTWEISSER EINWANDERER

London - Nichtweiße Einwanderer drohen mit Streiks und sogar mit Gewalt, falls die britische Regierung das neue Einwanderungsgesetz nicht zurückziehe. Der Vorsitzende der westindischen Gesellschaft, die 20 000 Mitglieder zählt, erklärte, die Nichtweißen brauchten nur einen Tag lang zu streiken, um die britische Wirtschaft zu schädigen. Viele der nichtweißen Einwanderer sind bei den Eisenbahnen, in Autobus-Gesellschaften und in Untergrundbahnen beschäftigt. Andere, die nichtgelernte Arbeiter sind, arbeiten in Fabriken. Die Nichtweißen erklären, das neue Einwanderungsgesetz sei diskriminierend gegenüber den Nichtweißen. Es sei für weiße Commonwealth-Bürger, die sogenannten „Patriats“, leichter, in Großbritannien einzuwandern als für die Nichtweißen. Unter „Patriats“ versteht man Personen, von denen mindestens ein großelterlicher Teil in Großbritannien geboren worden ist. Dadurch werden Kanadier, Australier and Neuseeländer gegenüber den afrikanischen, asiatischen und westindischen nichtweißen Commonwealth-Bürgern bevorzugt. Diese Kategorie von Einwanderern sei auch gezwungen, sich wie die übrigen Ausländer bei der Polizei registrieren zu lassen.

NEUER AUSTRALISCHER PREMIER

Canberra - Der australische Ministerpräsident John Gordon ist am heutigen Mittwoch von dem stellvertretenden Führer der Liberalen Partei William McMahon nach einer Konferenz der Partei abgelöst worden. Auf der Parteikonferenz wurde ein Misstrauensvotum gegen Gordon beantragt. Bei der Abstimmung darüber kam es zu Stimmengleichheit. Um eine Entscheidung herbeizuführen, gab Gordon seine Stimme schließlich gegen sich selbst ab.

OFFIZIERE UND SOLDATEN STREIKEN

Stockholm - Schweden ist das einzige Land der Welt, wo Offiziere und Soldaten das Recht haben, in Streik zu treten und Soldforderungen zu erheben. Die schwedische Regierung legte dem Parlament am Dienstag eine Notgesetzgebung vor, um zu verhindern, dass bis Mittwoch Mitternacht 30 000 von 45 000 Soldaten und 3 000 von 5 000 Offizieren sowie 35 000 Staatsbeamte ausgesperrt werden. Das Gesetz soll sechs Wochen gültig sein, damit in dieser Zeit eine Einigung über die Soldforderungen erzielt werden kann.

JUGENDLICHER US-LUFTPIRAT DEPORTIERT

Vancouver (Kanada) - In die USA abgeschoben hat die kanadische Behörde am Dienstag einen 19-jährigen Luftpiraten und amerikanischen Rekruten, der am 25. Februar eine Boeing 777 der Western Airlines von Miami nach Vancouver entführt hatte. An Bord der Maschine befanden sich 92 Passagiere, unter ihnen 67 Rekruten. Sämtliche Rekruten waren auf dem Wege zu ihren Ausbildungslagern.

130. STARFIGHTER ABGESTÜRZT

Bonn - Bei einem Übungsflug ist am 5. Marz ein Starfighter vom Typ TIT 104. g des Marinefliegergeschwaders 2 (Eggebeck) in der Nähe von Bremen bei Syke abgestürzt. Nach Mitteilung des Bundesverteidigungsministeriums kamen die beiden Piloten der Schulmaschine ums Leben. Die Ursache des Unfalls ist nach der Mitteilung des Ministeriums noch ungeklärt. Die Bundeswehr hat damit den 130. Starfighter verloren. Dabei sind 63 Piloten ums Leben gekommen.

TRETEN CLAY UND FRAZIER AB?

New York - Werden Joe Frazier, der regierende Schwergewichtsweltmeister im Boxen, und Cassius („Großmaul“) Clay jemals wieder boxen? Diese Frage scheint nach ihren Äußerungen am Dienstag vollkommen berechtigt. Wenn Joe Frazier dem Rat seines jahrelangen Helfers und Beraters Yancey Durham folgt, wird er niemals wieder boxen. Durham sagte, sein Schützling habe mit dem Punktsieg gegen Cassius Clay alles erreicht, was er sich gewünscht habe. Er hoffe, dass Frazier sich jetzt auf seine Laufbahn als Sänger konzentrieren und einige Platten schneiden würde. Frazier hat einen Vertrag für eine Europa-Tournee mit einer britischen Popgruppe unterzeichnet.

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