22 August 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

20. August 1969

EHRE FÜR SWAKOPMUNDER SCHÜLER

Swakopmund - Zwei Schüler der Swakopmunder Oberschule sind von Jack de Wet, dem Leiter der Bloemfonteiner Musikschule - der in Südwest auch kein Unbekannter mehr ist - eingeladen worden, an einem Konzert teilzunehmen, das Ende der Woche in Bloemfontein stattfindet, und zwar sollen sie den Solopart des Corelli-Konzertes für zwei Trompeten übernehmen. Für Bernd Bierberg und Peter Kazmaier wird dies nicht nur ein großes Erlebnis sein, sondern auch eine große Ehre, die sicherlich auch etwas auf die SchuIe und sogar auf Südwest „abfärbt“. Die beiden hatten bei C. Hatterscheidt Stunden, sind starke Stützen des Marinekadetten-Orchesters Paul Bahlsens und traten bereits bei lokalen musikalischen Veranstaltungen in den Vordergrund. Diese Einladung jedoch bedeutet für sie sicherlich die Krönung ihres getreuen Übens und ihres Eifers. Es spricht für die Eltern, die ihnen die Fahrt ermöglichten, als auch für die Schulleitung, die die Schiller beurlaubte, da sie dadurch die Zuneigung zur guten Musik, die im allgemeinen bei der Jugend stark in den Hintergrund tritt, förderten.

ILLEGALE JAGD MIT DEM HUBSCHRAUBER

Karibib - Zwei Angehörige der südafrikanischen Luftwaffe, Sergeant Dirk Johannes Visagie (35) und Leutnant Andley Andrew Foote (22), sind am Dienstag vom Magistratsgericht in Karibib zu je 170 Rand oder 85 Tagen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Sie haben im Bezirk Karibib illegal Kudus gejagt. Eine zweite Anklage gegen sie lautet, dass diese Jagd aus einem Hubschrauber erfolgte. Beide sind Hubschrauberpiloten in den Diensten der Polizei. Zu Beginn des Gerichtsverfahrens haben beide Angeklagte sich schuldig bekannt. Sie haben insgesamt sieben Kudus erlegt.

BEGNADIGUNG IN RHODESIEN

Salisbury - Cliffort Dupont, der die Stelle eines Staatsoberhauptes in Rhodesien einnimmt, hat 19 Personen, die zum Tode verurteilt waren, begnadigt. Dupont handelte auf Vorschlag des Kabinetts. Es warten immer noch 13 Verurteilte auf die Vollstreckung des Todesurteils. Im April hatte der Justizminister dem Parlament mitgeteilt, dass 32 Personen alle Rechtsmittel erschöpft hatten, um gegen die Todesurteile zu appellieren, so dass nur noch die Begnadigung sie vor der Vollstreckung der Urteile retten könne. Der Justizminister sagte damals nicht, wie lange die Verurteilten schon auf die Hinrichtung warteten. Die Rasse der Verurteilten ist ebenfalls nicht bekannt, und es wird auch nicht gesagt, warum sie zum Tode verurteilt worden sind.

KEINE VISA FÜR SÜDAFRIKANER UND RHODESIER

Lusaka- Sambia wird keine Visa mehr an Rhodesier und Südafrikaner erteilen, die das Land besuchen wollen. Ein Sprecher des Innenministeriums gab keine Erklärung dazu ab, doch nimmt man an, dass die sambischen Behörden befürchten, es könnten im Zusammenhang mit den jüngsten Wirtschaftsreformen „Spione und Saboteure“ ins Land gelangen.

ZWEITE TOUR DES TSUMEBER MÄNNERCHORS

Tsumeb - Nach dem Ovamboland hatte sich der Tsumeber Männerchor als zweites Ziel seiner Goodwillreisen durch Südwestafrika den Okavango ausgesucht. Auf Einladung des Rundu-Erholungs-Klubs machten sich 26 aktive Sänger am Samstag im Schulomnibus auf die Reise, um den Beamten der SWA-Polizei und Administration ein paar fröhliche Stunden zu bereiten.

Der Tsumeber Männerchor hat sich zur Aufgabe gemacht, in Südwestafrika für den Chorgesang zu werben. Seine diesjährigen Fahrten nach Omaruru, dem Ovamboland und an den Okavango waren ein schöner Erfolg. Die erste Einladung aus dem Ausland kam bereits aus Sa da Bandeira in Angola, wo der Chor im kommenden Jahr zu einem großen Festival ein kirchliches und ein weltliches Konzert geben soll. Zu diesem Zweck erIäßt der Männerchor an alle Freunde der Musik einen Aufruf, sich sobald wie möglich anzuschließen, um den Chor für diese große Aufgabe zu verstärken.

NEUREGELUNG DER AMTSPFLICHTEN

Windhoek - Die Mitglieder der Südwester Exekutive werden künftig nicht mehr hauptamtlich im Dienst stehen. Das kündigte Administrator J. G. H. van der Wath in Windhoek an. Dieser Schritt ist eine Folge der Neuregelung der Beziehungen zwischen Südwestafrika und der Republik, die am 1. April dieses Jahres in Kraft trat:

In der Erklärung des Administrators heißt es, eine ganze Reihe der Administrationsabteilungen, für die vor dem 1. April dieses Jahres noch die Südwester Exekutive verantwortlich war, seien nach diesem Terrain in den Verantwortungsbereich der zuständigen Minister der südafrikanischen Regierung übergegangen. Obwohl die Verwaltung der restlichen Abteilungen von größter Bedeutung für Südwestafrika und seine Einwohner sei, sei der Umfang der Aufgaben der Exekutive selbstverständlich durch die Neuregelung der Beziehungen reduziert worden. Die Abnahme ihrer Aufgaben sei jedoch nicht von solchem Ausmaß, dass es den Mitgliedern der Exekutive möglich wäre, diese Aufgaben in einer nebenamtlichen Funktion zu erfüllen.

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