23 September 2015 | Geschichte

Vor 50 Jahren

23. September 1965 Mit SAA in 14 Stunden Windhoek-Frankfurt Windhoek (AZ). Nach dem 1. November werden Windhoek und Frankfurt sich wesentlich näher rücken als bisher, wenn die südafrikanische Luftfahrtgesellschaft (SAA) den Direktflug zwischen diesen beiden Städten einrichtet. Am Samstag, 6. November, um 20.45 Uhr wird die erste flugplanmäßige Boeing 707 auf dem J.-G.-Strijdom-Flugplatz bei Ondekaremba landen und um 21.30 nach Luanda und von dort über Las Palmas nach Frankfurt weiterfliegen. In Frankfurt landet sie um 11.25 am Sonntagvormittag. Das bedeutet einen Flug von etwa 14 Stunden. Am Sonntag, 7. November, wird die erste Boeing 707 der SAA von Übersee um 11.45 Uhr landen und um 12.30 Uhr nach Johannesburg weiterfliegen. Mit Wirkung vom 1. Oktober fliegt die SAA nur noch den neuen J.-G.-Strijdom-Flugplatz bei Ondekaremba an. Ihre Hauptdienststelle in der Stadt befindet sich dann im Carl-List-Haus an der Ecke Kaiser-/Peter-Müller-Straße. 23. September 1965 Als Zeuge nach den Haag Windhoek (AZ). Kurt Dahlmann, Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung, hat am Dienstag Windhoek auf dem Wege nach Den Haag verlassen. Er soll vor dem Internationalen Gerichtshof als Zeuge aufgerufen werden. 23. September 1965 Von der Fernmeldekonferenz ausgeschlossen Montreux (SAPA/Reuter). Eine Bevollmächtigtenkonferenz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), beschloß am Dienstag Südafrika wegen der Apartheidspolitik von der Konferenz auszuschließen. In einer geheimen Abstimmung sprachen sich 59 Delegierte gegen und 28 Abgeordnete für eine Teilnahme Südafrikas an der Konferenz aus. Sieben Delegierte enthielten sich der Stimme. Nach einer verwirrenden Debatte ob die Entscheidung vom vergangenen Freitag gültig sei, daß die Konferenz nicht kompetent sei, über den Antrag der afro-asiatischen Staaten abzustimmen, stellte der Delegierte der USA erneut den Antrag, daß das Gremium nicht über diese Angelegenheit abstimmen könne. Dieser Vorschlag wurde im Gegensatz zu Freitag mit 58 zu 51 Stimmen bei zwei Enthaltungen abgelehnt. Hierauf trat der kanadische Delegierte George A. Scott an das Rednerpult und sagte, daß Kanada gegen eine Ausschließung Südafrikas von der Konferenz stimmen werde, da die vorangegangene Abstimmung illegal sei. Auch der brasilianische Abgeordnete Eneas Machada deAssis vertrat die Ansicht des kanadischen Kollegen. Beide betonten jedoch, daß sie gegen die Rassenpolitik der südafrikanischen Regierung seien. Mit der Abstimmung und der Ausschließung Südafrikas von der Teilnahme an der Bevollmächtigtenkonferenz der Internationalen Fernmeldeunion fanden die lebhaften Diskussionen ein Ende, in der einige Vertreter der afro-arabischen Länder mit scharfen Worten die Regierungspolitik Südafrikas verurteilten. 23. September 1965 Eingeborenensiedlung modernisiert Tsumeb (AZ). Die Landgemeinde von Tsumeb hat für die Verschönerung der Eingeborenenwohnsiedlung keine Unkosten gescheut. Für R25 000 wurden die 621 soliden Familienhäuser renoviert und gestrichen. Für weitere R40 000 wurden sämtliche Wohngrundstücke eingezäunt. Die alte Bierhalle wurde erheblich vergrößert, modernisiert und neu möbliert. Wegen der starken Verkalkung von Rohrleitungen in Tsumeb werden zur Zeit neue Wasserleitungsrohre für R41 000zur Eingeborenensiedlung gelegt. Nach Abschluß dieser Arbeit wird jedes Grundstück eine eigene Wasserzapfstelle und eine Spültoilette bekommen. 23. September 1965 Ein Blick auf die Leinwand: „Among Vultures“ Windhoek (BL). Eine alte Weisheit sagt, die italienischen Filmregisseure machen die härtesten Western, die amerikanischen Regisseure Western im klassischen Stil und die deutschen die romantisch-schönsten Wildwestfilme. Zur letzten Kategorie gehört „Among Vultures“ (Unter Geiern). Seit der Mythos des Wilden Westens auch in Europa seine Faszination beweisen konnte, haben sich die europäischen Produzenten diese Genre bemächtigt, um die stark strapazierten Kassen mit klingender Münze zu füllen. Helden, die der Fantasie entsprungen sind, wurden für den Film aufbereitet. Darunter auch die Figuren Karl Mays. Weltstars wie Stewart Granger, Pierre Brice, Elke Sommer und Götz George haben sich in „Unter Geiern“ mit einer Meute von Banditen auseinanderzusetzen. Das Gute siegt über das Böse – á la Karl May. Der Film wurde in herrlichen Farben vor einer gewaltigen (jugoslawischen) Kulisse gedreht. Besonders bemerkenswert ist die musikalische Umrahmung des harten Geschehens. Ein Film, den sich der Wildwestfreund keineswegs entgehen lassen dürfte.

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