14 März 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

13. März

NEUORDNUNG DER BANTU-ARBEITSVERMITTLUNG

Windhoek - Der Minister für Bantuverwaltung und -entwicklung M. C. Botha weilte gestern und heute in Windhoek, um Gespräche über die Neuordnung der Arbeitsvermittlung für Bantus zu führen. Die Gespräche begannen gestern unmittelbar nach Ankunft des Ministers und wurden heute fortgeführt. An einer großen Konferenz nahmen heute Vormittag unter Vorsitz des Ministers Vertreter der bisherigen Arbeitsvermittlungsorganisation, der SWANLA, der Administration, der Bantuverwaltung, der Bantu-Investierungs-Gesellschaft sowie der großen Arbeitgeber des Landes teil. Unter anderem sind die Tsumeb Corporation und die CDM bei der Konferenz anwesend. Vertreter von Arbeitgebergruppen gehören auch SWANLA an. Bei der heutigen Konferenz ging es um die Neuordnung der Arbeitsvermittlung.

ELEKTRIZITÄT FÜR GANZ SWA

Windhoek - Die Elektrizitätsversorgung des gesamten Südwestafrikas aus dem Kunene wird über 67 Millionen Rand kosten. Das gab Adv. E. van Ziji, MdE, am Mittwoch im Landesrat bekannt. „Dieses Projekt ist nicht nur für die Bantu des Landes von Vorteil, sondern für alle Einwohner Südwestafrikas. Es ist wahrscheinlich das größte Projekt, das bisher in der Geschichte des Lands in Angriff genommen wurde“, erklärte van Zijl. Er .gab der Hoffnung Ausdruck, dass der SWAWEK, der für dieses Unternehmen und seine Durchführung verantwortlich ist, keine Hindernisse in den Weg gestellt werden.

Im Rahmen der „kleinen“ Haushaltsdebatte befasste Adv. van Ziji sich noch einmal in allen Einzelheiten mit den im Kunene geplanten Projekten. Nach seinen Angaben ist im Januar ein endgültiges internationales Abkommen über die Nutzung des Kunenewassers mit Portugal unterzeichnet worden. Er betonte noch einmal, dass das thermische Elektrizitätswerk bei Windhoek nur ein ergänzendes Projekt für das hydroelektrische Kraftwerk im Kunene sei.

STRIJDOM UNGEFÄHRLICH FÜR NACHTFLÜGE

Kapstadt - Nachtstarts und Nachtlandungen auf Windhoeks J. G. Strijdom-Flughafen sind keineswegs gefährlich. Dies erklärte Verkehrsminister B. S. Schoeman am Mittwoch im Volksrat in Kapstadt. Der Verkehrsminister sagte, er möchte nicht, dass bei der Öffentlichkeit der Eindruck entstehe, Nachtflüge von und nach Windhoek enthielten Gefahren, wie dies von dem VP-Abgeordneten für Durban-Central, Dr. A. Radford, am Vortage im Volksrat behauptet worden war. Die Tatsache, dass auf dem Windhoeker J. G. Strijdom-Flughafen keine künstlichen Leuchthorizonte vorhanden seien, mache den Flugplatz nicht gefährlich. Es gebe viele Flugplätze, unter anderem auf Inseln, bei denen die Anbringung von Leuchthorizonten praktisch unmöglich sei. Der Verkehrsminister wies die Beschuldigungen des oppositionellen Abgeordneten Dr. Radford im Zusammenhang mit dem Windhoeker Flugzeugunglück vom 20. April 1968 zurück. Hierbei setzte sich der Verkehrsminister mit zahlreichen Einzelheiten auseinander, die Dr. Radford in die Debatte geworfen hatte.

ARTILLERIE-DUELL AM SUEZKANAL

Tel Aviv / Kairo - Zum dritten Mal während vier Tagen kam es am Suezkanal zu einem Artillerie-Duell. Die Ägypter nahmen besonders Mitla unter Feuer, 45 Meilen nordöstlich von Port Taufiq auf der Sinai-Halbinsel. Am Mitla-Pass hatten die Ägypter.1967 die empfindlichste Niederlage erlitten. Die Ägypter behaupten, fünf israelische Flugzeuge abgeschossen und viele Israelis getötet zu haben. Weiter seien 2 Panzerwagen, 15 Militärwagen und Munitionslager zerstört worden. Eigene Verluste meldet Kairo nicht.

In einem Kommuniqué aus Tel Aviv wird der Tod eines israelischen Soldaten gemeldet. Drei ägyptische Schiffe seien von Artilleriefeuer getroffen worden. Israel beschuldigt Ägypten, wieder mit Feindseligkeiten begonnen zu haben. Bei einem Zusammenstoß zwischen israelischen Truppen und arabischen Guerillas in den Hügeln von Samaria wurden drei Israelis und sieben Guerillas getötet. Die ägyptische Armee stand den ganzen Dienstag unter Alarmbereitschaft. In sechs Städten im besetzten Tell Jordaniens kam es zu Demonstrationen der Araber, woran sich auch Schulkinder beteiligten.

JAMES EARL RAY BEKENNT ATTENTAT

Memphis - An seinem 41. Geburtstag legte James Earl Ray im Zusammenhang mit dem Attentat auf den amerikanischen Negerführer Dr. Martin Luther King im vergangenen Jahr ein Schuldbekenntnis ab. Von dem Gericht in Memphis (Tennessee) wurde er zu 99 Jahren Zuchthaus verurteilt. Ray stimmte jedoch nicht mit der Theorie überein, dass die Ermordung Kings ohne Verschwörung erfolgt sei.

Sein Schuldbekenntnis bedeutet, dass Ray an seinem 74. Geburtstag auf Parole freigelassen werden kann. Sein Rechtsanwalt Percy Foreman aus Houston, Texas, meinte, es sei richtig, dass „das Leben dieses Marines gerettet worden ist“. In dem Staat Tennessee erstreckt sich das Strafmaß für Mord ersten Grades von 20 Jahren Zuchthaus bis zum elektrischen Stuhl. Seit 1961 ist bisher noch niemand zum Tode verurteilt worden. Das Schöffengericht bestand aus zwölf Mann, darunter zwei Negern.

James Earl Ray muss jetzt noch einen Teil einer Zuchthausstrafe von 20 Jahren im Staatsgefängnis von Missouri absitzen, die ihm für einen bewaffneten Raubüberfall auferlegt worden war. Ray war 1967 aus dem Gefängnis ausgebrochen.

DER ERSTE MENSCH AUF DEM MOND

Houston - Der amerikanische Astronaut Edwin E. Aldrin, der den bisher längsten „Raumspaziergang“ unternommen hat, wird voraussichtlich der erste Mensch sein, der die Mondoberfläche betreten wird. Das gab ein Sprecher der amerikanischen Raumfahrtbehörde in Houston, Texas, bekannt. Dieser Plan kann jedoch noch geändert werden und dem Zivilisten Neil Armstrong diese historische Aufgabe zuteil werden.

Inzwischen werden die letzten Vorbereitungen für die Landung der „Apollo 9“ am Donnerstag gegen 17 Uhr (SAZ) südwestlich von den Bermudas getroffen. Die Mission dieser Apollo-Kapsel galt als die bisher risikoreichste. Alles verlief dabei jedoch völlig planmäßig. Während dieses Raumflugs trennte sich die Raumkapsel von dem mitgeführten Mondlandegerät auf eine Entfernung von fast 150 km.

„Apollo 10“ soll Mitte Mai in den Weltraum starten und bis auf eine Entfernung von 15 km an den Mond heranfliegen, ehe sie dann zur Erde zurückkehren wird. Die ,,Apollo 10“ befindet sich seit Dienstag auf ihrer Startrampe.

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