09 Dezember 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

AZ-FONDS DOKUMENTATION FÜR DIE POLIZEI

Windhoek - Im Januar wird die AZ eine Dokumentation ihres Sammelfeldzuges zugunsten der Grenzpolizisten, der offiziell am 29. August 1969 begann und am 10. Dezember 1969 endet, mit all ihren in dieser Zeit vorgenommenen Veröffentlichungen, einschließlich der Spendenlisten in Pretoria überreichen. Dies wurde in einer telefonischen Unterredung zwischen Generalmajor Theo Crous, jetzt im Polizeihauptquartier in Pretoria, und der AZ am Samstag beschlossen. Ein weiterer Band mit der Dokumentation Meer die Spendenaktion wird im südwestafrikanischen Polizeihauptquartier in Windhoek überreicht werden. Einer der beiden Bände wird voraussichtlich im südafrikanischen Polizeimuseum eine ständige Bleibe finden.


DIE HÖHERE GRUNDSTEUER IN WINDHOEK

Windhoek - Stadtsekretar A. C. Arnold gibt sich optimistisch hinsichtlich der Auswirkungen der vom Stadtrat im Grundsatz beschlossenen Erhöhung der Grundsteuer aufgrund der neuen Abschatzung. Die übergroße Mehrheit der Windhoeker Grundeigentümer, so meinte Arnold, werde nicht mehr oder nur unwesentlich mehr oder gar weniger Grundsteuern bezahlen als in der Vergangenheit. Es sei möglich, dass bis zu 95 Prozent der Windhoeker Grundeigentümer in die genannte Kategorie wesentlich höhere Grundsteuern werden jedoch von einer kleinen Zahl von Grundeigentümern im Zentrum der Stadt aufgebracht werden müssen. Praktisch werden dem-Path' die Hausbesitzer im Geschäftszentrum Windhoeks für die von Stadtrat angestrebten höheren Einnahmen zahlen messen. Arnold räumte in diesem Zusammenhang ein, dass die höheren Steuern in der Innenstadt über entsprechende Preiserhöhungen auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.


MAXIMALE AUSWERTUNG DER RESERVEN

Johannesburg - Die Entwicklung der Uran-Reserven verzeichnet außerordentliche Fortschritte, erklärte der Vorsitzende des Atomenergierates, Dr. A. J. A. Roux, in einer Rundfunkrede am Sonntagabend. Die Entwicklungen in der Verwendung der Atomenergie seien für Südafrika sehr wichtig, da Südafrika die größten Uran-Reserven der freien Welt besitze und heute der drittgrößte Uran-Produzent sei. Atomenergie werde zur wichtigsten Quelle elektrischen Kraftstroms werden und sei von strategischer Bedeutung. Es sei daher für Südafrika notwendig, alles zu prüfen, was zur maximalen Auswertung dieses lebenswichtigen Rohmaterials führen könne.

Das 1959 vom Atomenergierat beschlossene Programm habe unter anderem vorgesehen, dass die Abbau- und Aufbereitungsmethoden des Urans ständig verbessert werden müssten, damit Südafrika stets auf dem internationalen Markt konkurrieren könne. Ferner müsse Uran in der besten raffinierten Form angeboten werden. Südafrika, sagte Dr. Roux, sei in der glücklichen Lage, dass Uran als Nebenprodukt von Gold abgebaut werde. Die Kosten betrügen weniger als zehn Dollars das Pfund, sodass südafrikanisches Uran preislich überall konkurrieren kann.


KEINE AUSSICHTEN FÜR FRIEDEN

Nairobi - Der nigerianische Bürgerkrieg reißt auf beiden Seiten der Fronten immer tiefere Wunden auf. Trotz reger diplomatischer Aktivität und wiederholter Friedens-angebote Biafras fürchten Kenner der Situation, dass sich dieser bisher verlustreichste Kempf auf afrikanischem Boden noch lange hinziehen wird.

Zwar konnte die vereinigte Kirchenhilfe dieser Tage melden, dass seit Eröffnung der Luftbrücke von Sao Tome bisher 4 000 Lebensmitteltransporte nach Biafra eingeflogen worden seien. Dennoch fehlt die Hilfe des Internationalen Roten Kreuzes, das auf Wunsch von Lagos nur bei Tage fliegen darf, worauf der Staatschef von Biafra, General Ojukwu, nicht eingeht. Auf der nigerianischen Seite wächst die Unruhe unter der Bevölkerung der Westregion. Nigeria muss zudem wegen der biafranischen Luftangriffe auf Erdölanlagen finanzielle Einbußen hinnehmen. Außerdem wachsen die Transportschwierigkeiten für landwirtschaftliche Erzeug-nisse aus dem Norden, da die Straßen mangels Geld langsam verfallen und der Eisenbahnverkehr reduziert werden muss, weil der Kohle-Export stockt.


WINDHOEKER KINDERCHOR - EIN GROSSER ERFOLG

Windhoek - Der Windhoeker Kinderchor unter seinem Leiter Ernst Scherer gab am Samstag, den 6. Dezember, in der Aula der H.P.S. einen Chorabend mit dem Programmtitel: „Folksongs of the World.” Bekanntlich ist die Zusammenstellung dieses Chores auf Anregung unseres früheren Administrators W. C. du Plessis durch Ernst Scherer nach sorgfältiger Auswahl aus den Windhoeker Schulen in gleichheitlicher Verteilung auf die drei Landessprachen erfolgt.

Die Tournee, welche den Chor nach Kapstadt und eine Reihe von Ortschaften in der Kapprovinz führen wird, beginnt am 2. Januar 1970, und am 16. Januar kann der Chor in Windhoek zurückerwartet werden.

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