10 Januar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

9. Januar 1969

RUNDFUNKSTUDIOS IM BAU

Windhoek - Unmittelbar hinter der Dr.-van-Rhijn-Schule haben bereits vor geraumer Zeit die Bauarbeiten für das große Studiogebäude der Südafrikanischen Rundfunkgesellschaft (SABC) begonnen. Dieser Gebäudekomplex soll bis August dieses Jahres fertiggestellt werden, da das Radio Bantu für Südwestafrika am 1. September bereits seine Programmsendungen aufnehmen muss. Die Baukosten des Studiogebäudes betragen 300 000 Rand.

Insgesamt investiert die SABC in Südwestafrika für den Ausbau des Rundfunkdienstes eine Million Rand. Darin sind acht Funktürme eingeschlossen. Sieben davon stehen bereits im Westen der Stadt Windhoek ganz in der Nähe des Kaiser-Wilhelm-Berges. Der achte Turm wird im Ovamboland errichtet.

Am 1. -Februar beginnt der UKW-Dienst für Windhoek. Ingenieure der SABC werden Mitte dieses Monats in Windhoek erwartet, um die letzten Vorbereitungen für den neuen Dienst zu treffen. Bekanntlich werden die Programme mit Richtstrahler von Bloemendal bei Johannesburg über Kurzwelle nach 'Windhoek gesendet und von dort aus über UKW reitergefunkt. Wenn der südwestafrikanische Rundfunkdienst einmal in vollem Gang ist, werden 84 Weiße und Nichtweiße in dem neuen Gebäude beschäftigt sein.


SÜDAFRIKANISCHES POLIZEIFLUGZEUG ABGESTÜRZT

Salisbury - Ein südafrikanischer Pilot wurde getötet und sein rhodesischer Kollege schwer verletzt, als ein südafrikanisches Polizeiflugzeug auf dem rhodesischen Hochland abstürzte. Das gab das rhodesische Verteidigungsministerium am Mittwoch in Salisbury bekannt.

Bei dem Piloten handelt es sich um Leutnant Johannes Hendrik van Heerden (25) aus Carnarvon in der Kapprovinz. Er war ledig. Der Passagier in der Maschine war Leutnant Annandale (32), ein technischer Offizier der rhodesischen Luftwaffe. Er befindet sich zur Zeit mit erheblichen Brandwunden im Krankenhaus in Que Que.

Das Polizeiflugzeug stürzte am Dienstag gegen Mittag beim Flugplatz Kutanga etwa 20 Meilen von Gwelo ab und wurde vollkommen zerstört. Der Absturz erfolgte nach dem Start der Maschine, die zum Luftwaffenhauptquartier bei Thorn Hill in der Nähe von Gwelo zurückkehren sollte. Eine offizielle Untersuchung des Unfalls ist bereits veranlasst worden.

Ein Fahrzeug der Luftwaffe, das den schwerverletzten Leutnant Annandale nach Que Que bringen sollte, wurde ebenfalls in einen Unfall verwickelt, als es bei schlechtem Wetter ins Schleudern geriet und in einem Graben landete. Leutnant Annandale wurde von einem Passanten mitgenommen. Aus Salisbury wurde ein Spezialist mit einem Hubschrauber der rhodesischen Luftwaffe nach Que Que geflogen. Wie heute Vormittag kurz vor Redaktionsschluss aus Salisbury gemeldet wurde, ist Leutnant Donald Annandale heute Morgen im Krankenhaus in Que Que seinen Verletzungen erlegen. Er hinterlässt eine Witwe und zwei Kinder. Leutnant Annandale stand 14 Jahre im Dienste der rhodesischen Luftwaffe.


VERLÄNGERTE EXEKUTIVSITZUNG

Swakopmund - Die Sitzung der Südwester Exekutive, die gestern in Swakopmund begann, wird heute fortgesetzt, nachdem gestern die umfangreiche Tagesordnung nicht bewältig werden konnte. Die Exekutivsitzung findet unter dem Vorsitz des Administrators von Südwestafrika, J. G. H. van der Wath, statt.


KEINE VERTAGUNG IM SIRHAN-PROZESS

Los Angeles - Richter Herbert Walker lehnte im Sirhan-Verfahren in Los Angeles. einen Antrag der Verteidigung auf Vertagung der Verhandlung in dem Prozess Sirhan Bishara Sirhan um 30 Tage ab. Sirhan muss sich wegen des Mordes an Senator Robert Kennedy verantworten. Der Vorsitzende des Schwurgerichtes, Richter Herbert Walker, erklärte, dass seit dem 28. Juli vergangenen Jahres fortgesetzt Vertagungsantrage eingegangen seien, denen er auch stattgegeben habe. Jetzt müsse das Verfahren jedoch seinen Lauf nehmen. Die Verteidigung werde dadurch nicht des Rechts beraubt, Zeugenaussagen zu erhalten, die sie benötige. Sollte sich wegen bestimmter Punkte die Notwendigkeit einer Vertagung ergeben, so werde er die Frage erneut prüfen. Die Verteidigung monierte ferner, dass unter den Geschworenen keine Vertreter von Minderheitsgruppen seien. Aus diesem Grunde befasste sich die erste Zeugenaussage mit den Methoden, die bei der Auswahl der Geschworenen angewendet werden.

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