29 Juli 2015 | Geschichte

Vor 50 Jahren

28 Juli 1965 Gute Besuchszeit Windhoek (AZ). Die Zeit für einen Ausflug in das Etoscha-Wildschutzgebiet ist jetzt besonders gut. Das meinte Bernabé de la Bat, der Leiter der Abteilung für Fremdenverkehr, Wild- und Naturschutz in einem kurzen Gespräch mit der AZ. Er war gerade von einer Inspektionsreise durch das Wildschutzgebiet zurückgekehrt. Nachdem der Touristenstrom während der Schulferien in SWA und der Republik im Juli einen Höhepunkt erreicht hatte, ist die Zahl der reisenden Urlauber nun stark zurückgegangen. In den Etoscha-Rastlagern Okaukuejo und Namutoni sind wieder genügend Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden. De la Bat meinte, der Abzug der Touristen mache sich auch bei dem Wild bemerkbar. Man könne jetzt viel Wild aller Arten entlang der Fremdenverkehrsrouten im Wildschutzgebiet beobachten. Dadurch, daß der Verkehr stark zurückgegangen sei, sei das Wild ruhiger geworden und halte sich auch mehr bei den von Menschenhand geschaffenen Wasserstellen auf. Im Westen des Wildschutzgebietes seien die sogenannten „Regenwasserpfannen“ nun allmählich eingetrocknet. Daß die Pfannen solange Wasser gehalten hätten, sei ein Zeichen dafür, wie gut es in den entlegeneren Gebieten geregnet habe. Aus diesem Grunde ziehen Elefanten und auch andere Wildarten jetzt mehr in die Mitte und kommen daher regelmäßiger an die Wasserlöcher. 28 Juli 1965 Um das Von-Francois-Denkmal Windhoek (AZ). Der Windhoeker Stadtrat wird Dr. N. Mossolow beauftragen, über gewisse Änderungen „technischer Details“ an dem bereits vorhandenen Gipsabdruck des Von-Francois-Denkmals für Windhoek mit seinem Bildhauer zu besprechen. Im Rahmen der Monatssitzung des Windhoeker Stadtrates am Dienstag wurde dabei von verschiedenen Seiten ausdrücklich betont, daß Dr. Mossolow in dieser Beziehung einen klaren „schriftlichen Auftrag“ mit nach Pretoria bekomme. Der Bildhauer Bennie Potgieter bekommt eine Abschrift. Eine gewisse Kritik an der künstlerischen Ausführung des Denkmals wurde auf der Ratssitzung laut. So wurde darauf hingewiesen, daß man den Eindruck habe, die Gestalt von Francois‘ wirke „zu steif und alt“. Es wurde dabei jedoch betont, daß man niemanden in dieser Beziehung beauftragen werde, Potgieter „Vorschriften zu machen“. Man wolle ihn jedoch über die verschiedenen Anschauungen, die zum Ausdruck gebracht worden sind, unterrichten. Dazu gehört, daß Potgieter einen Bericht des Ratsherren J. B. H. Prittwitz über eine Besprechung mit Vertretern der Alten Kameraden, der Kameradschaft ehemaliger deutscher Soldaten und anderen Personen, den Kommentar des stellvertretenden Stadtsekretärs Willem Kotze, der als einziger den Gipsabdruck bisher gesehen hatte, sowie einige Bemerkungen des Stadtsekretärs Arnold und ein Brief der Alten Kameraden (Ortsgruppe Windhoek) enthält. Es wurde wiederholt darauf hingewiesen, daß man die künstlerische Gestaltung nicht beeinflussen könne. Man habe das Denkmal einem bestimmten Künstler in Auftrag gegeben und damit gewissermaßen auch seinen Stil akzeptiert. Dabei wurde auch daran erinnert, daß Aufnahmen, wie sie dem Stadtrat zur Zeit von dem Gipsabdruck vorliegen, nicht den richtigen Eindruck vermitteln könnten. 28 Juli 1965 Noch kein positives Ergebnis Walvis Bay (AZ). Das Forschungsboot „Keurboom“ von der Fischerei-Entwicklungsgesellschaft ist dieser Tage nach einer ersten Ausfahrt entlang der Atlantikküste nach Walvis Bay zurückgekehrt. Reparaturen an den Radargeräten sind notwendig. Bill Taylor, der Cheftechniker der Entwicklungsgesellschaft, sagte in einem Gespräch mit der AZ, die erste Forschungsreise im Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Shrimps an der Südwester Küste sei relativ erfolgreich gewesen. Taylor ist schon seit über 40 Jahren mit derartigen Forschungsprojekten eng verbunden. Bisher hat die „Keurboom“ in verhältnismäßig flachem Wasser entlang der Küste nach Shrimps gefischt. Zwischen Sandwichharbour und der Huab-Mündung wurden in Tiefen bis zu 20 Faden die Fangnetze ausgelegt. Bei Sandwichharbour wurden bis zu 70 lbs Shrimps auf einmal an Bord gezogen. Taylor sagte, es handele sich dabei um einen sehr kleinen weißen Typ, von dem etwa 350 bis 400 ein lbs ausmachen. Auf die Frage, ob es sich überhaupt lohne, so kleine Shrimps zu fangen, meinte Taylor, es lohne sich wohl, wenn man sie zu einer Shrimp-Paste verarbeite.

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