10 Februar 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

LUFTANGRIFFE WÄHREND DER

GIPFELKONFERENZ

Kairo/Tel Aviv - Während der neuen Gipfelkonferenz der am Krieg gegen Israel direkt beteiligten Staaten, unternehmen israelische Düsenbomber Angriffe auf Militärlager, nur wenige Kilometer vom Kubbeh-Palast entfernt, wo die Konferenz arabischer Staatsoberhäupter stattfindet, sowie auf Inshan, 20 Kilometer nordwestlich von Kairo, und in der Nähe der Industrieviertel von Heluan. Die Flugzeuge näherten sich bis auf einige Kilometer dem Stadtzentrum von Kairo. Nach ägyptischer Darstellung sind in Heluan 19 Fabrikarbeiter und in Inshan 8 Soldaten verwundet worden. In Kairo waren die Bombenexplosionen zu hören. Die Ägypter behaupten, zwei israelische Flugzeuge abgeschossen zu haben, während die Israelis erklären, alle Flugzeuge seien zurückgekehrt. Bei Luftkämpfen über dem Delta und dem Kanal seien zwei ägyptische Flugzeuge abgeschossen worden.



WEGEN SPIONAGE VERHAFTET

Seattle - Ein sowjetischer Angestellter des UNO-Generalsekretariats wurde in Seattle wegen Spionageverdachts verhaftet. Der Verhaftete war als Übersetzer im Generalsekretariat tätig und soll gegen die Vereinigten Staaten spioniert haben. Er soll in dem Augenblick verhaftet worden sein, als er Geheimmaterial aus dem amerikanischen Verteidigungsministerium in Empfang nahm. Für die Ausführung des Auftrags waren dem Überbringer des Materials am 6. Dezember 300 Dollar ausbezahlt worden.

„Aufgrund seiner Tätigkeit bei den Vereinten Nationen geniest der Verhaftete keine diplomatische Immunität. Er kann zu einer Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren oder einer Geldstrafe bis zu 10000 Dollars verurteilt werden.



KAMPF MIT FLUGZEUGENTFÜHRERN

Santiago (Chile) - Auf dem Flug von Punta Arenas in Südchile nach Santiago zwangen zwei chilenische Studenten die Besatzung, Kurs auf Kuba zu nehmen. Da jedoch zu wenig Benzin an Bord war, musste in Santiago trotzdem eine Zwischenlandung vorgenommen werden. Während des Fluges kämpften Passagiere und Besatzungsmitglieder mit den Piraten, jedoch ohne Erfolg. Eine 23-jährige Stewardess erhielt drei Schüsse in den Magen und musste inzwischen zweimal operiert werden. Dank ihrer Geistesgegenwart konnten nach der Landung zwei als Mechaniker verkleidete Polizeioffiziere die Luftpiraten überwältigen, wobei der 19-jährige Pedro Lenin Valenzuela erschossen wurde. Aus der Meldung geht nicht klar hervor, ob die Stewardess vor der Landung oder während der Schießerei mit der Polizei verletzt wurden ist. 150 Stewards und Stewardessen der nationalen Luftfahrtgesellschaft sind in Streik getreten, weil ihre Arbeit zu unsicher sei.



ROGERS AFRIKAREISE

Rabat - Der amerikanische Außenminister William Rogers ist am Samstag in Rabat, der Hauptstadt Marokkos, eingetroffen,

wo er zwei Tage verbringen wird. Am Sonntag besuchte er die religiöse Hauptstadt Fez. Er führte bereits Gespräche mit König Hassan II, mit dem Ministerpräsidenten Ahmed Laraki und dem Außenminister

Abdelhadi Bontaleb. Er wird heute, Montag, nach Tunis weiterfliegen. Marokko

und Tunis sind die beiden einzigen ara­bischen Staaten, die Rogers besucht. Beide Länder gelten als „gemäßigt”, da sie mehr oder weniger einen westlichen Kurs einhalten. Die Bevölkerung allerdings ist ausgesprochen proarabisch. Rogers muss in Marokko und Tunis vor allem die amerikanische Nahost-Politik erläutern. Nach Tunesien wird der amerikanische Staatssekretär Äthiopien, Kenia, Sambia, Kongo-Kinshasa, Kamerun, Nigeria, Ghana und Liberia besuchen. Rogers erklärte, er werde auf seiner 16 Tage dauernden Reise mehr zuhören als selber reden.



VORSTER ÜBER LESOTHO

Kapstadt - Südafrikas Haltung gegenüber dem Nachbarstaat Lesotho wird sich nicht ändern. Genau wie in dem Fall Rhodesien werden normale Beziehungen aufrechterhalten, sagte der südafrikanische Ministerpräsident B. J. Vorster am Freitag im Volksrat. Dem Oppositionsführer Sir de Villiers Graaff machte Vorster den Vorwurf, dass er mit den Ereignissen in Lesotho der Wählerschaft Furcht einflöße und vor unabhängigen Bantuheimatgebieten warnte.

Es gebe drei Gründe, warum die Verhältnisse in Südafrikas Bantuheimatgebieten anders sein werden. Erstens bereite Südafrika die Nichtweißen besser auf die Unabhängigkeit vor, als die Briten das bisher getan haben. Außerdem wird das Hergebrachte nicht unberücksichtigt gelassen. Man behalte zum Beispiel das Häuptlingssystem bei. Drittens werde der Kommunismus auch in den Bantuheimatgebieten ausgemerzt. Das werde in Zukunft noch in zunehmendem Maße geschehen.

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